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Ofen selber bauen - so gelingt`s mit Porenbeton

Seit 2010 gibt es klare Regelungen, welche Anforderungen Öfen hinsichtlich des Schadstoffaustausches erfüllen müssen. Besonders streng achtet der Gesetzgeber auf Öfen, die dauerhaft betrieben werden. Auch wenn das Bauen von Öfen für den Heimwerker etwas erschwert, bei richtiger Sachkenntnis erfüllt ein geschlossener Kamin oder ein Kachelofen alle Emissionswerte. Damit ein Ofen richtig funktioniert, kommt es auf die Konstruktion und die eingesetzten Materialien an. So sollten Sie wissen, wo Sie Porenbeton einsetzen können und wo nicht.

Einfache Bearbeitung von Porenbetonsteinen
Einfache Bearbeitung von Porenbetonsteinen © Dieter_Schütz / Pixelio

Was Sie benötigen:

  • Porenbetonsteine
  • Zementmörtel
  • Stahlplatte
  • Feuerzementmörtel
  • Schamotte

Wenn Sie das erste Mal einen Ofen bauen, können Sie viele wirkliche und weitere andere Experten befragen. Sie werden mehrere unterschiedliche Antworten erhalten. Doch Ofenbauen ist eine anspruchsvolle Arbeit. Von Ihnen wird große Sorgfalt verlangt.

Ofen - bauen mit einem TÜV-geprüften Bausatz zu empfehlen

Es lohnt sich in jedem Fall, schon aus Kostengründen, wenn Sie Ihren Kachelofen selber bauen. Am einfachsten und sichersten geht es, wenn Sie sich im Handel einen Bausatz suchen.

  • Wenn Sie die beiliegende Aufbauanleitung befolgen, werden Sie Ihren Ofen auch mit normalen Heimwerkerkenntnissen bauen.
  • Wenn Sie einen Kachelofen selbst bauen, müssen Sie sich mit dem zuständigen Bezirksschornsteinfegermeister in Verbindung setzen.
  • Von ihm erfahren Sie, ob Ihr Schornstein für den Ofenanschluss geeignet ist. Der von Ihnen gewählte Ofentyp muss den jeweiligen brandschutztechnischen Sicherheitsbestimmungen entsprechen. 

Porenbeton nicht als Wärme speichernde Ofenummantelung einsetzen

Wenn Sie Porenbeton beim Ofenbau einsetzen bedenken Sie, dass dieser Baustoff, egal wie seine Bezeichnung (Ytong, Porit, Hebel) lautet, in erster Linie ein Isolierstein als Speicherstein ist.

  • Steine aus Porenbeton dürfen Sie auch nicht für eine direkte Isolierung verwenden. Sie müssten diese zusätzlich gegen Hitze dämmen.
  • Porenbeton hat aufgrund seines leichten Gewichts seine Vorteile beim Sockelbau.
  • Wenn Sie ihn für die Verkleidung oder Ummantelung verwenden, sollte das nur dort geschehen, wo eine Wärmespeicherung ungewünscht und Brandschutz gewünscht wird. Dort wo Sie Wärme speichern wollen, setzen Sie bei der Ummauerung/Ummantelung auf Schamottesteinplatten. Diese 3 bis 4 Zentimeter dicken Schamottesteine mauern Sie mit feuerfestem Kleber.

Mit Porenbeton das Fundament des Ofen mauern

  1. Fertigen Sie den Grundriss Ihres Ofens und bilden Sie ihn entsprechend auf dem Boden ab.
  2. Haben Sie den Grundriss Ihres Ofens auf den Boden aufgezeichnet, zeichnen Sie eine zweite Linie etwas nach innen versetzt.
  3. Den Sockel aus Porenbetonsteinen bauen Sie entlang dieser Linie. Sie können Porenbeton leicht bearbeiten beziehungsweise zuschneiden und in alle möglichen Formen (egal ob Rund oder Ecke) bringen.
  4. Haben Sie den Sockel fertiggestellt, decken Sie diesen mit einer Stahlplatte ab. Die wärmetechnischen Eigenschaften von Porenbeton sind zwar gut, doch müssen ihn vor direktem Feuer schützen.
  5. Danach beginnt der eigentliche Ofenbau, indem Sie die erste Schamotteschicht in ein Bett aus feuerfestem Mörtel legen. Den Ofenkern ummauern Sie mit einer zweiten Reihe Schamottesteinen.

Nach der Fertigstellung Ihres Ofens müssen Sie sich die Betriebserlaubnis vom Schornsteinfeger geben lassen. Der Bezirksschornsteinfegermeister wird einen von Ihnen selbst konstruierten und gebauten Ofen besonders unter die Lupe nehmen.

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