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Ein Verbundrohr richtig anbringen

Verbundrohre werden vor bei Um- und Anschluss von Heizungs- und Sanitätanlagen benötigt, sodass nur die wenigsten sich tatsächlich trauen, selbst Hand anzulegen, sondern meist den Handwerker rufen. Dabei ist das Anbringen eines Verbundrohres im Grunde keine große Sache und es würde Sie nicht einmal viel Zeit kosten, es selbst zu erledigen. Wie Sie sich einen Haufen Geld sparen und ein Verbundrohr richtig anbringen, erfahren Sie hier.

Verbundrohre braucht man beispielsweise für Heizungen.
Verbundrohre braucht man beispielsweise für Heizungen.

Was Sie benötigen:

  • Kalibrierwerkzeug
  • Rohrschneider für Kunststoffrohre
  • Euroadapter
  • Stützkörper
  • Überwurfmutter
  • Rohrzange
  • Schutzrohr
  • Messingwinkel
  • Biegehilfe
  • Dämmmaterial

Verbundrohr an Heizungen anbringen

Generell punkten Aluminium-Verbundrohre nicht nur durch ihre stabile Form, sondern weisen zudem hohe chemische Beständigkeit auf und sind damit beinahe vollständig sauerstoffdiffusionsdicht, sodass im Heizungsbereich vor allem das Korrosionsrisiko verringert wird. Die Installation von Verbundrohren folgt dabei im Grunde immer demselben Schema:

  1. Zunächst sollten Sie die Befestigungspunkte des Heizkörpers anzeichnen und schließlich bohren, um die Heizungshalterungen anschrauben zu können. Ist das erledigt, so achten Sie beim Anbringen des Heizkörpers darauf, dass Sie die Halterung möglichst waagrecht ausrichten.
  2. Anschließend hängen Sie den Heizkörper in die angebrachte Halterung ein und justieren ihn so senkrecht wie möglich. Schrauben Sie nun oben vorderseitig einen Entlüftungsstopfen in den Heizkörper und versehen Sie ihn hinterseitig mit dem eingedichteten Rohrbogen des Thermostatventils, bevor Sie an seinem unteren Ende einen Blindstopfen eindrehen.
  3. Nun bringen Sie das Thermostatventil direkt an den Rohrbogen an und schrauben es fest. Das aufgedichtete Zweitrohrventil schrauben Sie unten an den Heizkörper, sodass sich zwischen die zwei Ventile schließlich ein Umführungsrohr einpassen lässt, dessen Länge Sie nach dem Einpassen anzeichnen.
  4. Auf das Umführungsrohr schieben Sie an den Seiten die Verschraubungen, sodass Sie das Rohr problemlos zwischen den beiden Ventilen anschrauben können. Gleichzeitig müssen Sie nun den Thermostatkopf auf das Thermostatventil aufsetzen und die Bogenlänge für den Anschluss des Kreuzungsfittings anzeichnen.
  5. Schließlich kürzen Sie die Bögen mit dem Rohrschneider und schließen sie durch einen Euroadapter mit dem Zweirohrventil und dem Kreuzungsfitting zusammen, bevor Sie endlich die Verbundrohrlänge zum Kreuzungsfittingsanschluss anzeichnen können.
  6. Die Verbundrohre werden anschließend mit einer Rohrschere für Kunststoff abgeschnitten und kalibriert. Merken Sie sich, dass hierfür einzig ein Kalibrierwerkzeug infrage kommt, dessen Dorn Sie dabei ins Rohr einschieben und mehrmals herumdrehen. Erst nach dem Kalibrieren kann der Euroadapter für Verbundrohre auf das Rohr geschoben werden.
  7. Nun schrauben Sie das Rohr mit dem Euroadapter an den Kreuzungsfitting fest und legen dessen Leitung bis zum nächsten Heizkörper. Für die schönere Optik lassen sich die Rohrleitungen am Ende mit einer Sockelleiste verdecken.

Montage des Rohres an Wasseranschlüssen

Die Montage muss in einem solchen Falle an Vorwandelementen oder Leichtbauwänden erfolgen, wo zunächst der Armaturenanschluss, für Dusche, Badewanne oder Waschbecken aufgeschraubt werden kann. Anders als im Heizungsbereich wird eine Biegefeder über das Rohr geschoben,sodass sich auch Raumecken damit umlegen lassen. Ist das passiert, muss die Biegehilfe selbstverständlich wieder entfernt werden.

  1. Für den Leitungsanschluss an die Vorwanddose muss eine Spezialschere benutzt werden und Sie sollten nicht einfach mit der Säge wild anfangen, zu arbeiten. Wie schon zuvor im Heizungsbereich müssen Alu-Verbundrohre immer mit einer Rohrschere extra für Kunststoffrohre gekürzt werden. Auch das Kalibrieren aller Schnittstellen darf erneut nicht vergessen werden.
  2. Schließlich schieben Sie sowohl Wanddosenunterteil wie auch Überwurfmutter und Euroadapter auf das Rohr hinauf und setzen anschließend einen Stützkörper und zuletzt den Messingwinkel darüber. Die Überwurfmutter sollte dabei so fest angezogen werden, dass mit dem Klemmring eine wirklich dichte und extrem enge Verbindung entsteht, sodass später kein Wasser austreten kann.
  3. Den Messingwinkel und das Wanddosenunterteil verbauen Sie nun ins Ständerwerk und schrauben alles miteinander fest, sodass Sie den weißen Abdrückstopfen jetzt wieder herausnehmen können.Die Wanddose setzen Sie daraufhin mit dem Querstrang in Verbindung, wobei wohl ein T-Fitting für den Anschluss ratsam sein wird, um die Länge ganz genau übernehmen zu können.
  4. Die angelegten Rohre schneiden Sie immer im 90-Grad-Winkel und so sauber wie möglich zu. Wenn Sie die zugeschnittenen Rohre nun am T-Stück festmachen, sollten Sie zuvor ein Schutzrohr überstülpen, das Wärmeverlust und Kondenswasserbildung verhindert.
  5. Beim Zusammenstecken können Sie das T-Stück mit der Rohrzange festhalten, sodass die Überwurfmutter einfacher festgezogen werden kann, deren Klemmverschraubtechnik schließlich wieder gegen das Austreten von Wasser absichern soll. Anschließend drücken Sie die Abdrückstopfen in alle noch offen liegenden Anschlüsse und füllen alle Zwischenräume mit Dämmmaterial auf. Die Kupplungsaußengewinde lassen sich leicht mit Teflonband abdichten.

Letztlich ist es für die Montage einzig wichtig, die Rohre wirklich fachgerecht zuzuschneiden und zu kalibrieren und an Verschlüssen immer darauf zu achten, dass sie wirklich eng sitzen und somit kein Wasser austreten kann. Beachten Sie beides, so sollte das nach Heimwerker-Devise verlegte Verbundrohr im Grund nicht anders sitzen als eins, das vom Handwerker angebracht wurde.

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