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Auto - Import aus England einfach durchführen

Englische Autos haben viele Fans. Wer ein Auto aus England auch in Deutschland fahren möchte, muss es mühevoll importieren, doch nicht immer stehen Aufwand und Nutzen eines Selbstimports in einem guten Verhältnis.

Englische Oldtimer werden besonders häufig importiert.
Englische Oldtimer werden besonders häufig importiert.

Was Sie benötigen:

  • englische Sprachkenntnisse
  • Organisationstalent
  • Grenzversicherung

Aufgrund hoher Luxussteuern sind Belgien, die Niederlande, Dänemark und Spanien besonders attraktiv für Selbstimporte, denn unterschiedlich hohe Steuersätze sind der Hauptgrund für die Preisunterschiede der Fahrzeuge. Autos aus England sind nur für Spezialisten wie beispielsweise Oldtimerfans interessant, da die Fahrzeuge dort kaum billiger sind als hierzulande. Davon abgesehen herrscht in England Linksverkehr, sodass vornehmlich Rechtslenker verkauft werden.

    Ein Auto aus England selbst importieren

    • Für den Import von Neuwagen ist England nicht attraktiv, sehr wohl aber für den Import von Oldtimern.
    • Um einen Selbstimport aus England bewerkstelligen zu können, müssen Sie die englische Sprache sicher beherrschen. Ist dies nicht der Fall, benötigen Sie ohne Zweifel einen fachkundigen und vertrauenswürdigen Übersetzer.
    • Bedenken Sie, dass Sie bei einem Selbstimport für die gesamte Transaktion selbst verantwortlich sind. Von der Suche des Fahrzeugs, über die Organisation des Transports bis zur Zulassung in Deutschland sind viele Schritte zu vollziehen. Auch dass für die Zulassung eventuell technische Veränderungen vonnöten sind, müssen Sie einkalkulieren.
    • Neben den üblichen Fahrzeugpapieren, die Ihnen beim Kauf in England vollständig ausgehändigt werden sollten (Dokument V5C bzw. V5 entspricht einem deutschen Kfz-Brief), erhalten Sie für Fahrzeuge, die nach 1996 auf den Markt kamen, das sogenannte COC (Certificate of Conformity). Mit einem solchen EU-weit geltenden Zertifikat muss Ihr Auto in Deutschland nicht  zwangsläufig als Erstes durch den TÜV abgenommen werden. Erhalten Sie kein solches Zertifikat, führt Sie der erste Weg in Deutschland zum TÜV.
    • In Deutschland angekommen, beantragen Sie eine sogenannte Unbedenklichkeitsbescheinigung beim Kraftfahrtbundesamt in Flensburg. Anhand der Fahrgestellnummer wird dort überprüft, ob das Fahrzeug in Deutschland schon zugelassen war bzw. als gestohlen gemeldet wurde.
    • Alle Dokumente (Fahrzeugpapiere im Original, Unbedenklichkeitsbescheinigung, Versicherungsnachweis, Kaufnachweis etc.) müssen für die Zulassung in Deutschland im Original vorhanden sein, Kopien werden als Basis einer Zulassung nicht akzeptiert.

    Wollen Sie das Auto selbst nach Deutschland fahren, benötigen Sie eine sogenannte Grenzversicherung. Vier Wochen können Sie das Auto dann benutzen, allerdings nur, wenn es zuvor in England angemeldet war.

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