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Ficus-Pflege - so gehen Sie gegen Schädlinge vor

Der Ficus Benjamini gehört zu den beliebtesten Zimmerpflanzen und kann bei guter Pflege und idealem Standort zu einer imposanten Pflanze heranwachsen. Schädlinge oder Erkrankungen sind vor allem bei großen Exemplaren eher selten, können jedoch im schlimmsten Fall zu völligem Verkahlen des Gewächses führen.

Ein gesunder Ficus hat kräftige, dunkelgrüne Blätter.
Ein gesunder Ficus hat kräftige, dunkelgrüne Blätter.

Je älter und größer ein Ficus wird, desto widerstandsfähiger ist er im Normalfall. Es sei denn, Sie begehen Pflegefehler oder wählen einen ungeeigneten Standort.

Worauf Sie bei Pflege und Standort achten müssen

  • Je mehr Licht ein Ficus bekommt, desto besser. Ist er daran gewöhnt, genießt er auch direkte Sonneneinstrahlung an einem Süd-West-Fenster.
  • Was die Pflanze nicht mag, ist Zugluft. Platzieren Sie den Ficus deshalb möglichst nicht an einem Fenster, welches öfters gekippt wird.
  • Bekommt der Benjamini lediglich von einer Seite her Licht, wird er sich mit der Zeit einseitig entwickeln. So sehr es Sie auch reizt, ihn zu drehen - lassen Sie es bitte bleiben. Im schlimmsten Fall reagiert die Pflanze extrem und wirft den Großteil der Blätter ab.
  • Wie die meisten Gewächse nimmt der Ficus Staunässe sehr übel. Achten Sie deshalb auf einen ausreichenden Wasserablauf aus dem Topf und gießen Sie die Pflanze keinesfalls täglich. Sorgen Sie außerdem für ausreichend Erde unter den Füßen und setzen Sie die Pflanze alle paar Jahre in einen größeren Topf um.
  • Im Februar oder März können Sie die Zimmerpflanze auslichten. Schneiden Sie verkahlte Äste, abgetrocknete Zweige und spärlich beblätterte Triebe ab. Größere Exemplare vertragen auch durchaus einen vorsichtigen Formschnitt.

Schädlinge - wenn es den Ficus erwischt hat

Fühlt die Pflanze sich wohl, neigt sie eher selten zu Krankheiten oder Schädlingsbefall. Sollte es dennoch so weit kommen, müssen Sie möglichst schnell handeln. Bevor Sie zu Gift greifen, können Sie es erst mit anderen Methoden versuchen.

  • Entdecken Sie feinste Spinnweben zwischen Blattachseln oder Astgabelungen, ist der Ficus von Spinnmilben befallen. Die kleinen Tierchen selbst werden Sie eher schwer ausmachen können. Bekämpfen können Sie Spinnmilben mit hoher Luftfeuchtigkeit oder wiederholtem Wasserkontakt. Dies funktioniert allerdings nur bei leichtem Befall. Besprühen Sie die Pflanze mehrmals täglich mit Wasser. Kleine Exemplare können Sie einmal täglich kopfüber in Wasser tauchen, abduschen oder frisch gegossen inklusive Topf eine Woche lang in einen geschlossenen Plastiksack stecken.
  • Auch Wollläuse sind beim Ficus anzutreffen und leicht zu identifizieren. Ihr Name ist Programm, denn sie sehen aus wie winzig kleine Wollknäule oder Wattebäusche. Ist Ihr Ficus von diesen Tierchen befallen, können Sie im ersten Schritt versuchen, diese durch Besprühen mit einem Hausmittel loszuwerden. Mischen Sie dazu 5 g Lampenöl mit 500 ml Wasser und einigen Tropfen Spülmittel. Besprühen Sie die Pflanze alle zwei Tage etwa eine Woche lang. Danach müssen Sie den Ficus allerdings umtopfen, denn Wollläuse legen ihre Eier in der Erde ab. Untersuchen Sie die Wurzeln auf Befall und tauschen Sie die Blumenerde beim Umtopfen so großzügig wie irgend möglich aus.
  • Gegen den Befall von Schildläusen ist ein Ficus ebenfalls nicht immer gefeit. Erkennen können Sie den Befall an winzigen, hell- bis mittelbraunen, flachen Plättchen. Sind es nur wenige und ist die Pflanze noch nicht zu groß, können Sie versuchen, die Biester abzustreifen. Geben Sie dazu etwas Spiritus oder Speiseöl auf einen Wattebausch und wischen Sie die Schädlinge damit ab. Wiederholen Sie diese Prozedur alle zwei Tage, bis Sie keine Läuse mehr entdecken können.

Greifen diese sanften Methoden nicht, besorgen Sie sich ein auf den jeweiligen Schädlingsbefall abgestimmtes Mittel. Kehren die Schädlinge jedoch immer wieder zurück, müssen Sie sich mit eventuellen Standort- oder Pflegefehlern auseinandersetzen.

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