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Aus Baumwolle Garn spinnen - so geht's

Man kann aus verschiedenen Materialien Garn spinnen, auch aus Baumwolle. Da die Fasern ganz anders als Wolle sind, müssen Sie beim Spinnen einiges beachten. Mit der folgenden Anleitung schaffen Sie es ganz leicht.

So können Sie Baumwolle spinnen.
So können Sie Baumwolle spinnen. © Bernd_Kasper / Pixelio

Was Sie benötigen:

  • Spindel/Spinnrad
  • Baumwollfasern

Generelles zu Baumwolle und Baumwollfasern

  • Baumwolle hat eine kürzere und glattere Faser als Wolle, daher müssen Sie diese anders verspinnen als Wolle. Die Fasern überlappen weniger und verhaken sich nicht.
  • Das merken Sie beim Ausziehen der Fäden, also bei der Bewegung, mit der Sie aus dem watteartigen Material einen Faden herausziehen, der später zu einem Garnfaden gedreht wird. Wenn Sie an Wolle ziehen, entsteht ein recht großes Faserdreieck, aus dem an der Spitze der Faden herausläuft. Das Dreieck und der Faden sind recht stabil und reißfest. Bei Baumwolle müssen Sie darauf achten, dass Sie nur ein ganz winziges Dreieck herausziehen, das in einem dünnen Faden ausläuft. Dreieck und Faden neigen dazu zu reißen.
  • Ganz wichtig ist, dass der so ausgezogene Faden wesentlich stärker gedreht wird, als ein Wollfaden, denn die Fasern haften nicht durch Verhakungen ineinander.
  • Das Wichtigste ist, dass der Faden im Bereich, in dem Sie diesen ausziehen, nicht gedreht wird, sehr dünn ist und dann stark gedreht wird. 
  • Sie können das Material mit einer Handspindel verspinnen oder mit einem Spinnrad. Bei dem Rad ist es sehr wichtig, dass dieses eine große Übersetzung hat, damit das Garn genügend gedreht wird und der Einzug gering ist.

Fasern zu Garn verspinnen

  1. Beginnen Sie am besten zunächst damit, dass Sie den Faden ganz sanft aus dem Faservorrat ziehen. Bei Bandware ist es so, dass der Auszug auf einer Seite meist einfacher geht als auf der anderen, das sollten Sie austesten. Bei Baumwolle ist es sinnvoll, wenn Sie mit einem langen Auszug arbeiten, also zunächst einen langen Faden aus dem Vorrat ziehen.
  2. Ziehen Sie den Faservorrat mit der linken Hand sanft von der Spindel weg. Kontrolliere Sie dabei mit Daumen und Zeigefinger, dass das Faserdreieck nicht zu groß wird und der Faden dünn bleibt.
  3. Geben Sie nun eine starke Drehung auf die Spindel. Achten Sie darauf, dass die Drehung nicht bis in das Dreieck oder gar in den Faservorrat läuft. Dies erreichen Sie, indem Sie mit dem Finger die Drehung kurz vor dem Minidreieck am Auszug stoppen.
  4. Ist der Faden ausreichend verdrillt, nähern Sie sich mit dem Faservorrat der Spindel, dadurch wird das Garn aufgespult. Ziehen Sie dann den Faden weiter aus, indem Sie mit dem Faservorrat wieder von der Spindel weggehen.
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