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Getrocknete Holunderblüten - so nutzen Sie sie richtig

Sie können getrocknete Holunderblüten fertig in der Apotheke oder im Reformhaus kaufen - oder aber Sie stellen sie selbst her. So können Sie sie bis in den Winter hinein nutzen.

So schön blüht der Holunder.
So schön blüht der Holunder.

Holunderblüten selber trocknen - so geht's

Haben Sie einen Holunderbusch im Garten? Dann haben Sie sozusagen Ihre eigene Apotheke, denn der Holunder gilt als Heilpflanze in der Naturmedizin. Sie können sowohl seine Blüten als auch seine Beeren nutzen. Die Blüten ernten Sie am besten in der Zeit von Mai bis Ende Juni.

  • Schneiden Sie die Blüten mit der Schere in ganzen Dolden bzw. Blütenständen ab, wenn Sie mögen, auch mit einem Stück Stiel.
  • Bedenken Sie aber, dass Sie Blüten übrig lassen, um später im Herbst auch die Holunderbeeren ernten zu können.
  • Ernten Sie die Blüten am frühen Vormittag. Der Morgentau sollte bereits verdunstet und die Blüten beim Abschneiden trocken sein.
  • Sammeln Sie sie vorsichtig in einem Korb ein, sie brauchen viel Luft und sind empfindlich.
  • Sie können die Holunderblüten dann an den Stielen zusammenbinden und über Kopf zum Trocknen in einer dunklen, aber luftigen Ecke aufhängen.
  • Wenn Sie aber die Blüten gleich kleiner abschneiden, dann breiten Sie sie am besten auf Küchenpapier in einem dunklen, luftigen Raum aus und lassen sie dort einige Tage trocknen.
  • Es ist auch möglich, die Blüten bei ca. 40 °C im Backofen zu trocknen, doch müssen Sie die ganze Zeit dabei bleiben, die Blüten wenden und sie bald rechtzeitig wieder herausnehmen.

Die getrockneten Blüten richtig nutzen - Anwendungsrezepte

  • Sie können aus getrockneten Holunderblüten einen Sud zum Inhalieren herstellen. Für 1 Liter Wasser benötigen Sie 8 Teelöffel Holunderblüten, die mit dem kochenden Wasser übergossen werden. Lassen Sie sie 10 Minuten ziehen und atmen Sie die Dämpfe über eine Schüssel gebeugt 10-15 Minuten ein. Die Inhalation hilft gegen Husten und verschleimte Atemwege und der Dampf gegen unreine Gesichtshaut.
  • Um die Abwehrkräfte der Haut zu stärken und gegen geschwollene Beine hilft ein Holunderbad. Allerdings bei jeweils unterschiedlichen Wassertemperaturen. Für die Hautpflege kochen Sie 150 g Holunderblüten in 2 Liter Wasser kurz auf und lassen das Wasser anschließend 1 Stunde lang ziehen. Dann gießen Sie das Wasser durch ein Sieb oder einen Seiher ins Badewasser und pflegen Ihre Haut 20 Minuten darin. Gegen geschwollene Beine hilft die gleiche Mischung, aber Sie sollten das Badewasser dann nur lauwarm halten. Andernfalls weiten sich die Venen zu sehr. Doch ein lauwarmes Bad ist im Sommer sehr erfrischend und vitalisierend.
  • Ein wichtiger Tipp für alle, die viel am Bildschirm arbeiten müssen: Gegen übermüdete und überanstrengte Augen hilft ein Aufguss von 2 Teelöffeln getrockneten Holunderblüten und 0,25 Liter kochendem Wasser. Lassen Sie diesen Tee 10 Minuten ziehen und abkühlen. Gießen Sie ihn durch ein feines Sieb oder durch einen Filter und tauchen Sie zwei Wattepads hinein, die sie dann leicht auswringen. Die Pads legen Sie sich einfach mindestens 15 Minuten auf die geschlossenen Augen und lehnen sich entspannt zurück. Sie können auch ein mit dem Tee getränktes, feuchtes Leinentuch als Augenbinde verwenden, damit erfrischen Sie den gesamten Augenbereich. Achten Sie darauf, dass der Tee wirklich kalt ist, nur dann hilft diese Behandlung Ihren Augen.

Gutes Gelingen!

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