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Die Rekrutenbesichtigung erfolgreich bestehen - so vermeiden Sie Probleme mit den Vorgesetzten

Als Rekruten bezeichnet die Bundeswehr Soldaten, die in der Allgemeinen Grundausbildung (AGA) mit den Fähigkeiten und Fertigkeiten eines Soldaten vertraut gemacht werden. Am Ende der AGA steht die Rekrutenbesichtigung, ein anderer Name für die praktische Prüfung der Soldaten. Hier müssen sie alle gelernten Fähigkeiten beweisen, um letztendlich die Grundausbildung zu bestehen.

Bei der Rekrutenbesichtigung stehen Sie auf dem Präsentierteller und müssen sich beweisen.
Bei der Rekrutenbesichtigung stehen Sie auf dem Präsentierteller und müssen sich beweisen.

Was Sie benötigen:

  • Einberufungsbescheid zur AGA
  • Teilnahme an der Rekrutenbesichtigung
  • Spaß an der Ausbildung
  • keine Angst

Verlauf einer Rekrutenbesichtigung

  • Die Rekrutenbesichtigung ist nur ein Teil des erfolgreichen Bestehens der AGA. Sie als Rekrut müssen die erfolgreiche Teilnahme an der Sanitätsausbildung und der allgemeinen Wachausbildung nachweisen.
  • Sie haben eine umfangreiche Waffen- und Schießausbildung an Gewehr, Pistole und Maschinengewehr erfahren und nach Abschluß dieses Ausbildungsabschnittes die vorgeschriebenen Schießübungen mit Gewehr und Pistole erfüllt, deren schriftlichen Nachweis Sie erhalten haben.
  • Was in der Rekrutenbesichtigung geprüft wird, entscheidet der Kompaniechef. Im Allgemeinen ist es so, dass die Kompanie für mehrere Tage auf den Standort- oder Truppenübungsplatz verlegt wird, da Sie als Rekrut hier die beste Gelegenheit haben Ihre neu erworbenen Fähigkeiten zu beweisen.
  • Die Ausbilder bewerten Sie von Anfang an. Wie verhalten Sie sich beim Aufbau eines Lagers, was machen Sie bei einem verletzten oder angeschossenen Kameraden? Wie verhalten Sie sich bei einem Feuerüberfall oder ABC-Alarm?
  • Was müssen Sie beachten, wenn Sie als Melder eingesetzt werden oder an Kfz-Kontrollpunkten eine korrekte Fahrzeugkontrolle durchführen sollen? Wie verhalten Sie sich auf einem Marsch im Gelände und wie orientieren Sie sich in unbekanntem Terrain? - All dies sind Fragen, mit denen Sie bei der Rekrutenbesichtigung konfrontiert werden können.

Probleme mit den Vorgesetzten bei der Besichtigung vermeiden   

  • Die Teilnahme an der Rekrutenbesichtigung setzt voraus, dass Sie an den entsprechenden Ausbildungsabschnitten teilgenommen haben.
  • Es ist durchaus möglich, dass Sie die Grundausbildung wiederholen müssen, weil Sie sie nicht bestanden haben. Krankheit ist kein Grund, dass Sie von der Wiederholung befreit werden. Es gab schon Soldaten, die Ihre komplette Dienstzeit in der AGA verbracht haben.
  • Sie haben die Möglichkeit, vor der Rekrutenbesichtigung Defizite in der Ausbildung auszugleichen. Die Vorgesetzten werden Ihnen jede Hilfestellung geben, damit Sie Ihr Ausbildungsziel erreichen. Sie müssen aber aktiv mitwirken und zeigen, dass Sie den entsprechenden Willen haben.
  • Es kann möglich sein, dass Sie sich länger verpflichten wollen. Ohne bestandene Rekrutenbesichtigung haben Sie nur noch eine Chance, diese nachzuholen. Verpatzen Sie diese Chance, ist es mit dem Status als Zeitsoldat vorbei.
  • Sie müssen aber auch nicht Ihrem Vorgesetzten in einen bestimmten Körperteil kriechen. Ihre Vorgesetzten bewerten ein solches Verhalten äußerst negativ. Geben Sie sich so, wie Sie es auch im Privatleben machen. Wenn Sie gefragt werden, antworten Sie ungezwungen und frei, aber höflich.
  • Spielen Sie nicht mit dem Gedanken statt Zeit auf dem Truppenübungsplatz zu verbringen lieber krank zu sein; setzen Sie alles daran mitzufahren. Betrachten Sie diese Tage einfach als Campingurlaub in Dackelhütten, ein Erlebnis, dass Sie als Wehrpflichtiger bestimmt nie wieder machen werden. Und denken Sie daran, dass Ihre Vorgesetzten auch frieren, wenn Sie frieren.
  • Sie bilden eine Einheit und da kommt es auf jeden an. Zeigen Sie Ihren Vorgesetzten, dass Sie auch ein Gemeinschaftsgefühl haben und dass Sie, selbst wenn Sie öfters krank waren, ein Teil dieses Ganzen sind.

Wenn Sie dies beherzigen, brauchen Sie keine Prüfungsangst zu haben. Ihre Ausbilder werden Ihnen manche Hilfestellung geben.

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