Was Sie benötigen:
  • Schere
  • Fungizide
  • Schachtelhalmextrakt
  • Koblauchtee
  • Dünger

Einige Gurkenkrankheiten und Mittel dagegen

Zunächst einmal einige Gurkenkrankheiten, die gelbe Blätter verursachen:

  • Falscher Gurkenmehltau, Falscher Mehltau und Mehltau machen sich zunächst durch gelbliche Flecken an den Blattadern bemerkbar, die aber selten zu komplett gelben Blättern führen. Auf der Blattunterseite sehen Sie schnell einen Pilzrasen. Fungizide helfen nur bedingt. Sie sollten befallene Pflanzen entfernen oder zumindest die befallenen Blätter abschneiden. Gießen Sie nur in den frühen Morgenstunden, ohne dabei die Blätter zu benetzen. Vorbeugende Spritzungen mit Schachtelhalmextrakt oder Knoblauchtee helfen zumindest, die weitere Ausbreitung zu verhindern. Wenn Ihre Gurken diese Symptome zeigen, ist es mit großer Wahrscheinlichkeit Falscher Gurkenmehltau.
  • Der Gurkenmosaikvirus zeigt sich durch Welke von den Blatträndern her, dabei kommt es zunächst zu einer Aufhellung der Ränder. Sie werden hellgrün oder gelb. Da der Virus über Blattläuse übertragen wird, ist es wichtig, diese zu bekämpfen. Befallene Pflanzen sind nicht zu retten, in dem Fall müssen Sie die Pflanzen entsorgen. Der Gurkenmosaikvirus befällt auch Kürbisse und Zucchini. Andere Pflanzen werden auch befallen, zeigen aber manchmal nur geringe Schadensbilder. Also entfernen Sie die Gurkenpflanzen schnell, wenn sie von außen zu den Blattadern hin gelb werden.
  • Die Eckige Blattfleckenkrankheit zeigt eher durchscheinende Flecken und führt zum Absterben der Blätter. Gelbe Blätter treten bei dieser Krankheit eher nicht auf. Auch diesen Symptomen sollten Sie die Pflanzen entfernen, eine wirksame Behandlung gibt es nicht.

Generell sind gelbe Blätter eher ein Zeichen von zu viel Wasser, gießen Sie also sparsamer. Auch kann Düngermangel gelbe Blätter verursachen, meist fehlt Magnesium. Hier sollten Sie sich einen guten Dünger besorgen oder mit Pferdemist düngen.

Gelbe Blätter bei Gurken vermeiden

Die meisten Gurkenkrankheiten können, wie Sie jetzt wissen, nicht gut bekämpft werden. Aus diesem Grund sollten Sie vorbeugen:

  • Besorgen Sie sich Gurkenpflanzen, die von Haus aus gegen die wichtigsten Gurkenkrankheiten, vor allen Dingen gegen Mehltau, resistent sind. Gepfropfte Sorten sind meist widerstandsfähiger.
  • Bekämpfen Sie Blattläuse, denn diese übertragen auch Gurkenkrankheiten. Im Gewächshaus ist der Einsatz von Nützlingen sicher die beste Lösung.
  • Düngen Sie die Gurken regelmäßig, das macht sie widerstandsfähiger gegen Gurkenkrankheiten und beugt gelben Blättern aus Magnesiummangel vor.
  • Beachten Sie die Fruchtfolge, pflanzen Sie Gurken nicht in Beete, in denen in den 2 Jahren zuvor schon Gurken oder ähnliche Pflanzen wie Zucchini oder Kürbis waren.
  • Vermeiden Sie Gurkenkrankheiten und gelbe Blätter, indem Sie die Pflanzen nicht zu dicht setzen. Dichtes Laub verhindert, dass Luft die Blätter trocknet und es kann zu Pilzkrankheiten kommen.
  • Gießen Sie immer nur den Wurzelbereich und benetzen Sie nicht die Blätter der Gurken. Vorsicht: Gurken mögen kein Chlor und kein Salz. Gießen Sie mit Regenwasser.

So sollten die meisten Gurkenkrankheiten verhindert werden und zumindest im nächsten Jahr züchten Sie dann Gurken statt gelber Blätter.