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Erdöl: Probleme für die Umwelt - Wissenswerte Informationen

Erdöl ist bereits seit der Antike vom Menschen für diverse Dinge verwendet worden: Das "schwarze Gold" wurde unter anderem als Schmiermittel, für mittelalterliche Flammenwerfer und in Verbindung mit Schilf, Sand und anderen Materialien zur Abdichtung von Schiffsplanken genutzt. Die industrielle Förderung begann erst Mitte des 19. Jahrhunderts, als man eine preisgünstigere Alternative zum Walöl suchte - dies war gleichzeitig der Startschuss für die zahlreichen Probleme, die mit der Verwendung dieses Stoffgemisches einhergingen.

Verhängnisvolle Ölpest - kein Entkommen für Vögel
Verhängnisvolle Ölpest - kein Entkommen für Vögel

Kohlenstoffdioxid, nicht das einzige Problem des Erdöls

  • Der Klimawandel steht in direktem Zusammenhang mit dem größer gewordenen Anteil des Kohlenstoffdioxids in der Atmosphäre. Maßgeblich für den massiven Anstieg dieses Stoffes ist die Verbrennung von fossilen Brennstoffen - Erdölen - schuld.
  • Folgerichtig bemühen sich Politiker seit geraumer Zeit darum, den CO2-Ausstoß zu minimieren, gleichzeitig werden Jahr für Jahr mehr Liter Rohöl gefördert. Hier stehen ökonomische Beweggründe denen einer nachhaltigen Politik gegenüber. Erdöl bringt demnach auch auf politischer Ebene ein enormes Konfliktpotenzial mit. Heftig diskutierte Lösungsansätze für Probleme zwischen Umwelt und Wirtschaft gehören zur Tagesordnung - mit oft schlechterem Ergebnis für erstere.
  • Schwellenländer wie China steigern ihre Wettbewerbsfähigkeit, indem sie internationale Umweltgesetze missachten und Ölprodukte verbrennen, ohne dabei entsprechende Schadstofffilter zu verwenden.
  • Hinzu kommt, dass die Knappheit der wertvollen Ressource immer mehr zunimmt, was die Situation noch weiter verschärft. Dadurch werden die Förderungsmaßnahmen trotz erhöhter Risiken weiterhin ausgebaut und die eh schon geschundene Umwelt muss weitere Rückschläge einstecken: Rücksichtslos werden neue Pipelines durch Naturschutzgebiete und gefährdete Gewässer gebaut.

Weitere Probleme durch Erdöl

  • Etwa 100.000 Tonnen Erdöl gelangen durchschnittlich pro Jahr ins Meer. Diese Menge erscheint klein im Vergleich zu den gewaltigen 30 Milliarden Barrel, die jährlich gefördert werden, dennoch sind die Auswirkungen verheerend.
  • Interessanterweise sind dabei nicht wie zu erwarten die spektakulären Unfälle bei Havarien von großen Öltankern oder Unfällen auf Bohrinseln die Hauptverursacher, sondern der von Land aus meist über Flüsse eingeleitete Anteil. Je nach Ökosystem ist das Öl für die verschiedenen Lebewesen ganz besonders tödlich. Hervorzuheben sind hier die Korallenriffe, deren Lebenschancen bei Verschmutzung mit Erdöl gegen null gehen.
  • Ebenso sind fast alle Tiere, die mit dem Öl in Berührung kommen, kaum mehr zu retten. Vögel, Fische und andere Meerestiere sterben massenweise, wenn wieder einer der größeren Öltanker leckt. Alle paar Monate beginnt der verzweifelte Kampf der Tierschützer gegen die fast unaufhaltbaren Ölmassen auf das Neue.

Weder die Ölförderung noch die Weiterverarbeitung des Erdöls ist im Moment mit dem Verlangen einer nachhaltigen Politik zu vereinen. Wenn weiterhin so viele Tiere und Pflanzen diesem Brennstoff zum Opfer fallen und sich die Menschen bis zum Tod um die verbliebenden Vorräte bekriegen müssen, kann in keinster Weise von einer guten Energiequelle gesprochen werden. Einen Lichtblick unter all diesen Problemen ergibt sich aber dennoch, wenn man die Begrenztheit des Erdöls in Betracht zieht. So müssen sich die Energielieferanten auf kurz oder lang auf erneuerbare Energien umstellen, spätestens dann, wenn kein Öl mehr gefördert werden kann.

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