Alle Kategorien
Suche

Auto springt bei Feuchtigkeit nicht an - was tun?

Das Auto springt nicht an und Feuchtigkeit ist anscheinend die Ursache. Kommt es immer wieder vor, dass Ihr Auto Mucken hat, wenn Feuchtigkeit herrscht, aber bei Trockenheit ohne Fehler läuft, dann sollten Sie der Ursache auf den Grund gehen, warum es nicht anspringt. Vielfach kann der Fehler mit wenigen Handgriffen abgestellt werden. Nur finden muss man ihn vorher.

Schöne alte Technik, die meist funktioniert.
Schöne alte Technik, die meist funktioniert. © PeterA / Pixelio

Was Sie benötigen:

  • Fön
  • Trockenen Lappen
  • Lupe
  • Ersatzkabel

Das Auto springt immer an, wenn es trocken ist

  • Die Problematik gibt es schon, solange es elektrische Zündanlagen gibt. Da es sich auch um Hochspannung handelt, werden an die Isolierung aller Strom führenden Teile hohe Anforderungen gestellt. Dabei geht es nicht nur um das geeignete Isoliermaterial, sondern auch um die Abdichtung gegen Umwelteinflüsse.
  • Neben Staub spielt hierbei Wasser eine wichtige Rolle. Wasser leitet Strom, und sei es auch nur in geringem Maße. Der Fachmann spricht in diesem Zusammenhang gern von "Kriechstrom". Ihr Auto springt dann nicht an, obwohl keine Ursache erkennbar ist .

Feuchtigkeit darf nicht in die Zündanlage eindringen

  • Wenn Feuchtigkeit irgendwo ein Leck findet, wird sie sich dort verbreiten. Es kommt also darauf an, die undichte Stelle in der elektrischen Anlage zu finden, die dafür sorgt, dass Ihr Auto nicht anspringt. Beginnen Sie mit der Suche an der Niedervoltanlage, die Verbindung zwischen Zündschloss und Verteiler, bzw. Zündspule.
  • Solange die Anlage noch nass ist, werden Sie evtl. fündig, wenn Sie die Kabel besonders dort kontrollieren, wo sie mit Masse in Berührung kommen können. Probieren Sie aus, ob der Fehler verschwindet, wenn Sie Kabel aus der Führung lösen, oder sie abklemmen und durch ein provisorisches Kabel gleicher Stärke ersetzen. Auch können Sie die Stelle sorgfältig abtrocknen.

Der Verteiler braucht besondere Aufmerksamkeit

  • Bei älteren Motoren liegt der Verteiler oft noch frei zugänglich unter einem Deckel. Er hat es besonders schwer, weil dort hohe Spannungen herrschen. Deshalb schauen Sie dort besonders sorgfältig hin, schon geringste Spuren von Feuchtigkeit lassen den Hochspannungsstrom seltsame Wege gehen, nämlich den des geringsten Widerstandes.
  • Eine besonders heimtückische Ursache für die Störung, ist ein Riss in einem Isolierkörper der Hochspannungsanlage. Bei einem derartigen Verdacht stellen Sie das Auto nass in einen dunklen Raum (oder bei Nacht) und kontrollieren Sie bei abgenommenen Abdeckungen die Zündanlage. Springt beim Starten irgendwo ein Funke dort über, wo er nichts zu suchen hätte, haben Sie den Fehler gefunden.

Eine gefundene, undichte Stelle beseitigen Sie professionell mit dem Einbau einer neuen Dichtung oder dem Austausch der betreffenden Teile. Als sofort machbare Lösung kommt ein Abdichten mit Silikon oder einem anderen, geeigneten Dichtmittel infrage. Hochspannungsteile lassen sich aber mit primitiven Maßnahmen nicht reparieren.

Teilen: