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Zwei Katzen halten - das müssen Sie beachten

Sie überlegen, ein Haustier anzuschaffen? Vielleicht einen Hund? Oder doch lieber eine Katze? Heißt es nicht, zwei Katzen seien besser als eine? Sie sollten tatsächlich besser zwei halten als eine einzelne. Katzen sind nämlich sozialer als allgemein angenommen. Mehr Arbeit macht es nicht wirklich.

Katzen sind soziale Tiere.
Katzen sind soziale Tiere.

So halten Sie zwei Katzen

  • Sorgen Sie für genügend Schlafplätze. Katzen schlafen bis zu 14 Stunden und mehr am Tag. Sie wechseln zwischendurch auch gerne mal den Platz.
  • Stellen Sie eine Toilette auf, die groß genug ist (also nicht gerade das kleinste Modell), oder auch zwei. Reinigen Sie die Toilette mindestens zweimal täglich, zum Beispiel nach dem Frühstück und abends.
  • Ihre Katzen werden sicher zwischendurch miteinander raufen. Das ist völlig normal. Dadurch werden die Machtverhältnisse austariert. Es ist normal, dass eine den "Chef" markiert.
  • Beobachten Sie jedoch, dass die eine Katze die andere zu sehr stresst, zum Beispiel öfters beim Fressen oder beim Toilettengang stört, müssen Sie eingreifen. Denn Stress macht sich bei Katzen gerne durch Blasenprobleme bemerkbar (Stress-Blasen-Achse), es kann zu ernsthaften Krankheiten wie Harnsteinen (Struvit) kommen.
  • Füttern Sie das, was beide mögen. Was die eine genussvoll kaut, rührt die andere vielleicht gar nicht erst an. Katzen sind sehr wählerisch. Wundern Sie sich nicht, wenn das, was monate- oder jahrelang gern gefressen wurde, plötzlich verweigert wird. Katzen lieben nämlich die Abwechslung, um instinktiv einseitige Ernährung zu vermeiden. 
  • Bevorzugen Sie keines der beiden Fellknäuel. Auch wenn das Bedürfnis nach Liebe und Streicheleinheiten ganz unterschiedlich ist, sollten beide die gleiche Portion Aufmerksamkeit erhalten.
  • Dasselbe gilt beim Spielen oder Leckerlis verteilen. Vielleicht ist ja die eine schneller oder geschickter. Nehmen Sie Rücksicht auf den Phlegmatiker.
  • So lieb sie auch sind, hecken Miezen doch gerne einmal etwas aus. Zwei Katzen haben dabei natürlich mehr Ideen als eine. Sie werden staunen, wie erfinderisch die Genossen sind, wenn es darum geht, Ihre mühsam gebaute Pflanzenschutzvorrichtung zu umgehen und Sie auszutricksen.

Das sollten Sie beim Katzenhaltung noch beachten

  • Verwenden Sie besser eine Katzentoilette ohne Deckel, also eine, die oben offen ist. Katzen sind keine "Höhlenpinkler" und haben auch kein Schamgefühl. Außerdem können sie die Umgebung im Auge behalten.
  • Sie haben einen Balkon? Das ist prima für jedes Samtpfötchen. Vernetzen Sie den Balkon unbedingt, denn Katzen wollen alles fangen, was vorbeifliegt (Pusteblumen, Laub, Insekten); es kann passieren, dass sie vor lauter Übermut hinunterfallen. Gerade bei Stürzen aus geringerer Höhe wie dem ersten oder zweiten Stockwerk bleibt ihnen nicht genügend Zeit, sich so zu drehen, dass die Füße unten sind. Stürze können zu massiven Verletzungen wie Unterkieferbruch und Gaumenspalt führen.
  • Stellen Sie einen Kratzbaum auf, an dem Ihre Mitbewohner schön kratzen können, bevor Ihre Möbel dafür auserwählt werden. Es gibt auch Kratzbretter. Ein ausgedienter borstiger Türvorleger wird ebenfalls gerne angenommen.
  • Halten Sie Spielzeug, zum Beispiel einen Rascheltunnel und Stoffmäuse, bereit. Viele Katzen spielen sehr gerne mit herkömmlichen Haargummis, die mit Stoff überzogen sind. Haushaltsgummis sind keine Alternative, da sie zerbissen und verschluckt werden können.

Es spricht Vieles dafür, Katzen zu zweit zu halten. Denn so hat Ihr Liebling einen Spielgefährten, wenn Sie gerade keine Zeit haben, und Trost, wenn Sie in der Arbeit oder abends einmal nicht da sind. Lassen Sie Ihre Lieblinge nicht den ganzen Tag allein. Sie können jedoch bei nicht mehr ganz jungen Katzen ruhig einmal über Nacht wegbleiben, wenn Sie zuvor für genügend Futter und eine saubere Toilette gesorgt haben.

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