Eisenmangel ist eine weit verbreitete Mangelkrankheit – auch in westlichen Industrieländern. Insbesondere Frauen und Vegetarier kennen das Gefühl von Leistungsschwäche und die ständige Erschöpfung, die ihrem Kreislauf zu schaffen macht. Daneben kann Eisenmangel aber auch zu Kopfschmerzen, Haarausfall, und Magen-Darm-Störungen führen. In starker Ausprägung kann er sogar die Blutneubildung verhindern.
- 30.06.2010 Christine Bärsche
- Eisenmangel sollte auf jeden Fall vom Arzt mittels Blutuntersuchung diagnostiziert werden um auszuschließen, dass Ihre Erschöpfung auf andere Ursachen zurückzuführen ist.
- Ein durchschnittlicher Erwachsener benötigt täglich 1-2mg Eisen; von durch Nahrung zugeführtem Eisen kann der menschliche Körper jedoch nur maximal 10% aufnehmen, Sie müssen also das zehnfache des täglichen Bedarfs zuführen.
- Akuter Eisenmangel sollte mit einer Kombination aus Eisenpräparaten (fragen Sie Ihren Arzt nach für Sie geeigneten Produkten) und speziell eisenhaltiger Ernährung behandelt werden. Beachten Sie: um Ihren „Eisenspeicher“ wieder aufzufüllen benötigt Ihr Körper in der Regel mehrere Monate – dauerhafte Abhilfe schaffen Sie nur mit einer konsequenten Ernährungsumstellung!
- Grundsätzlich gilt: Ihr Körper kann Eisen aus der täglichen Nahrung besser verwerten – die Eisenpräparate sind daher tatsächlich eher als Ergänzung zu betrachten.
- Wichtig: Eisen pflanzlichen Ursprungs (beispielsweise Rote Beete oder Hülsenfrüchte) unterscheidet sich von Eisen tierischen Ursprungs (etwa aus Fleisch, Geflügel, Fisch): ersteres kann im Darm nur schwer aufgebrochen, d.h. verarbeitet werden; bei einer vegetarischen Ernährung sollten Sie unbedingt darauf achten, entsprechend größere Mengen der Eisenlieferanten zu sich zu nehmen und verstärkt Milchprodukte konsumieren: diese enthalten zwar nur geringere Mengen Eisen; selbiges kann dafür leichter aufgenommen werden. Ergänzend können Sie die Aufnahme eisenhaltiger Produkte durch die Kombination mit Vitamin-C erhöhen.
- Vermeiden Sie gerbsäurehaltige Produkte (schwarzer/ Grüner Tee, Wein und Weintrauben), Knoblauch und Zwiebeln: diese verhindern die Aufnahme zugeführten Eisens ins Blut.
Ernährungsumstellung - folgende Lebensmittel sind reich an Eisen:
- Fleisch: Geflügel, Rind- und Schweinefleisch
- Fisch: vor allem Thunfisch (Achtung: vom Aussterben bedroht!) und Lachs. Auch Austern haben einen relativ hohen Eisengehalt.
- Gemüse: Kohlsorten (Rosenkohl, Wirsing), Rote Beete, Hülsenfrüchte (Erbsen, Linsen, Prinzessbohnen), Spinat, Feldsalat, Karotten
- Obst: „Rote Früchte“ (Erdbeeren, Johannisbeeren); im Drogeriemarkt oder Reformhaus können Sie eisenhaltige Säfte kaufen (Bei der Babynahrung)
- Pilze: besonders Pfifferlinge und (getrocknete) Steinpilze
- Kräuter: Grüne Minze, Petersilie, Thymian
- Nüsse und Kerne: Sesam, Haselnüsse, Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne, Mohn
- Getreide: Amaranth, Hirse, Haferflocken, Sesam, Weizenkleie, Roggenvollkorn, Knäckebrot und Roggenbrot (Vollkornprodukte sind Weißmehlprodukten grundsätzlich vorzuziehen)