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Wie wird man Chefkoch?

Jamie Oliver, Rach und Co- die Fernsehköche überzeugen uns beinahe täglich davon, dass Chefkoch ein echter Traumberuf ist. Kreativität und Teamwork prägen das Berufsbild positiv, trotzdem gibt es allerhand negative Seiten im Chefkochberuf- so wie in jedem anderen auch. Wie Sie Chefkoch werden können und mit welchen Aufgabenbereichen Sie zu rechnen haben, erfahren Sie hier.

Chefkoch wird man vor allem durch viel Berufserfahrung.
Chefkoch wird man vor allem durch viel Berufserfahrung.

Aufgabenfelder eines Chefkoches

  • Zunächst erstellt ein Chefkoch die Menükarten und entwickelt dabei schon einmal ein vollkommen neues und gewagtes Rezept. Diese Aufgabe gilt als die wohl kreativeste, weil Sie Ihrer Fantasie und Ihrer selbst dabei grenzenlos Ausdruck verleihen können, was das Chefkochdasein im Traumberufranking weit nach Vorne zu werfen scheint. Vergessen Sie aber nicht, dass zum Entwickeln eines neuen Rezepts auch aufwändige Kalkulationen sowie Produkteinkauf gehören. Sie sind dafür verantwortlich, dass alles Nötige für das Rezept im Hause ist und Sie kriegen den Ärger, wenn sich die Berechnungen der Zutaten mit der Gästezahl kneift.
  • Auch das Delegieren von Arbeiten an die anderen Mitarbeiter liegt in Ihrem Aufgabenbereich als Chefkoch. Dabei ist von Ihnen vor allem Organisationstalent und Durchsetzungsvermögen gegenüber Ihren Mitarbeitern verlangt, weil Sie sonst niemand ernst nehmen wird und die Küche schnell im Chaos versinkt. Egal wie stressig es in der Küche zugeht, dürfen Sie aber niemals vergessen, Ihre Mitarbeiter gleichzeitig zu motivieren und deren einzelne Arbeitsschritte dabei trotzdem perfekt zu koordinieren. 
  • Auch Kommunikationsfähigkeit und ein guter Umgangston darf Ihnen als Chefkoch nicht fehlen - Sie sind nämlich für alles, was innerhalb der Küche geschieht verantwortlich und müssen sich eventuell auch mit unzufriedenen Kunden auseinandersetzen. Bei Beschwerden wird man sich automatisch an Sie wenden, egal ob die das Menü betreffen oder einen der anderen Mitarbeiter. Sie haben die Verantwortung und daher hoffentlich ein gutes Verantwortungsbewusstsein.
  • Letztlich fällt auch die Hygiene der Küche und die Aufräumarbeit nach Ladenschluss in Ihre Verantwortung. Daher müssen Sie darauf vorbereitet sein, später nach Hause zu kommen als erwartet - je nachdem, wie viele Gäste um wie viel Uhr noch da sind und ab wann Sie anfangen können, Ihren Arbeitsplatz zu reinigen. Nebenbei müssen Sie im Gastronomiebereich ohnehin immer damit rechnen, an Sonn- und Feiertagen arbeiten zu müssen, egal ob als Küchenchef oder Barkeeper.

Ausbildung zum Chefkoch

  • Wer sich auch von den nervigen Arbeitszeiten in der Gastronomie nicht abschrecken läßt, der kann sich erst einmal eine Ausbildung zum Koch überlegen - um Chefkoch zu werden dient die nämlich als Grundlage. Je nachdem, wo Sie Chefkoch werden wollen, wird man unterschiedliche Qualifizierungen von Ihnen verlangen. Im Grunde ernennt einen nämlich der Chef zum Chefkoch. Der Titel Küchenchef dagegen zeugt von etwas mehr Qualifizierung für den Beruf.
  • Eine Kochausbildung, die wirklich immer Basis des Chefkochs ist, dauert 3 Jahre, Voraussetzung um die Ausbildung beginnen zu können ist mindestens ein Hauptschulabschluß, besser aber die mittlere Reife. Vor allem die Grundrechenarten sollte ein Koch wirklich beherrschen, um die Rezepte nach Personenzahl umrechnen zu können.
  • Grundsätzlich beschäftigt sich die Ausbildung Fachrechnen und der Küchensprache Französisch vor allem mit Hygiene und Speise- sowie Getränkekunde. Die Berufsschule macht Sie als Kochlehrling mit den verschiedenen Arten von Fleisch, Gemüse und Fisch vertraut, läßt Sie die Grundgarmethoden wie Braten und Schmoren kennenlernen und stellt Suppen, Salate, Vorspeisen sowie Fleisch und Fischgerichte verschiedenster Art vor. Auch über Krankheitserreger und Krankheiten auf Grund von mangelnder Hygiene wird der Kochlehrling aufgeklärt.
  • Nach der abgeschloßenen Ausbildung zum Koch bieten sich Ihnen viele Möglichkeiten, den Beruf des Chefkochs und damit eigentlich nichts weiter als eine Beförderung anzustreben. Auf der Meisterschule können Sie sich den Küchenmeister Titel erarbeiten, die Hotelfachschule dagegen bildet Sie in eine andere Richtung weiter. Je nachdem, wo Sie später einmal fest als Chefkoch arbeiten wollen, wählen Sie nun Ihre Richtung. Erwerben Sie neben Berufserfahrung vor allem kaufmännische Fähigkeiten und versuchen Sie, mit Ihrem Job herum zu kommen - arbeiten Sie in Großküchen, Spezialitätenrestaurants wie auch Kantinen oder nehmen Sie an Kochwettbewerben teil.

Alles was zählt ist, dass Sie Ihre Kenntnis erweitern und ein paar Jahre Erfahrungen sammeln, bevor Sie sich auf einen Betrieb konzentrieren, der Sie dann letztendlich vielleicht zum Chefkoch machen wird.

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