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Altölofen bauen - das sollten Sie dabei beachten

Altöl ist ein starker Energieträger, wenn man es sinnvoll verbrennt. Allerdings sind in Altöl auch viele belastete Betriebsrückstände aus den Verbrennungsmotoren gebunden, die beim Abfackeln frei werden und unkontrolliert in die Luft gelangen. Aus diesem Grund ist ein Altölofen nur unter besonderen Bedingungen zu betreiben. Beachten Sie das bitte, wenn Sie die Absicht haben, einen zu bauen.

So kann Ihr Altölofen auch aussehen.
So kann Ihr Altölofen auch aussehen. © Rainer_Sturm / Pixelio

Was Sie benötigen:

  • einen Brenner
  • ein Gebläse
  • ein Regelventil
  • die Ölleitung
  • das Gehäuse

Wo ein Altölofen verwendet werden darf

  • In Deutschland ist es untersagt, einen Altölofen mit weniger als 100 KW Leistung zu betreiben. Außerdem muss eine Sondergenehmigung des Bezirksschornsteinfegermeisters vorliegen. Andere Feuerstätten mit Altöl aller Art sind ungesetzlich und illegal. Für Räume, die dem ständigen Aufenthalt von Menschen dienen, sind solche Öfen ungeeignet.
  • Sie können aber Lagerhallen, Gewächshäuser oder Werkstatträume mit guter Belüftung kostengünstig mit einem Altölofen beheizen. Das Altöl muss nur die geeignete Konsistenz haben, um ausreichend gut vernebelt zu werden. Die Abgase erreichen ungekühlt sehr hohe Temperaturen. Sorgen Sie deshalb für einen sicheren Abstand zu brennbaren Materialien.

So bauen Sie einen möglichst sicheren Altölofen

  • Den Korpus des Ofens sollten Sie nicht nur aus Blech bauen. Je nach Leistung des Brenners kann es sein, dass der Mantel zum Glühen kommt und damit eine Gefahr darstellt. Setzen Sie mit ruhigem Gewissen eine massive Ausmauerung in Ihren Altölofen, die auch einen gewissen Wärmespeicher abgibt.
  • Als Brenner eignen sich röhrenförmige Körper aus Stahl, einseitig verschlossen, mit einer Vielzahl von Bohrungen. Je umfänglicher der Brenner, desto mehr Hitze wird er entwickeln. Für eine eher geringere Leistung sollten 8 x 20 cm genügen. Er sitzt etwa in der Mitte des unteren Viertels im Ofen und hat eine waagerechte Lage.
  • Das Altöl wird von der Seite in den Brenner eingeblasen. Zum Starten benötigen Sie eine Klappe außerhalb des Ofens, durch die das Luft-Öl-Gemisch entzündet werden kann. Dazu ist ein Hochtemperatur-Anzünder nötig. Als Alternative kann man einen glühenden Feststoff einbringen, wie etwa ein halbes Brikett.
  • Zur Versorgung mit Verbrennungsluft bauen Sie ein schnell drehendes Gebläse an. Es kommt nicht auf die Luftmenge an, sondern auf die Strömungsgeschwindigkeit. Sie muss so hoch sein, dass die Luft das eintropfende Altöl mitreißt und tröpfchenförmig im Brenner verteilt. Eine Drehzahlregelung ist angeraten.
  • In den Luftkanal bohren Sie nun ein Loch, in dem die Zuleitung für das Altöl steckt. Das Röhrchen kann etwa 4 mm Innendurchmesser haben und sollte mittig im Luftkanal enden. Mit einem Absperrhahn regeln Sie die Menge des zulaufenden Öls und stellen den Ofen auch aus.. Der Ölbehälter darf so nah am Ofen stehen, dass sich das Öl erwärmt und dann besser fließt.
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