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Wie entsteht der Polartag? - Wissenswertes zu diesem Naturschauspiel

Den Begriff Polartag haben die meisten Menschen schon einmal gehört. Was sich dahinter verbirgt, ist jedoch nicht jedem bekannt - und auch nicht, wie der Polartag entsteht.

Polartag - wenn die Sonne nicht untergeht.
Polartag - wenn die Sonne nicht untergeht. © Birgit_Winter / Pixelio

Polartag und Polarnacht

Bekannt ist nicht nur der Polartag, sondern auch die Polarnacht.

  • Den Polartag und die Polarnacht gibt es jeweils zwischen dem nördlichen Polarkreis und dem Nordpol sowie dem südlichen Polarkreis und dem Südpol. Die Namen Polartag und Polarnacht haben nichts mit einem einzigen Tag oder einer einzigen Nacht zu tun. Sie bezeichnen vielmehr einen Zeitraum, der sich bis zu einem halben Jahr erstrecken kann, nämlich jeweils an den Polen. Je weiter es von den Polen weggeht, umso mehr verkürzt sich dieser Zeitraum bis auf 24 Stunden an den Polarkreisen.
  • Während der Polarnacht erscheint in diesen Gebieten also die Sonne für mindestens 24 Stunden bis zu einem halben Jahr nicht am Horizont. Während des Polartages dagegen sinkt sie für mindestens 24 Stunden bis zu einem halben Jahr nicht unter den Horizont, geht also nicht unter.   
  • Während der Polartag am Nordpol von Mitte März bis Mitte September dauert, dauert er am Südpol von Mitte September bis Mitte März. Mit der Polarnacht verhält es sich umgekehrt. An den Polen herrschen also jeweils sechs Monate Tag und sechs Monate Nacht. Am südlichen Polarkreis ist der Polartag am 21. Dezember, am nördlichen Polarkreis am 21. Juni.
  • Weil die Sonne nie untergeht, also sogar um Mitternacht zu sehen ist, abgesehen von leichten Mitternachtsdämmerungen an den Rändern der Polargebiete, wird das Phänomen des Polartags auch als Mitternachtssonne bezeichnet.  

Wie aber entsteht das Phänomen des Polartags?

  • Dass ein Phänomen wie der Polartag entsteht, hängt mit der Erdachse zusammen, die nicht senkrecht steht, sondern schräg zur Sonne ausgerichtet ist. In der Sommerzeit neigt sich die Achse am Nordpol in Richtung zur Sonne, in der Winterzeit in die andere Richtung.
  • Am Südpol neigt sie sich wiederum wenn bei uns Winter ist in Richtung zur Sonne und umgekehrt. Von März bis September wird also der Nordpol von der Sonne permanent  beschienen, von September bis März der Südpol. Stünde die Erdachse senkrecht, würde die Sonne das ganze Jahr über sowohl am Nord- als auch am Südpol exakt am Horizont entlang wandern.
  • Ganz exakt verhält es sich mit dem Polartag übrigens nicht. Wegen der sogenannten astronomischen Refraktion, also der Lichtbrechung in der Erdatmosphäre, entsteht der Polartag auch noch knapp außerhalb der Polarkreise und er dauert an den Polen auch nicht exakt ein halbes Jahr.

Beim Polartag handelt es sich also um ein sehr interessantes Phänomen.

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