Aufbau und Bestandteile einer Rezension

Sie können die unterschiedlichsten Produkte bewerten - Bücher, Filme, Theaterstücke, Musik oder sogar Gegenstände des täglichen Lebens. Bereits beim Lesen, Hören oder dem Konsum sollten Sie sich Notizen machen, sodass Sie später Zitate und/oder wichtige Informationen parat haben.

  1. Machen Sie den Leser neugierig auf Ihre Kritik. In Ihrer Einleitung sollten Sie interessante Inhalte oder ein Zitat integrieren. Begreifen Sie Ihre Einleitung als Chance, den Leser sowohl inhaltlich als auch stilistisch zu fesseln.
  2. Im zweiten Abschnitt sollten Sie Hintergrundinformationen sammeln und beschreiben, diese bilden den zweiten Teil Ihrer Kritik. Führen Sie auf, welcher Autor, Regisseur oder Songwriter der Urheber des Werkes ist und welchem Genre es zuzuordnen ist. Was ist die Zielgruppe, in welchem Stil ist das Werk geschrieben und welche Erzählperspektive nutzt der Autor? Wann ist das Werk entstanden, wann wurde es veröffentlicht?
  3. Beschreiben Sie in Ihrem dritten Schritt die Handlung. Achtung: Hier ist keine schnöde Zusammenfassung gemeint, sondern ein knackiger Überblick, der Lust auf mehr macht. Ort, Zeitpunkt, handelnde Personen sollten enthalten sein. Vermeiden Sie bei Filmen, Theaterstücken und Büchern, zu viel zu verraten.
  4. Im letzten Schritt analysieren Sie das Werk und bewerten es. Sie vergleichen es mit anderen Werken, geben eine Empfehlung oder raten ab. Hier ist Ihre eigene Meinung gefragt.
  5. Der Aufbau endet mit einer kurzen Zusammenfassung, die stilistisch beste Lösung ist es, einen inhaltlichen Bogen zur Einleitung zu schlagen, sodass Ihre Kritik einen runden Abschluss bekommt.

Achten Sie darauf, dass Sie ein einheitliches Tempus einhalten, meist ist die Gegenwartsform die richtige Wahl.

Kritik spannend schreiben - die Bewertung

  • Der bewertende Teil ist der schwierigste Teil Ihrer Kritik. Zwar haben Sie natürlich eine eigene Meinung und einen persönlichen Geschmack, jedoch müssen Sie diesen auch mit guten Argumenten untermauern.
  • Führen Sie Stärken und Schwächen auf. Welche Inhalte fanden Sie gut, welche nicht?
  • Was ist Ihr spontaner Eindruck beim Konsum des Werkes? Empfanden Sie es als lustig, traurig, hat es Sie nachdenklich gemacht?
  • Gehen Sie in Ihrem Aufbau der Bewertung auf andere Kritiken ein. Können Sie Argumente bekräftigen oder bestätigen?
  • Abhängig von der Art der Veröffentlichung müssen Sie abschließend noch Sterne oder andere Bewertungselemente vergeben. Diese hängen davon ab, in welchem Umfang Sie das Produkt empfehlen können.
  • Vergleichen Sie das Werk mit anderen Werken aus demselben Genre, desselben Regisseurs oder Autors. Wie schätzen Sie die Qualität ein, sowohl in Bezug auf den Schreibstil, die gesangliche oder schauspielerische Leistung? Gelingt es dem Werk, die Bedürfnisse der Zielgruppe zu erfüllen?
  • Ihr Schreibstil ist davon abhängig, in welchem Medium Ihre Kritik erscheinen soll, Printmedien sind meist etwas formeller, in Online-Plattformen dürfen Sie auch etwas lockerer schreiben. Allgemein sind Kritiken jedoch eher anspruchsvoller, vermeiden Sie daher umgangssprachliche Formulierungen.
  • Vermeiden Sie es, zu viele Zitate zu verwenden, schreiben Sie in Ihren eigenen Worten. Auch Superlative ("der beste Film aller Zeiten") oder zu emotionale Bewertungen sollten Sie ebenfalls vermeiden. Bleiben Sie sachlich.