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Wolle, die nicht kratzt - Aufschlussreiches

Wolle, die nicht kratzt - Aufschlussreiches2:46
Video von Brigitte Aehnelt2:46

Wolle ist nicht gleich Wolle. Es gibt unterschiedliche Garnqualitäten aus tierischen, pflanzlichen oder synthetischen Fasern. Dementsprechend verschieden ist der Tragekomfort. Bei Allergien und Hautempfindlichkeiten ist es wichtig, Wolle zu wählen, die nicht kratzt und angenehm zu tragen ist.

Wenn Sie Wolle kaufen möchten, stellen Sie schnell fest, dass sie aus verschiedenen Ausgangsfasern besteht. Es gibt sie aus pflanzlichen Fasern wie Baumwolle, Bambus oder Leinen, aus tierischen Fasern wie Kaschmir, Mohair, Alpaka oder Merino oder aus synthetischen Fasern wie Polyamid, Polyacryl, Polyester oder Viskose.

Wolle aus unterschiedlichen Fasern

  • Die meisten Handarbeitsgarne bestehen aus Schurwolle vom Schaf. Sie ist fest, warm, temperaturausgleichend und dehnbar. Allerdings empfinden sie viele als rau. Strickgarn - aus tierischen Fasern -, das nicht kratzt, ist zum Beispiel Kaschmir. Es ist aber sehr teuer und meist nur in Mischungen erhältlich. Auch Mohair und Merinowolle sind weich und dabei strapazierfähig. Kid Mohair von Jungtieren ist noch weicher, aber nicht sehr robust.
  • Garne aus synthetischen Fasern sind sehr pflegeleicht und billig. Modal und Viskose sind zum Beispiel sehr weich, werden aus Zellulose hergestellt und sind oft in Mischungen enthalten. Reine Polyacrylgarne variieren je nach Hersteller und Herstellungsverfahren zwischen sehr weich und rau. Hier muss eine Hautprobe entscheiden, ob sie für Sie geeignet ist.
  • Unter den pflanzlichen Fasern ist Baumwolle besonders hautfreundlich und für Allergiker geeignet. Sie ist pflegeleicht und weich ebenso wie Bambus. Leinen dagegen ist fest, nahezu steif.
  • Darüber hinaus gibt es viele Wollmischungen, in denen sich die Eigenschaften unterschiedlicher Fasern ergänzen. Schurwollgarne sind oft durch weiche oder pflegeleichte Fasern wie Kaschmir, Mohair, Baumwolle oder Polyamid ergänzt. Ein gutes Beispiel ist Sockenwolle, die aus Schurwolle und Polyamid besteht. Sie ist weich, temperaturausgleichend und strapazierfähig.

Ausprobieren, welches Garn nicht kratzt

  1. Bevor Sie Wolle kaufen, sollten Sie unbedingt einen Blick auf die Garnbanderole werfen. Dort sind nicht nur die Lauflänge und die geeignete Nadelstärke vermerkt, sondern auch das Material als wichtigster Anhaltspunkt.
  2. Allerdings genügt diese Information noch nicht. Denn aus der Materialzusammensetzung können Sie nur abschätzen, ob das Garn weich ist, aber Sie wissen es nicht. Es ist nicht ungewöhnlich, dass die Wolleigenschaften von Hersteller zu Hersteller variieren.
  3. Deshalb entscheidet zuletzt die Hautprobe darüber, zu welcher Wolle Sie greifen. Besonders bei Hautausschlägen ist es wichtig zu probieren, wie sich diese auf der Haut anfühlt. Nehmen Sie das Wollgarn also zuerst in die Hand und fühlen Sie, ob es sich angenehm anfasst. Anschließend streichen Sie es über Ihren Unterarm, wo die Haut sehr empfindlich ist und Sie eher merken, ob die Wolle kratzt oder nicht.

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