Hallimasch - Zubereitung des schmackhaften Pilzes

Roh ist Hallimasch schwach giftig, zubereitet eine Delikatesse. Roh ist Hallimasch schwach giftig, zubereitet eine Delikatesse.
„Was glänzt denn da so honigbraun, von jedem Stumpf, an jedem Baum?“ Natürlich, der Hallimasch. Spätestens seit Juliane Werdings gesungener Hommage, ist der Hallimasch auch eingesessenen Städtern bekannt. Früher ein willkommener Massenpilz in pilzarmen Zeiten, zählt er heute zu den Pilzdelikatessen. Dennoch sollte man ihn stets mit Vorsicht genießen. In rohem Zustand ist der Hallimasch schwach giftig und auch gekocht oder angebraten, kann er bei einigen Magen-Darm-Beschwerden hervorrufen. Die richtige Zubereitung des Hallimasch ist deshalb das A und O.
Dana Kaule
16.12.2010 Dana Kaule
Themen der Anleitung Essen Hallimasch Kräuter Pilze Zubereitung
Was Sie benötigen
Dafür brauchen Sie beide Hände
  • 1 kg Hallimasch
  • 2 Zwiebeln
  • 1 Bund Petersilie
  • 1 Liebstöckelzweig
  • 1 Zweig Dill
  • 250ml Creme fraiche
  • Brühe
  • Pfeffer und Salz
  • Paprikapulver edelsüß und scharf

Roh ist der Hallimasch giftig und für Schweine, heißt es, sogar tödlich. Damit das Hallimaschgericht dennoch der viel beschworene Hochgenuss ist, sollten Sie viel Wert auf die Zubereitung legen.

Was ist essbar am Hallimasch?

  • Fast schon ein Mantra unter Hallimaschessern ist die Aussage, man dürfe nur die Kappen des Hallimasch essen. Viele halten dagegen und verzehren auch den Stiel. Und was ist nun richtig? Sowohl das eine als auch das andere. Der Stiel ist jedoch nur dann genießbar, wenn er innen noch weiß und zart ist.
  • Oftmals raunt es unter Pilzesammlern auch, nur die jungen Hallimaschpilze seien es wert, gesammelt zu werden. Das liegt daran, dass die jungen Pilze fester sind. Für die Zubereitung eignen sich jedoch auch ältere Exemplare, vorausgesetzt, sie sind nicht madig oder matschig.

Hallimasch vor der Zubereitung gut abkochen

  • Den Hallimasch müssen Sie vor dem Verzehr ordentlich abkochen, mindestens acht Minuten lang. Das Kochwasser schütten Sie weg. Eine Garantie dafür, den Verzehr ohne Verdauungsstörungen zu überstehen, ist das Abkochen jedoch nicht. Die einen vertragen den Hallimasch gut, die anderen nicht. Verantwortlich dafür sind bisher noch unbekannte Magen-Darm-Reizstoffe.
  • Nach dem Kochen ist der Hallimasch bereit für jedwede Form der Zubereitung.
  • Übrigens: Wenn Ihnen der an Camembert erinnernde Geruch des Hallimasch nicht geheuer oder unerträglich ist, können Sie beruhigt sein. Während des Kochens löst der sich sprichwörtlich in Luft auf.

Schmackhafte Zubereitung des Hallimasch

  1. Der Hallimasch ist ein Pilz, der ähnlich, wie der Pfifferling oder Shiitakepilz, einen ausgeprägten Eigengeschmack hat. Sehr schmackhaft ist er, wenn Sie ihn mit Zwiebeln, Creme fraiche, Petersilie und Liebstöckel zubereiten.
  2. Kochen Sie die Pilze hierzu vorher gut ab und lassen Sie sie anschließend in einem Sieb abtropfen. Sind die Hallimaschpilze für die Zubereitung zu groß, können Sie sie vorher halbieren oder vierteln.
  3. Schneiden Sie die Zwiebeln in der Zwischenzeit in Stücke und braten Sie den Hallimasch anschließend mit den Zwiebeln in Butter an. Würzen Sie die Pilze mit etwas Brühe, Salz, Pfeffer und Paprikapulver.
  4. Während des Anbratens gibt der Hallimasch reichlich Wasser ab. Sobald das verdunstet ist, fügen Sie die Creme fraiche hinzu und erst danach die Kräuter.
  5. Lassen Sie das Ganze ein paar Minuten köcheln bevor Sie das Hallimaschgericht noch heiß servieren.

Hallimasch en masse in Essig einlegen

  • Der Hallimasch ist ein Massenpilz, der in Gruppen nur so aus dem Boden schießt. Da kann es schnell passieren, dass Sie mehr Hallimasch sammeln, als Sie wortwörtlich verdauen können.
  • Um große Mengen von Pilzen lange haltbar zu machen, hat sich das Einlegen in Essig bewährt. Auch hier gilt es, den Hallimasch vor der Zubereitung gut abzukochen und anschließend abkühlen zu lassen.
Diese Anleitung
Leser-Tipps Ihren Tipp zur Anleitung schreiben

1400 Zeichen verbleibend.