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Heizungszähler - so funktioniert er

Mit einem Heizungszähler oder Heizkostenzähler kann der Verbrauch in einzelnen Räumen oder Wohnungen ermittelt werden. Als Vermieter können Sie entweder auf einen teuren Wärmezähler oder auf einen preiswerten Heizkostenverteiler zurückgreifen.

Heizungszähler werden an Heizungen befestigt.
Heizungszähler werden an Heizungen befestigt.

Wissenswertes über den Heizungszähler

Die Heizkosten spielen eine wichtige Rolle innerhalb der Nebenkosten und sind von Haushalt zu Haushalt verschieden. In einem Haus mit mehreren Mietern muss für jede Wohnung eine genaue Abrechnung erfolgen. Als Vermieter müssen Sie natürlich genau wissen, welchen Anteil jeder Mieter an den gesamten Heizkosten hat. Aus diesem Grund werden spezielle Messgeräte, sogenannte Heizungszähler installiert und verwendet. Einmal pro Jahr werden die ermittelten Daten von einem Messunternehmen, wie zum Beispiel von Brunata oder Techem abgelesen. Anschließend kann die verbrauchsabhängige Abrechnung der Heizkosten für jeden Raum oder jede Wohnung erstellt werden. Als Vermieter sind Sie laut der Heizkostenverordnung dazu auf jeden Fall verpflichtet. Als Heizungszähler können Sie entweder einen Wärmezähler oder einen Heizkostenverteiler einsetzen. Ein Wärmezähler ist recht teuer und kommt nur in wenigen Haushalten zum Einsatz. Das Messinstrument ist eichpflichtig und muss alle 5 Jahre neu geeicht bzw. durch einen neuen Wärmezähler ersetzt werden. Aus diesem Grund greifen die meisten Vermieter eher zu einem Heizkostenverteiler.

So funktionieren Wärmezähler und Heizkostenverteiler

  • Ein Wärmezähler misst die Temperatur von Ihrem Heizwasser an zwei Zeitpunkten. Gemessen wird beim Wohnungseintritt und beim Wohnungsaustritt und dadurch kann die Wärmeabgabe sehr präzise in Kilowattstunden ermittelt werden. Durch die hohen Anschaffungskosten und die Eichpflicht verwenden die meisten Vermieter lieber einen Heizkostenverteiler und dieser funktioniert auf eine andere Weise als der Wärmezähler.
  • Setzen Sie als Heizungszähler einen oder mehrere Heizkostenverteiler ein, so eignen sich diese als präzise Hilfs-Messverfahren. Die verbrauchte Wärmemenge wird nicht wie beim Wärmezähler gemessen, die Heizkostenverteiler zeigen stattdessen einen bestimmten Verhältniswert an. Werden alle Heizkostenverteiler einmal pro Jahr abgelesen, so kennen Sie anschließend alle Verbrauchswerte der verschiedenen Wohnungen. Nun können Sie die angefallenen Heizkosten pro Haus einfach durch die Gesamtzahl der Werte teilen und wisse so, was genau eine Einheit kostet. Diesen festen Wert müssen Sie dann nur noch mit den abgelesenen Einheiten in den Wohnungen multiplizieren und Sie erhalten die jeweiligen Kosten. Das Hilfs-Mess-Verfahren ist recht einfach und kostet deutlich weniger Geld als ein Wärmezähler.
  • Die Heizungszähler werden direkt auf den jeweiligen Heizkörper abgestimmt. Je nach Wärmeleistung und dem Übergang der Wärme zwischen dem Heizkörper und dem Heizkostenverteiler, kann ein spezieller Bewertungsfaktor bestimmt werden. Heizkostenverteiler mit einer Produktskale besitzen einen festen Bewertungsfaktor und sind einfacher. Heizungszähler mit einer Einheitsskala verursachen einen größeren Aufwand. Erst wenn Sie die Abrechnung haben, können Sie erst die Abstimmung mit dem jeweiligen Bewertungsfaktor vornehmen. In der Heizkostenabrechnung befindet sich dann für jedes Gerät ein spezieller Umrechnungsfaktor.
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