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Definition von "naiv" - so verstehen Sie das Adjektiv richtig

Es könnte naiv sein, wenn man meint zu wissen, was "naiv" genau bedeutet, ohne sich vorher genau über die Bedeutung dieses Adjektivs informiert zu haben. Eine kurze Definition des Wortes, welche die verschiedenen Bedeutungsebenen berücksichtigt, sollte zum besseren Verständnis in jedem Fall nützlich sein.

Manchmal ist Naivität genial.
Manchmal ist Naivität genial.

Eine einfache Definition des Adjektivs

Meistens wird das Adjektiv naiv in einem negativen Sinne verwendet. Betrachtet man allerdings die Herkunft des Wortes, wird klar, dass es nicht unbedingt nur schlecht ist, manchmal naiv zu sein.

  • Das Wort naiv kommt von dem französischen Adjektiv "naïf, was so viel wie töricht oder einfältig, aber auch kindlich oder unschuldig bedeuten kann.
  • Im heutigen Sprachgebrauch wird in der Regel jemand als naiv bezeichnet, der besonders leichtgläubig ist und sich dadurch schnell hinters Licht führen lässt.
  • Diese Definition verdeutlicht den Zusammenhang der beiden Bedeutungsebenen: Bei denjenigen, die sich durch mangelnden Argwohn und Leichtgläubigkeit auszeichnen, handelt es sich in den allermeisten Fällen um Kinder. 

Naivität bei Kindern und Erwachsenen

  • Kinder werden normalerweise nicht im negativen Sinne als naiv wahrgenommen. Vielmehr gelten sie als unschuldig, da sie oftmals noch gar nicht wissen können, das vieles nicht so ist, wie es erscheint.
  • Der Begriff "dominant" wird relativ häufig verwendet, sei es in Fachbeiträgen, …

  • Nennt man einen Erwachsenen naiv, bringt man implizit damit zugleich die Meinung zum Ausdruck, dass derjenige oder diejenige es eigentlich besser wissen könnte, sich aber aus bestimmten Gründen nicht darum bemüht.
  • Dennoch kann das Adjektiv auch hier eine positive Konnotation haben. Nämlich dann, wenn dadurch betont wird, dass jemand sich zusätzlich (!) zu seinem Wissen eine kindliche Weltsicht bewahrt hat und dem Leben mit Offenheit gegenübersteht.

Anhand dieser Definition können Sie sehen, dass die Bedeutung des Wortes nicht immer von vornherein klar ist, sondern von dem jeweiligen Zusammenhang abhängig ist. Um Missverständnisse zu vermeiden, sollten Sie sich daher selbst genau darüber im Klaren sein, was Sie mit dem Wort eigentlich sagen wollen.

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