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Katzen zusammenführen - worauf man achten sollte

Katzen sind keine notorischen Einzelgänger, sondern leben in der Natur in losen Gruppen miteinander, in denen jedoch eine klare Rangordnung herrscht. Wohnungskatzen zusammen zu führen und aneinander zu gewöhnen, ist also grundsätzlich möglich. Viel Geduld ist die wichtigste Voraussetzung, denn mit der Zeit gewöhnen sich die Tiere an die veränderte Situation.

Beim Zusammenführen von Katzen, sollte man sich besonders um die "alte" Katze kümmern
Beim Zusammenführen von Katzen, sollte man sich besonders um die "alte" Katze kümmern

Was Sie benötigen:

  • zwei Schlafplätze
  • zwei Futterplätze
  • zwei Katzentoiletten
  • Katzen, die sich charakterlich sehr stark unterscheiden, werden Sie nur schwer aneinander gewöhnen und zusammenführen können. Viel leichter ist es, wenn sich die Tiere möglichst ähnlich sind. Ältere Tiere verstehen sich dabei meist besser mit älteren Artgenossen und jüngere Tiere genauso mit jungen Artgenossen, denn ältere Katzen haben grundsätzlich ein größeres Ruhebedürfnis als junge. Idealerweise ist der Altersunterschied zwischen den Tieren nicht zu groß. Eine dominante Katze braucht zudem einen entsprechenden Widerpart, sie würde eine ängstliche Katze nur unterdrücken. Im Vergleich zu den charakterlichen Unterschieden spielt das Geschlecht beim Zusammenführen von Katzen oft nur eine untergeordnete Rolle.

Vorbereitung und erstes Aufeinandertreffen bei der Katzen-Zusammenführung

  1. Die beiden Katzen werden sich zunächst nicht mögen, Ausnahmen von dieser Regel sind sehr selten. Eine Katze dringt in das Revier der anderen ein, das bedeutet für beide Tiere großen Stress. Schon bevor Sie beide Katzen zusammenführen, können Sie sie miteinander bekannt machen, indem Sie die alte Katze mit dem Geruch der neuen konfrontieren. Dazu reiben Sie einfach mit einem Tuch über das Fell des neuen Tieres und legen es im Revier der alten Katze ab. So lernt sie ihre neue Mitbewohnerin bereits vor dem ersten Sehen kennen.
  2. Setzen Sie die neue Katze vor dem Zusammenführen in einer Box in der Wohnung aus. Anfänglich wird sie nur zögerlich die ihr unbekannte Umgebung erkunden. Die Box ist ihre Rückzugsmöglichkeit für den Fall eines ernsthaften Konfliktes zwischen beiden Tieren. Fauchen und Tatzenhiebe sind in diesem Moment ganz normal. Greifen Sie nicht beschwichtigend ein, sofern für die Katzen keine ernsthafte Gefahr besteht. Diese Auseinandersetzung ist wichtig für die Katzen, die ihre individuelle Rangordnung festlegen müssen.
  3. Die alte Katze sollten Sie in den nächsten Tagen etwas bevorzugen, sonst wird sie schnell eifersüchtig auf die neue Katze reagieren. Sie sollten sie immer zuerst begrüßen und sie auch zuerst füttern. Im Idealfall beginnen die Tiere mit der Zeit sich füreinander zu interessieren. Innerhalb von einer Woche sollten Sie diesbezüglich deutliche Fortschritte erkennen. Die neue Katze wird sich nicht mehr permanent verstecken und das Knurren und Fauchen wird immer seltener  
  4. Wenn Sie sich für die Zusammenführung Urlaub nehmen, sollten Sie insbesondere darauf achten, den Tieren viel Zeit zu lassen. Ihre Neugier ist sicherlich groß, sehen Sie dennoch nicht ständig nach den Tieren. Sie sollten sie auch nicht locken und mit Druck zueinanderbringen wollen.
  5. Beide Katzen werden lernen, den gemeinsamen Wohnraum zu nutzen, sich dabei aber wahrscheinlich weitestgehend aus dem Weg gehen. Durch Spiele mit beiden Tieren wird es Ihnen gelingen, die Katzen einander näherzubringen. Spielen Sie regelmäßig mit beiden, lassen Sie den Tieren jedoch den Freiraum nach eigenem Belieben mitzuspielen oder es bleibenzulassen. Am wichtigsten ist es, Ruhe zu bewahren und geduldig zu sein. Die Tiere brauchen Zeit um sich kennenzulernen. Wenn Sie sie so, langsam zusammenführen, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sie sich dauerhaft vertragen.

Variante: Katzen vor der Zusammenführung in getrennten Räumen halten

Wenn Sie befürchten, dass sich die Katzen beim ersten Aufeinandertreffen ernsthaft verletzen, können Sie einen ein Zimmer der Wohnung mit einem Gitter abtrennen, so dass sich die Tiere zunächst nicht komplett körperlich annähern können. Sie werden sich zunächst nur sehen, hören und riechen, ohne direkten Kontakt. Auch wenn sie die Katzen in dieser Konstellation vertragen, kann es beim direkten Kontakt zu Streitigkeiten kommen. In der Regel verlangsamt die Trennung der Tiere den Prozess des Kennenlernens nur.

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