Alle Kategorien
Suche

Gluten und Glutamat - der Unterschied einfach erklärt

Wenn Sie sich mit dem Thema Ernährung auseinandersetzen, werden Ihnen unweigerlich die Begriffe Gluten und Glutamat begegnen. Zwar ähneln sich die Begriffe, doch sie bezeichnen Unterschiedliches.

Frischkost braucht kein Gluten oder Glutamat.
Frischkost braucht kein Gluten oder Glutamat.

Das Klebereiweiß Gluten kann allergieauslösend sein

  • Gluten ist das sogenannte Binde- oder Klebereiweiß, welches in verschiedenen Getreidesorten vorkommt. Bindeeiweiß daher, weil Gluten die Stärkekörner im Teig zusammenklebt. Es sorgt für eine gute Konsistenz in Backwaren und für längere Frische.
  • Gluten ist in Roggen, Weizen, Dinkel, Grünkern, Gerste und anderen Weizensorten enthalten.
  • Glutenfrei sind beispielsweise Reis, Hirse, Mais, Buchweizen, Soja, Amaranth und Quinoa. 
  • Aufgrund seiner Eigenschaften findet sich Gluten in fast unüberschaubar vielen Produkten: In den meisten Backwaren, wie Brötchen, Brot, Nudeln und bei weiterverarbeiteten Lebensmitteln, also in vielen Fertiggerichten.
  • Allerdings kann Gluten auch zu massiven körperlichen Symptomen führen, der sogenannten Zöliakie im Kindesalter oder Sprue im Erwachsenenalter. 
  • Die durch eine Unverträglichkeit von Gluten ausgelöste Krankheit Zöliakie/Sprue greift die Darmzotten an und zerstört diese. Folglich ist die Nährstoffaufnahme im gereizten Darm gestört und verursacht gesundheitliche Probleme.
  • Kinder klagen meist über Bauchschmerzen, Blähungen, Entzündungen, Verdauungsstörungen und Konzentrationsstörungen. Ebenso können Blässe und Wachstumsstörungen und ein Mangel an Mineralstoffen, Vitaminen und Spurenelemente Hinweise geben. 
  • Erwachsene leiden häufig unter Kopfschmerzen, Konzentrationsschwäche, Nervosität, Müdigkeit oder gar Depressionen. Kraftlosigkeit, Knochen- und Gliederschmerzen, ständiges Jucken und Verdauungsprobleme sind ebenso mögliche Indikatoren für eine Zöliakie. 
  • Lebenslange glutenfreie Ernährung ist die Behandlung der Krankheit. Selbst Neurodermitis, Psoriasis und ADS oder ADHS erfahren durch glutenfreies Essen eine gravierende Verbesserung.

Glutamat, ein gesundheitsschädlicher Geschmacksverstärker

  • Unter Glutaminsäure (E620), Natriumglutamat (E621), Kaliumglutamat (E622), Calciumglutamat (E623), Magnesiumglutamat (E624), Ammoniumglutamat (E625), Aroma, Würze, Speise-/Hefewürze, Hefeextrakt und unzähligen anderen Bezeichnungen finden Sie Glutamat in der Zutatenliste.
  • Glutamat ist der am häufigsten verwendete Wirkstoff der Lebensmittelindustrie. Es ist ein Geschmacksverstärker und kommt in Fertignahrungen, Tiefkühlprodukten, Knabberartikeln, Wurst, Suppen und etlichen anderen Produkten vor.
  • In asiatischen Ländern steht Glutamat als Würzmittel auf dem Tisch. In China und Japan ist eine Unverträglichkeit unbekannt. 
  • E621 ist mit seinem sogenannten Umami-Geschmack, der für köstlich steht, kaum noch aus der industriellen Lebensmittelproduktion wegzudenken. Schon in den 70er Jahren ist Glutamat massiv in die Kritik geraten. Das „China-Restaurant-Symptom“ bezeichnete die durch den Geschmacksverstärker ausgelösten Beschwerden. 
  • Der industrielle Vorteil vom chemischen Geschmacksverstärker Glutamat ist, dass selbst geschmacklich ungenießbare Speisen verkauft und verzehrt werden können.
  • Glutamat wird verdächtigt, ein künstliches Hungergefühl im Gehirn zu stimulieren. Die recht kleinen Moleküle des Glutamats vermögen die wichtige Blut-/Hirnschranke zu überwinden und wirken neurologisch betrachtet suchtauslösend. Der Geschmacksverstärker erzeugt damit künstlichen Appetit. 
  • Weitere durch Glutamat ausgelöste Symptome sind Schweißausbrüche, Bluthochdruck, Herzklopfen, Magenschmerzen. Konzentrationsstörungen, eingeschränkte Sinneswahrnehmung und sogar epileptische Anfälle können durch dieses Mittel verursacht werden.
  • Darüber hinaus steht Glutamat im Verdacht, Nervenkrankheiten wie Parkinson und Alzheimer zu fördern.

Gehen Sie mit industriellen Fertigprodukten sparsam um. Greifen Sie vorzugsweise zu frischen Lebensmitteln wie Obst, Gemüse und Salate. Diese benötigen keinen chemischen Geschmacksverstärker, sie schmecken auch ohne.

Teilen: