Gurken können durch Pilzsporen oder Viren krank werden, Veränderungen an den Blättern können aber auch auf Schädlinge wie die Blattläuse zurückzuführen sein.

Mehltau - eine der häufigsten Gurkenkrankheiten

Eine der relativ häufig auftretenden Gurkenkrankheiten ist der Mehltau, wobei es sich um den Echten wie auch den Falschen Mehltau handeln kann.

  • Beim Mehltau entstehen weiße Flecken auf den Blättern der Gurkenpflanzen, die sich immer weiter ausbreiten, sodass die Blätter zum Schluss ganz weiß sind und abfallen.
  • Unterscheiden lassen sich diese beiden Arten von Mehltau dadurch, dass sich der Belag beim Echten Mehltau auf der Oberseite der Blätter, beim Falschen Mehltau dagegen auf der Unterseite der Blätter befindet.
  • Beide Sorten werden durch Pilzsporen verursacht. Diese Pilzsporen breiten sich weiter aus, wenn Sie befallene Blätter nicht rechtzeitig entfernen. Werfen Sie die Blätter jedoch nicht auf den Kompost, weil sich von dort aus die Sporen von Neuem ausbreiten können, sondern geben Sie sie in den Restmüll.
  • Außerdem sollten Sie beim Gießen darauf achten, dass die Blätter nicht nass werden. Wenn Ihre Gurken im Freiland wachsen, wählen Sie am besten einen Standort aus, an dem die Blätter nach einem Regenschauer möglichst schnell wieder trocknen können.

Der Gurkenmosaikvirus

Eine weitere, der häufig auftretenden Gurkenkrankheiten ist der Gurkenmosaikvirus, der neben Gurken auch häufig Kürbispflanzen befällt.

  • Beim Gurkenmosaikvirus bekommen die Blätter wie auch die Gurken zahlreiche gelbe Flecken und die Gurken nehmen eine seltsame Form an.
  • Bekämpfen können Sie diesen Virus leider nicht. Er wird jedoch von Blattläusen übertragen, daher sollten Sie Ihre Pflanzen von Zeit zu Zeit in Augenschein nehmen und Blattläuse rechtzeitig bekämpfen.
  • Da der Virus im Garten überwintert, kaufen Sie für das nächste Jahr am besten Saatgut, das besonders resistent gegen diesen Virus ist.

Schäden an den Blättern

  • Junge Gurkenpflanzen werden häufig von Schnecken angefressen, pflanzen Sie Ihre Gurken daher erst in den Garten, wenn sie etwas größer geworden sind, oder schützen Sie die Pflanzen durch einen Schneckenzaun oder Ähnliches.
  • Auch Blattläuse kommen bei Gurken häufig vor, diese können Sie am leichtesten bekämpfen, indem Sie Ihre Pflanzen mit einer leichten Spülmittellösung gießen.
  • Weitere Schädlinge der Gurkenpflanzen sind die Spinnmilben. Sie bevorzugen eine trockene Luft, daher können Sie die Spinnmilben bekämpfen, indem Sie die Luftfeuchtigkeit in Ihrem Gewächshaus erhöhen.

Um Gurkenkrankheiten von vornherein zu vermeiden, sollten Sie aber am besten schon beim Kauf des Saatguts darauf achten, dass Sie eine möglichst widerstandsfähige Sorte wählen, die sich ganz allein gegen Krankheiten und Schädlinge wehren kann.