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Herzschrittmacher - alles über den Batteriewechsel

Ein Batteriewechsel ist bei einem Herzschrittmacher in regelmäßigen Abständen notwendig. Er erfordert eine Operation. Heutzutage sind diese OPs Routine und somit kein Grund zur Sorge.

Mit einem Herzschrittmacher werden Herzprobleme therapiert.
Mit einem Herzschrittmacher werden Herzprobleme therapiert.

Ein Herzschrittmacher erfordert eine Batterie

  • Ein Herzschrittmacher ist ein elektronisches Gerät, das mit einer Batterie arbeitet. Der Schrittmacher erfordert demnach in regelmäßigen Abständen einen Batteriewechsel. 
  • Die Geräte sind Implantate, die in der Regel auf der rechten Körperseite unterhalb der Schulter in den Körper eingesetzt werden. Die Elektroden des Schrittmachers helfen dabei, dass der Vorhof des Herzens in der notwendigen Regelmäßigkeit eine Stimulation bekommt. Dies unterstützt die Herzarbeit. Schrittmacher finden ihren Einsatz bei Herzrhythmusstörungen und bei anderen Herzproblemen, die die Funktion des Herzens beeinträchtigen.
  • Der Batteriewechsel ist erforderlich, wenn deren Lebensdauer zur Neige geht. Die Funktionsdauer ermittelt der Arzt bei der routinemäßigen Überprüfung des Schrittmachers, die im Herzzentrum durchgeführt wird. Eine Erschöpfung der Batterie wird rechtzeitig angezeigt. In diesem Fall werden die Intervalle der Untersuchungen verkürzt. Ganz wichtig ist, dass Sie die Kontrolluntersuchungen regelmäßig wahrnehmen.
  • Die Lebensdauer der Batterie ist individuell verschieden. Sie hängt von der Intensität ab, mit der der Schrittmacher arbeitet, aber auch von dem verwendeten Modell. Bei den meisten Patienten muss sie alle vier bis zehn Jahre ersetzt werden.

Der Batteriewechsel ist mit einer Operation verbunden

  • Ist ein Batteriewechsel für den Herzschrittmacher erforderlich, müssen Sie sich einer Operation mit allen Risiken unterziehen. An erster Stelle steht ein Beratungsgespräch mit dem Kardiologen und dem Anästhesisten. Die Risiken der Operation und der Narkose stehen im Mittelpunkt des Gesprächs.
  • Die Operation kann unter örtlicher Betäubung vorgenommen werden. Der Operateur wechselt den gesamten Herzschrittmacher. Die Batterie ist fest in dem Gerät integriert. Ein separater Wechsel ist nicht möglich.
  • Der Operateur legt den Herzschrittmacher frei, um ihn zu wechseln. Dabei ist der Wechsel der Elektroden nicht notwendig. Diese kann der Operateur vom alten Schrittmacher lösen und an den neuen anbringen. Sollten die Elektroden defekt sein, verlegt er neue. Da alte Elektroden mitunter einwachsen, werden sie an Ort und Stelle belassen. Eine Entfernung wäre zu belastend für den Patienten. 
  • Nach dem Verschluss der Operationswunde bleibt eine Naht zurück, die verheilen muss. Die Risiken liegen in der Möglichkeit, dass sich die Wunde entzündet. Weiterhin tragen Sie als Patient die Risiken der Narkose. Diese können dann besonders gravierend sein, wenn Sie schon älter sind oder neben Ihrer Herzprobleme weitere Erkrankungen haben.
  • Nach der Operation müssen Sie sich einige Zeit schonen. Ist die Wunde verheilt und sind eventuelle Fäden gezogen, können Sie wie vor dem Batteriewechsel am Leben teilnehmen. Nehmen Sie dabei jedoch immer Rücksicht auf Ihre Erkrankung und überfordern Sie sich nicht.

Die Operation ist für die Patienten eine große Belastung, nicht nur physischer, sondern auch psychischer Art. Der Gedanke, dass Sie sich mit einer gewissen Regelmäßigkeit einer Operation unterziehen müssen, bedeutet Stress und eine Beeinträchtigung der Lebensfähigkeit.

Forscher arbeiten seit einigen Jahren an einer Lösung, die die Notwendigkeit des Batteriewechsels überflüssig macht. Dabei steht die Tätigkeit des Herzens im Mittelpunkt. Prototypen wurden bereits vorgestellt und erfolgreich bei Tierversuchen getestet. Das Prinzip wurde der Armbanduhr entnommen. Die Herztätigkeit fungiert quasi als Aufzugsrad für diese neuartige Batterie. Eine Zulassung des Herzschrittmachers nach diesem Prinzip ist jedoch in nächster Zeit noch nicht absehbar.

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