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Ernährung bei Rheuma

Rheuma umfasst viele Krankheitsbilder des Bewegungsapparates. Dazu gehören unter anderem die Rheumatoide Arthritis, die Arthrose, weitere Krankheiten wie Morbus Bechterew oder auch unbestimmte Schmerzsyndrome, wie die Fibromyalgie. Bei diesen Erkrankungen kann eine Ernährungsumstellung Linderung verschaffen.

Eine glutenfreie vegane Ernährung ist bei rheumatischen Erkrankungen empfehlenswert.
Eine glutenfreie vegane Ernährung ist bei rheumatischen Erkrankungen empfehlenswert.

Rheuma - kurzer Überblick

Unter dem Begriff Rheuma dürfen Sie sich kein einheitliches Krankheitsbild vorstellen. Vielmehr gehören zum rheumatischen Formenkreis eine Vielzahl von Erkrankungen.

  • Unter Rheuma fasst man eine Reihe autoimmun und nicht autoimmun bedingter Erkrankungen zusammen. Die entzündlichen, autoimmun bedingten Krankheiten machen den größten Teil aus. Zu ihnen gehören unter anderem die Rheumatoide Arthritis, auch chronische Polyarthritis genannt, der Morbus Bechterew, Bindegewebserkrankungen, wie die Sklerodermie und entzündliche Gefäßerkrankungen, Vaskulitiden genannt.
  • Zum rheumatischen Formenkreis gehören auch degenerative Erkrankungen. Es handelt sich um Verschleißerscheinungen an den Gelenken, Arthrose genannt.
  • Die entzündlichen, autoimmun bedingten Erkrankungen haben eine genetische Komponente, werden aber auch durch andere Faktoren ausgelöst. Bei der Rheumatoiden Arthritis zum Beispiel macht die genetische Komponente Studien zufolge nur etwa 30 Prozent aus, 70 Prozent sind exogene Faktoren. Im Tierversuch lässt sich allein durch die Ernährung eine Arthritis auslösen.

Vegane Ernährung bei rheumatischen Erkrankungen

Wie können Sie sich nun bei rheumatischen Erkrankungen ernähren? Eine alte Behandlung von rheumatischen Erkrankungen ist das Fasten. Hier werden in der Regel keinerlei tierische Produkte konsumiert, wie beim strengen Fasten oder beim Saftfasten. Zwar bringt Fasten in vielen Fällen Linderung der Schmerzen und der Gelenksteifigkeit, aber nach der Kur kommen die Beschwerden schnell wieder. Eine Ernährungsumstellung kann eine Linderung der Beschwerden mit sich bringen. Das Ziel ist eine rein pflanzenbasierte Ernährung. Dabei sollten weitere, auch pflanzliche, Auslöser der Entzündungsreaktionen gefunden und eliminiert werden.

  • Meiden Sie sämtliches tierische Protein. Dazu gehören nicht nur Fleisch und Fisch, sondern auch Milch und Milchprodukte sowie Eier. Tierisches Protein kann autoimmun bedingte Erkrankungen, wie die Krankheitsbilder des rheumatischen Formenkreises, verursachen und verschlimmern. Steigen Sie daher auf eine rein pflanzliche Ernährung um.
  • Wichtigstes potenzielles Nahrungsallergen aus dem Pflanzenreich ist Gluten. Nicht jeder, der Gluten nicht verträgt, reagiert mit Magen-Darm-Symptomatik. Glutenintoleranz kann sich auch in Entzündungen zeigen. Es ist daher sehr ratsam, in die Ernährungsumstellung auch einen (zumindest vorläufigen) Verzicht auf glutenhaltige Getreidesorten aufzunehmen. Dazu zählen Weizen, Gerste, Roggen, Dinkel, Hafer und Grünkern.
  • Glutenfrei sind Reis, Hirse, Quinoa, Amaranth und Buchweizen. Wenn Sie sich von frischen pflanzlichen Lebensmitteln wie Gemüse, Obst, glutenfreien Getreidesorten, Sprossen, Nüssen und Kartoffeln ernähren, ersparen Sie sich das Zutatenlesen und das Auffinden von Glutenspuren.
  • Eine vegane Ernährung hat auch positiven Einfluss auf degenerative Erkrankungen. Eine bestehende Arthrose kann sich deutlich bessern. Die Osteoporose kommt in Ländern, in denen keine Milch konsumiert wird, quasi nicht vor. Die Werbung möchte Sie zwar glauben machen, dass Milch wegen ihres Kalziumgehalts den Knochen guttun, das Gegenteil ist aber der Fall. Schuld sind die in der Milch enthaltenen Proteine. Um Osteoporose vorzubeugen und zu lindern, ist eine rein pflanzliche Ernährung anzuraten.
  • Bei Fibromyalgie, einem Muskelschmerzsyndrom mit weiteren Begleiterscheinungen, hat sich eine vegane Rohkosternährung hilfreich gezeigt. Nicht nur die Schmerzen können gelindert werden, sondern auch die Gelenksteifigkeit und die Schlafstörungen.
  • Die Ernährungsumstellung läuft also auf eine rein pflanzliche Ernährung mit viel Frischkost und ohne glutenhaltige Getreidesorten hinaus. Diese sollten Sie mindestens zwei Monate beibehalten. Wenn Sie nicht auf Dauer auf Gluten verzichten möchten, können Sie die Wirkung auf Ihre rheumatischen Beschwerden austesten. Wenn Sie durch die Ernährungsumstellung Linderung erfahren haben, können Sie etwas Glutenhaltiges essen. Kehren die Schmerzen zurück, ist Gluten zumindest mit beteiligt an Ihren Beschwerden. Dann sollten Sie wieder zu einer veganen Ernährung ohne Gluten zurückkehren.
  • Als begleitenden Tee bei rheumatischen Erkrankungen können Sie Ackerschachtelhalm (Zinnkraut) trinken. Dieser verbessert sowohl  den Stoffaustausch zwischen den Körperzellen und dem Blut als auch die Ausscheidung von Abfallstoffen über den Harn.
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