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Diesel zum Reinigen nutzen - so gelingt es

Diesel eignet sich aus verschiedenen Gründen zum Reinigen von Motoren und anderen Geräten. Sie sollten dabei jedoch einiges beachten, auch im Hinblick auf die Belastung der Umwelt und Ihre Sicherheit.

Diesel ist als Reinigungsmittel bedenklich.
Diesel ist als Reinigungsmittel bedenklich. © Jeger / Pixelio

Was Sie benötigen:

  • Nitrilhandschuhe

Grundsätzliches zum Reinigen mit Diesel

Diesel ist ein Gemisch aus verschiedenen Destillaten des Rohöls, die Petroleum sehr ähnlich sind. Petroleum wird in verschiedenen Reinigungsmitteln eingesetzt.

  • Produkte zum Autowaschen ohne Wasser, Autoentwachser und Maschinenreiniger bestehen zum großen Teil aus Petroleum. Das Mittel hat den Vorteil, dass es Schmutzpartikel umschließt und diese ohne die Gefahr von Kratzern weggewischt werden können. In den 60ern wurden Neuwagen mit dicken Wachsschichten bei den Händlern angeliefert, die mit Diesel oder Petroleum entfernt werden mussten.
  • Generell ist Petroleum zur Reinigung von Kunststoffen und Lacken gut geeignet, es löst Fette und Wachse. Sie müssen die Oberflächen nur mit einem in dem Lösungsmittel getränkten Tuch abwischen.
  • Petroleum löst viele Wachse und Fette, auch Ölkohle und Ölschlamm. Aus diesem Grund können Sie damit auch Motoren von innen reinigen. Lassen Sie das Motorenöl ab und füllen Sie Diesel ein. Nun muss der Motor einige Minuten bei Leerlaufdrehzahlen laufen. Entfernen Sie den verschmutzten Kraftstoff aus den Ölleitungen des Motors, wechseln Sie den Ölfilter und füllen Sie frisches Motorenöl ein.

Das sollten Sie besonders beachten

  • Diesel enthält einen großen Anteil Petroleum, ist aber kein reines Petroleum. Besonders moderne Kraftstoffe enthalten viele Zusätze, von denen Sie nie wissen können, wie sie bei der Reinigung wirken. Aus diesem Grund sollten Sie die beschriebene Motorreinigung besser nur mit Mitteln durchführen, die zu dem Zweck zugelassen sind.
  • Auch für die Reinigung von Oberflächen ist der Kraftstoff nicht unbedingt geeignet, denn diesem ist meist Biodiesel beigemischt. Dieser schränkt die Reinigungswirkung ein.
  • Kraftstoff und reines Petroleum riechen penetrant und sind umweltschädlich. Reste dürfen nicht ins Abwasser geschüttet werden. Sie sollten damit verschmutzte Lappen nicht auswaschen, sondern diese gemäß den örtlichen Vorschriften entsorgen.
  • Bedenken Sie, dass es sich um ein giftiges Reinigungsmittel handelt. Es kann beim Verschlucken oder bei Inhalation sogar tödlich wirken. Tragen Sie unbedingt Schutzhandschuhe und arbeiten Sie nur in gut gelüfteten Räumen.
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