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Blut hämolytisch - Erklärung

Hämolyse bedeutet, dass die roten Blutkörperchen zerfallen. Dies kann bei verschiedenen Krankheitserregern der Fall sein, aber auch bei anderen Vorgängen wie der hämolytischen Anämie. Bei den Erregern muss unterschieden werden zwischen alpha-, beta- und gammahamolysierenden Keimen.

Bei Bluttransfusionen kann es zur Hämolyse kommen, wenn die Blutgruppen nicht beachtet werden.
Bei Bluttransfusionen kann es zur Hämolyse kommen, wenn die Blutgruppen nicht beachtet werden.

Das bedeutet Hämolyse des Blutes

  • Ein Erythrozyt ist von einer Zellmembran umgeben, die ihn in seiner Form hält und nach außen hin abschließt. Innen enthält er Hämoglobin. Bei hämolytischen Vorgängen löst sich die Zellmembran auf und das Hämoglobin kann austreten. Der Erythrozyt wird dabei natürlich zerstört.
  • Hämolyse kann - wenn der Zerfall der roten Blutkörperchen in größerem Maße auftritt - zu einer Anämie führen. Die roten Blutkörperchen erreichen dabei nicht ihr normales Alter von etwa 120 Tagen, sondern werden früher abgebaut oder zerstört. Anämie bedeutet ein Absinken der Erythrozytenzahl im Blut unter die Normwerte.

Beispiele für hämolytische Vorgänge

Hämolytische Vorgänge können verschiedene Ursachen haben. Hier seien einige vorgestellt.

  • Bestimmte Erreger, zum Beispiel Streptokokken, können eine Hämolyse auslösen. Es wird zwischen drei Hämolysearten unterschieden: Bei der Alphahämolyse wird das Hämoglobin in Methämoglobin umgebaut. Erkannt wird dies durch grüne Höfe um eine Bakterienkultur im Labor. Betahämolyse löst das Hämoglobin vollständig auf - es entstehen weiße Höfe um die Bakterienkultur. Bei der Gammahämolyse geschieht tatsächlich keine Einwirkung auf die Erythrozyten. Die drei Formen werden herangezogen, um Bakterien voneinander abzugrenzen.
  • Bei der Malaria geschehen hämolytische Vorgänge. Die Plasmodien vermehren sich in den roten Blutkörperchen und zerstören diese schließlich.
  • Die roten Blutkörperchen können auch mechanisch geschädigt und so abgebaut werden. Dies kann zum Beispiel bei künstlichen Herzklappen der Fall sein oder auch bei Gefäßveränderungen.
  • Zur Hämolyse kommt es auch bei angeborenen Anämieformen. Hier seien die Sichelzellanämie und die Kugelzellanämie genannt. Die Erythrozyten haben eine pathologische Form und werden daher von der Milz schneller abgebaut. Daher gehen vermehrt Erythrozyten verloren und es kommt zur Anämie.
  • Hämolyse kann ferner toxisch ausgelöst werden, zum Beispiel durch Gifte von Schlangen oder Insekten.
  • Hämolyse kann außerdem eine Komplikation bei Bluttransfusionen sein, wenn eine falsche Blutgruppe gegeben wird. Außerdem kann eine rhesusnegative Mutter eine Hämolyse im Kind auslösen, wenn sie ohne Behandlung ein zweites rhesuspositives Kind bekommt.
  • Hämolyse geschieht aber auch ganz physiologisch in der Milz, wenn hier die überalterten Erythrozyten nach etwa 120 Tagen abgebaut werden. Unter normalen Umständen werden aber im Knochenmark ausreichend rote Blutkörperchen nachgebildet, sodass ein Gleichgewicht zwischen Auf- und Abbau der Erythrozyten herrscht.
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