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Autos aus Japan importieren - so geht's

Wenn Sie Autos aus Japan lieben, können Sie versuchen, sich einen solchen Wagen nach Deutschland zu importieren. Je nach Modell kommen aber unterschiedliche Hürden auf Sie zu.

Der Linksverkehr macht den Japan-Import bei exotischen Modellen teuer.
Der Linksverkehr macht den Japan-Import bei exotischen Modellen teuer. © Bernd_Lamprecht / Pixelio

Ein japanisches Auto kaufen

  • Eines der ersten Probleme beim Import von Autos ist das Finden eines passenden Wagens. Sie können sich nur auf die Angaben des Verkäufers verlassen. Wenn Sie jemanden in Japan kennen, lassen Sie ihn den Wagen vor dem Kauf in Augenschein nehmen. Ist das Auto erst einmal hier, haben Sie bereits viel Geld ausgegeben.
  • Nach dem Kauf müssen Sie den Transport organisieren. Das Auto wird in einen Container verpackt und auf die Schiffsreise geschickt. Der Transport dauert bis zu zwei Monate.
  • Wenn Sie nicht in einer Hafenstadt wohnen, müssen Sie auch den Transport vom Hafen zu Ihrer Heimatstadt organisieren, weil Sie den Wagen nicht sofort in Deutschland fahren dürfen.
  • Der Zoll verlangt beim Import eines gekauften Autos eine Summe, die sich aus dem Verkaufspreis errechnet.

Die Autos in Deutschland zulassen

  • Da in Japan Linksverkehr herrscht, müssen Sie Ihren Wagen zunächst an die deutsche Straßenverkehrsordnung anpassen. Sie dürfen ihn zwar als Rechtslenker fahren, müssen aber zumindest die Beleuchtung an den Rechtsverkehr anpassen. Falls das Automodell bisher noch nicht außerhalb von Japan verkauft wurde, müssen Sie mit hohen Kosten für diesen Umbau rechnen. Wenn es bereits Linkslenkermodelle gibt, können Sie von einem dieser Modelle die Ersatzteile nehmen.
  • Besprechen Sie die Zulassung des Wagens am besten schon vor dem Kauf mit einem Mitarbeiter des TÜV. Dann können Sie alle notwendigen Unterlagen besorgen, die für die Zulassung notwendig sind. Gerade bei Fahrzeugmodellen, die es in Deutschland noch nicht gibt, kann die Zulassung bis zu 2000 Euro kosten.
  • Einfacher wird die Zulassung, wenn Sie den Wagen nicht direkt aus Japan, sondern aus Großbritannien kommen lassen. Hier finden Sie viele japanische Modelle, weil der Umbau kein Problem für den britischen Straßenverkehr darstellt. Die Zulassung eines EU-Importes ist wesentlich unkomplizierter als bei einem Japan-Import.
  • Eine große Hilfe stellen auch Importeure dar, die im Auftrag ihrer Kunden einen ganz bestimmten Wagen in Japan suchen und alle Formalitäten erledigen. Sie würden den Wagen dann fast wie ein deutsches Auto kaufen können.
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