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Hausfarben für den Außenanstrich richtig auswählen - Anleitung

In der farbigen Gestaltung der Fassade spiegelt sich der persönliche Geschmack des Hausbesitzers wider. Die Fassade ist aber auch der Schutz des Hauses. Sie schützt vor Luftverschmutzung, UV-Strahlung und Witterung. All diesen Umwelteinflüssen ist die Fassade ausgesetzt und muss ihnen standhalten. Beide Funktionen - Schutz und Dekoration - werden durch den Einsatz von Hausfarben erfüllt.

Es muss nicht unbedingt bunt sein.
Es muss nicht unbedingt bunt sein.

Die Eigenschaften der Hausfarben

Für einen Neubau oder im Rahmen einer Renovierung werden Hausfarben zur farblichen und schützenden Gestaltung der Fassade eingesetzt.

  • Bei der Wahl Ihrer Fassadenfarbe müssen Sie sich nach dem Untergrund der Fassade richten. Der Untergrund, den Sie mit einem Tiefengrund vorbehandeln müssen, kann ein Mineral- oder Kunstharzputz, Naturstein oder Ziegel sein. Beachten Sie bitte, dass nicht alle Fassadenfarben auf einen Altanstrich aufgetragen werden können.
  • Die Eigenschaften von Fassadenfarben werden durch das verwendete Bindemittel bestimmt. Wasserdampfdurchlässigkeit, auch als Atmungsaktivität bezeichnet, verhindert das Abblättern des Hausanstriches bei Austritt von Wasserdampf aus dem Hausinneren. Die Wasseraufnahmefähigkeit beschreibt, wie viel Feuchtigkeit, zum Beispiel durch Regen, in die Hauswand eindringen kann.
  • Rissüberbrückende Hausanstriche sind elastisch und so können Sie kleine Risse ohne aufwendige Vorbehandlung überdecken. Ihr Hausanstrich kann, durch Beimischung von Algiziden und Fungiziden, vor einem Befall von Mikroorganismen (Algen und Moos) schützen.
  • Wenn Sie eine Farbe mit Selbstreinigungseffekt verwenden, haften Schmutzpartikel nicht dauerhaft an Ihrer Fassade an. Schmutzpartikel werden so bei Regen von der Fassade abgespült.

Die verschiedenen Möglichkeiten für einen Fassadenanstrich

Fassadenfarben werden auch nach dem verwendeten Bindemittel eingeteilt. So unterscheiden sich Dispersionsfarben, Silikatfarben und Silikonharzfarben.

  • Dispersionsfarben aus 100 % Reinacryl oder auf Acrylatbasis sind die gängigsten Hausfarben. Diese können Sie auf allen Untergründen auftragen und in jedem gewünschten Farbton erhalten oder selber mischen. Dispersionsfarben sind zwar anfällig für Algenansatz, dafür aber hervorragend wasserdampfdurchlässig und wasserabweisend.
  • Silikatfarben können Sie nicht auf Altanstriche auftragen. Mit Farben auf anorganischer Basis können Sie Silikatfarben abtönen und erhalten immer einen matten Farbton.
  • Silikate sind alkalisch, deshalb sollten Sie sich bei einem Farbauftrag unter anderem vor Farbspritzern schützen, denn diese können zu Verätzungen führen. Silikatfassadenfarben sind sehr gut deckend, und mit ihnen können Sie auch eine streichputzähnliche Struktur erzeugen. Ihre Farbeigenschaften werden sehr hoch eingestuft.
  • Silikonharzfarben können Sie auf allen mineralischen Untergründen, auch auf dunklen Altanstrichen, auftragen und es bildet sich ein elastischer Film. Diese Farben können Sie einfach in jedem gewünschten Farbton oder Glanz abtönen. Durch Beimischung von Zusätzen werden diese Hausfarben schmutzabweisend.
  • Weitere Möglichkeiten des farbigen Fassadenschutzes sind die Fassadenlasur oder die Kunststofffassadenfarbe. Die Fassadenlasur können Sie auf mineralischen und organischen Untergründen auftragen, aber auch auf einem Altanstrich. Die Farbe ist abtönbar, wetterbeständig, und der Farbton bleibt lange frisch.
  • Kunststofffassadenfarbe ist lösemittelhaltig. Mit dieser Fassadenfarbe erhalten Sie einen hoch wetterbeständigen, gleichbleibenden und deckenden Anstrich. Selbst Industrieabgasen hält dieser Fassadenanstrich stand.
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