Alle Kategorien
Suche

Bambus wird gelb - was tun?

Wird ein Bambus gelb, hat dies meist harmlose Ursachen. Nur manchmal müssen Sie den Pflanzen helfen, um einen größeren Schaden zu vermeiden.

Bambus sollte richtig gepflegt werden.
Bambus sollte richtig gepflegt werden.

Gelbe Blätter - im Herbst normal

Der echte Bambus gehört zu den Süßgräsern und kommt in vielen verschiedenen Färbungen vor. Einige der Gräser haben gelbliche Blätter, die in einem sonnigen Garten nur wenig grün zeigen. Bevor Sie in Panik geraten, sollten Sie sich informieren, ob gelb nicht vielleicht die normale Farbe dieser Bambusart ist.

Die meisten Bambussorten werfen im Herbst oder Winter Blätter ab. Dabei verfärben diese sich zunächst gelb. Dieser Vorgang ist normal. In der Regel sind nur die unteren Blätter betroffen, während der Rest der Pflanze grün bleibt.

Bambus - passenden Standort wählen

Die in Deutschland weitverbreitete Sorte Fargesia braucht einen hellen und sonnigen Standort. Das gilt auch für den Zimmerbambus, der auch als Seychellengras, Bonsai-Bambus oder Bambusgras bezeichnet wird. Bambusgras ist aber kein echter Bambus.

Ein sonniges Fenster ist in der Regel eine schlechte Wahl. Die Sonne brennt durch das Glas stärker als im Freien. Der Bambus bekommt Brandflecken und kann eingehen.

Alle Bambussorten benötigen einen nährstoffreichen und durchlässigen Boden. Ist der Boden zu fest, bilden sich keine Haarwurzeln. Die Pflanze kann sich nicht mit Nährstoffen und Wasser versorgen. Lockern Sie den Boden mit einer Grabgabel auf, bevor Sie die Pflanze einsetzen. 

Kümmernde und gelbe Bambuspflanzen bringen Sie schnell in Schwung, wenn Sie diese aus dem Erdreich nehmen und den Boden locken. Fügen Sie vor dem erneuten Einsetzen etwas Sand hinzu.

Den Bambus pflegen

Der echte Bambus zeigt genau an, wann er Wasser braucht. Die Blätter rollen sich leicht zusammen und werden gelblich. Das ist der richtige Zeitpunkt zum Gießen. Wer das beachtet, gibt der Pflanze genau die richtige Wassermenge.

Im Garten können ein schwerer Boden und regnerisches Wetter zu Staunässe führen. Hier hilft nur, den Boden zu lockern und unter dem Bambus eine Lage Kies im Erdreich auszubringen.

Bambus braucht Dünger, diesen kann er nur zusammen mit Wasser ausnehmen. Der beste Zeitpunkt zum Düngen ist während eines Regengusses oder zusammen mit viel Wasser beim Gießen.

Im Garten sind alle Bambussorten wenig anfällig für Schäden durch zu große Nässe, da die Gräser recht robust sind. In Kübeln kann Staunässe zum Problem werden. Verwenden Sie nur Pflanzgefäße mit einem Abzugsloch, aus dem überschüssiges Wasser abfließt.

Stellen Sie Ihren Bambus niemals in einen Übertopf, sondern auf einen Untersetzer. In Ziertöpfen sehen Sie nicht, wenn der Pflanztopf im Wasser steht. Schütten Sie aus den Untersetzern das Wasser spätestens zwei Stunden nach dem Gießen weg.

Schädlinge und Krankheiten der Pflanze

Bambus ist von Natur aus robust und wird so gut wie nie von Schädlingen heimgesucht. Schauen Sie trotzdem genau hin. Blattläuse, Schildläuse und Wollläuse erkennen Sie mit dem bloßen Auge. Es sind grüne oder schwarze Tierchen beziehungsweise weiße oder braune erhabene Punkte. Silbrig helle Zellen an der Blattoberseite und schwarze Kotkrümel an den Unterseiten sind Anzeichen für Milben und Tripsen.

In der Regel genügt es, den Bambus mit einer Lösung aus je zehn Milliliter Spülmittel und Spiritus auf einen Liter Wasser zu übersprühen. Ferner sind Marienkäfer, Raubmilben oder Florfliegen einen gute Hilfe.

Gelbe Blätter bei gleichzeitig grünen Blattnerven sind ein Zeichen von Chlorose. Die Krankheit beruht in der Regel auf Eisen- oder Stickstoffmangel. Ein hochwertiger Bambusdünger hilft. Achtung: Falls Sie sicher sind, die Pflanze gut gedüngt zu haben, kann auch Überdüngung oder ein Pflanzenschutzmittel die Ursache für diese Krankheit sein.

Der Glücksbambus ist eine Dracaena

Die Sorten Dracaena sanderiana und Dracaena fragrans sind unter dem eingetragenen Markennamen Glücksbambus im Handel erhältlich. Diese Drachenbäume stellen völlig andere Ansprüche an die Pflege als ein Bambus. Diese Pflanzen mögen es trocken.

Wieso auch gut gepflegte Lucky Bamboo plötzlich einen gelben Stamm bekommen ist ungeklärt. Sie können Ihr "Glück" nur retten, wenn Sie den gelben Bereich sofort abschneiden. Desinfizieren Sie das Messer vor dem Schnitt mit Alkohol. Schneiden Sie lieber zu viel als zu wenig weg.

Träufeln Sie nach einigen Stunden warmes Kerzenwachs auf die Schnittfläche. Die Dracaena wird in der Regel unterhalb des Schnitts neu austreiben.

Das Wichtigste ist, nicht in Panik zu geraten, wenn Ihr Bambus gelb wird. Er ist robust und wird sich schnell wieder von seiner grünen Seite zeigen. Lediglich ein Glücksbambus ist in Gefahr, wenn er sich gelblich verfärbt. Dieser ist aber kein Bambus, sondern ein Drachenbaum.

Teilen: