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Brennspiritus richtig und sicher verwenden

Brennspiritus wird für vieles verwendet, oft als Grillanzünder, aber auch, um damit Rechauds zu beheizen. Leider gehen viele unachtsam damit um und es geschehen immer wieder Unfälle.

Brennspiritus muss mit Umsicht behandelt werden.
Brennspiritus muss mit Umsicht behandelt werden.

Was Sie benötigen:

  • Sicherheitsbewusstsein
  • Kenntnisse über Brennspiritus

Sicherheit beim Umgang mit Brennspiritus im Rechaud

  1. Verwenden Sie Brennspiritus nur in Rechauds, die für den Einsatz von flüssigem Brennspiritus gedacht sind, und füllen Sie niemals solche damit auf, die für Brennpasten konzipiert worden sind. Füllen Sie auch keine Dosen von Brennpaste mit flüssigem Brennspiritus auf.
  2. Achten Sie darauf, dass Geräte, die mit Brennspiritus betrieben werden, kippsicher auf einer feuerfesten Unterlage stehen. Halten Sie den Deckel des Rechauds bereit für den Fall, dass Sie dieses schnell löschen müssen. Achten Sie darauf, dass kein Fett in die Flamme des Brennspiritus tropfen kann oder die Flamme vom Spiritus aus ins Fett schlagen kann. Sollte Fett in Brand geraten, schließen Sie den Topf oder die Pfanne mit einem Deckel.
  3. Versuchen Sie brennenden Spiritus oder brennendes Fett niemals mit Wasser zu löschen, Sie verteilen damit die Flammen, statt diese zu löschen.
  4. Füllen Sie Rechauds nur im kalten Zustand auf, niemals im warmen. Die Restwärme langt manchmal, um den Spiritus zu entzünden. Auch muss sichergestellt sein, dass die Flamme erloschen ist. Achtung: Die Spiritusflamme ist nahezu unsichtbar.
  5. Füllen Sie nicht aus der Flasche auf, sondern gießen den Spiritus erst in ein Glas und von da aus in das Rechaud. So verhindern Sie, dass die Flasche in Brand gerät bzw. explodiert, wenn doch etwas schiefgeht.

Grillen und Alkohol zum Anzünden

Brennspiritus ist kein Grillanzünder, das sollte eigentlich jedem bekannt sein. Wenn Sie trotzdem den Grill damit anzünden wollen, beachten Sie Folgendes:

  1. Tränken Sie ca. 10x10x10 cm große Holz- oder Holzkohlstückchen in einer Schale mit Brennspiritus und legen diese auf den Boden des Grills. Legen Sie darüber kleine Holzkohleteile und darüber größere, normale Holzkohle. Schieben Sie einen Streifen Zeitungspapier so zwischen die Kohle, dass dieser bis zu den mit Brennspiritus getränkten Stücken reicht.
  2. Geben Sie ein paar Tropfen Brennspiritus auf diese Zeitung und stellen die Flasche und die Schale mit dem Brennspiritus aus der Reichweite des Grills und Ihrer Gäste!
  3. Zünden Sie nun mit einem langen Streichholz den Papierstreifen an und warten ab. Da die mit Brennspiritus getränkte Kohle unten liegt, kann das Feuer sich so gut von unten nach oben durcharbeiten.
  4. Helfen Sie dem Feuer mit Luft, die Sie aus einem Föhn, einem kleinen Ventilator oder mit einem Fächer ins Feuer pusten.
  5. Schütten Sie unter keinen Umständen weiteren Brennspiritus auf den Grill, denn kleinste Glutnester können verheerende Folgen haben. Egal, was die Gäste sagen: Bleiben Sie hart und halten den Brennspiritus unter Verschluss, die meisten Unfälle passieren, wenn Brennspiritus nach dem Anzünden auf einen Grill gegossen wird.
  6. Einmal entzündet kommt das Feuer schon in Gang, also haben Sie Geduld und lassen es gut durchbrennen. Erst, wenn die Kohle komplett mit weißer Asche überzogen ist, gehört Grillgut auf den Grill.

Brennspiritus riecht schlecht, weil er mit einem Vergällungsmittel versetzt worden ist, und schmeckt bitter, weil ihm Denatoniumbenzoat zugesetzt worden ist. Dieser Stoff verdunstet erst bei entsprechend hohen Temperaturen. Es ist nicht auszuschließen, dass Reste davon noch während des Grillens von der Holzkohle an das Fleisch abgegeben werden. Torftabletten oder Papier sind daher bessere Grillanzünder als Brennspiritus.

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