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Ein zweites Ohrloch stechen lassen

Modisch bewusste Menschen lassen sich häufig ein zweites Ohrloch stechen, manches Mal sogar ein drittes. Dies sieht schön aus, benötigt aber auch etwas mehr Pflege. Auf was sollten Sie achten, wenn Sie sich dafür entscheiden, sich ein zweites Ohrloch stechen zu lassen?

Ein zweiter Ohrring sieht gut aus.
Ein zweiter Ohrring sieht gut aus.

Was Sie benötigen:

  • 1 guten Piercer
  • ausführliche Beratung
  • echten Schmuck zum Austausch nach dem Heilungsprozess

In der Regel wird ein zweites Ohrloch über das erste Ohrloch gestochen. Nicht immer aber funktioniert das so, wie Sie es sich vorgestellt haben.

Ein zweites Ohrloch stechen lassen

  • Um ein zweites Paar Ohrringe einhängen zu können, müssen Sie sich in jedes Ohr noch ein Loch schießen oder stechen lassen. Dabei sollten Sie darauf achten, dass das Ohrloch nicht zu nahe am ersten Ohrloch liegt und zudem am linken und rechten Ohr den gleichen Abstand zu ersten Ohrloch haben.
  • Daneben gibt es verschieden Stellen am Ohr an denen Sie sich Ihr zweites Ohrloch stechen lassen können: Das klassische Ohrloch nennt man Lobe und es befindet sich unten im Ohrläppchen. Meist kann man sein zweites Ohrloch ebenfalls im Ohrläppchen, aber etwas darüber stechen lassen ("normales" Piercing).
  • Möchten Sie einen Ohrring an der Ohroberkante haben, so nennt man diese Piercing Helix. Möchten Sie zwei Löcher in der Ohroberkante gegenüberliegend, so kann man hier ein Industrialpiercing einführen, das ist ein Stab, der an zwei gegenüberliegenden Helixlöchern eingeführt und dahinter mit je einer kleinen Kugel verschlossen wird.
  • Wenn Sie in Ihr inneres Ohr greifen und an der inneren oberen Ohrmuschel den Knorpel ertasten, können Sie hier ebenfalls Ihr zweites Loch postieren. Dieses Piercing durch die Antihelix nennt man Rook. Hier wird als Schmuck anschließend ein Barbell eingesetzt. In diesem Fall eine spezielle Form davon, das Mikro Curved Barbell , da dieses Barbell weniger Druck auf den Knorpel ausübt, als die normale Form. 
  • Etwas unter dem ersten Ohrknorpel befindet sich noch einer, hier wird das Daith gestochen. Er liegt waagrecht unter der Antihelix. Am Eingang des Gehörgangs befindet sich auch ein gut greifbarer Knorpelfortsatz. Vielleicht möchten Sie Ihre zweites Ohrloch lieber hier anlegen? Dieses Piercing nennt man Tragus.
  • Parallel zur Ohrkante befindet sich auch noch eine Knorpelauswölbung. Hier können Sie ein Snug stechen lassen.
  • Lassen Sie sich ein Loch direkt in die Ohrmuschel stechen, so haben Sie sich ein Conch stechen lassen und in dem Knorpelfortsatz genau über dem Ohrläppchen lassen Sie sich ein Anti-Tragus stechen.

Zweitpiercing an der richtigen Stelle des Ohrläppchens anbringen

  • Überlegen Sie sich gründlich, wohin das Loch gesetzt werden soll, es bestimmt nämlich entscheidend Ihren äußeren Ausdruck.
  • Alle beschriebenen Locharten werden trotz moderner und verbesserter Techniken immer noch wie bisher auf herkömmliche Art und Weise mit einer Lochpistole geschossen.
  • Auch bei den zweiten Ohrlöchern wird zunächst ein medizinischer Ohrring eingesetzt, der bis zum Abheilen der Wunde im Piercingloch verbleibt. Dieser Heilungsprozess kann mehrere Wochen bis Monate dauern. Im Inneren des Ohrlochs bildet sich während des Heilungsprozesses ein Hautschlauch, der das eigentliche Ohrloch bildet und sich mit der Außenhaut des Ohres innen und außen verbindet.
  • Ist Ihr zweites Ohrloch abgeheilt, beispielsweise das Lobe, so kann es vorsichtig gedehnt werden, damit Sie größeren Schmuck einsetzen können. Meiden Sie aber das Tragen von zu schwerem Schmuck, da hier das Ohrloch ausreißen kann und Schlitzohrläppchen entstehen können, die Sie dann wieder operativ korrigieren lassen müssen.

Am besten Sie lassen sich gut in einem renommierten Piercingstudio über die verschiedenen Formen beraten. Wählen Sie aber zunächst immer ein kleines leichtes Piercing, um kein Druckgeschwür an der Einstichstelle auszulösen.

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