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Fortpflanzung des Huhns

Dass ein Huhn Eier legt ist Ihnen sicher bekannt. Doch Eier sind nicht nur zum Essen da, sondern dienen der Fortpflanzung. Aus ihnen entstehen Küken.

Ein Küken nach dem Schlüpfen.
Ein Küken nach dem Schlüpfen.

So funktioniert die Fortpflanzung bei Hühnern

Wie bei Säugetieren braucht es für die Fortpflanzung beim Huhn einen männlichen und einen weiblichen Part. In der Natur lebt ein Hahn mit mehreren Hennen zusammen. Fortpflanzungsfähig sind die Tiere ab der 18. Lebenswoche

Wichtiger Teil der Paarung ist die Balz. Dabei lockt der Hahn die Auserwählte mit Futter ins Nest und ruft sie. Besonders eindrucksvoll ist das Walzern, bei dem der Hahn über seine ausgebreiteten Flügel stolpert.

Anschließend besteigt der Hahn die Henne - man spricht hierbei vom "Treten". Dabei berühren sich die beiden Kloaken der Vögel. Als Kloake bezeichnet man die Körperöffnung von Vögeln, die nicht nur als Ausscheidungs-, sondern auch als Geschlechtsorgan fungiert. Dabei gibt der Hahn sein Sperma ab. 

Die Spermien des Hahns überleben etwa zwei Wochen. In dieser Zeit ist es der Henne möglich, befruchtete Eier zu legen. Je nach Rasse und Legeleistung handelt es sich dabei um ein halbes bis ganzes Dutzend. 

Das Haushuhn beschäftigt sich vor dem Legen mit der Nestplatzsuche. Anschließend dauert es 18 bis 21 Tage, bis das Ei ausgebrütet ist. Das Ei auf Ihrem Frühstückstisch ist natürlich nicht befruchtet oder bebrütet.

Hühner stocken ihr Gelege auf, sollte ein Ei verloren gehen. Das wird in der Eierproduktion genutzt, indem der Mensch ein gelegtes, unbefruchtetes Ei sofort entfernt. Auf diese Weise können Legehennen bis zu 300 Eier im Jahr legen.

So entwickelt sich ein Ei vom Huhn

Die Entwicklung des Hühnereis beginnt am Eierstock des Huhns. Hier befinden sich die Eifollikel, die dem Eidotter entsprechen.

Wie bei uns Menschen kommt es zum Eisprung und der Dotter gelangt in den Eileiter. Beim Huhn heißt dieses Infundibulum. Hier findet auch die Befruchtung statt. Die Befruchtung ist nur zur Fortpflanzung nötig, nicht um ein Ei zu legen.

Im sogenannten Magnum bildet sich das Eiklar. Anschließend entwickelt sich darum die innere und äußere Schalenhaut. Dies ist das kleine Häutchen, welches Sie direkt unter der Schale des Eis sehen können.

Am längsten bleibt das Ei im Uterus, wo die Schale sich aufbaut. Dafür benötigen Hühner viel Calcium, was Sie bei der Fütterung beachten müssen, wenn Sie selbst Hühner besitzen. Besteht ein Calciummangel, kommt es zur Bildung sogenannter Windeier. Bei diesen fehlt die Schale.

Anschließend legt das Huhn das Ei. Zu diesem Zeitpunkt ist schon die Brutscheibe erkennbar. Das ist der Embryo.

In den nächsten Tagen bilden sich zunächst Gehirn und Herz, sowie der Darm. Nach zehn Tagen, also der Hälfte der Brutzeit, kann man schon die Form des Kükens erkennen. Nun bilden sich noch die Federn und das Küken wächst noch.

Nach zwanzig Tagen öffnen die Küken die Eischale mit dem Eizahn. Dieser sitzt auf dem Oberschnabel.

Der zeitliche Ablauf der Fortpflanzung beim Huhn
Ort Dauer Das passiert
Ovar   Dotterbildung
Infundibulum ca. 20 Minuten Befruchtung durch das Sperma des Hahns
Magnum 3 Stunden Bildung des Eiklars
Isthmus 1 Stunde Bildung der Schalenhäute
Uterus 1 Tag Bildung der Schale
Vagina wenige Minuten Legen des Eis
Nest 18-21 Tage Entwicklung des Kükens
Nest 2 Stunden Schlupf des Kükens

 

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