Was Sie benötigen:
  • großes Gehege
  • Futtermischung
  • Frischfutter
  • Grünfutter

Bei guter Pflege werden Zwergwidder recht alt.

Zwergwidder richtig halten

  • Eine Grundvoraussetzung, damit Ihre Zwergwidder möglichst alt werden, ist eine gute und artgerechte Haltung. Diese sollte mit einem ausreichend großen Gehege beginnen. Da die Tiere sich nicht für die Einzelhaltung eignen, sondern mindestens paarweise zusammenleben sollten, benötigen Sie eine Käfiggröße von 2 x 1 x 1 Meter.
  • Ebenso wichtig ist auch eine ausgewogene Ernährung. Im Vergleich zu anderen Tieren haben Ihre Zwergwidder einen sogenannten Stopfmagen. Das heißt, die Tiere müssen den ganzen Tag über fressen können, damit der im Magen entstehende Brei transportiert und schließlich wieder ausgeschieden werden kann.
  • Am wichtigsten ist dabei täglich frisches Heu, das den Tieren durchgehend zur Verfügung stehen sollte. Beim Trockenfutter sollten Sie darauf achten, dass es einen hohen Anteil an Rohfasern, aber nur wenig Eiweiß enthält. Die durchschnittliche Futtermenge sollte 30 Gramm pro Tier und Tag betragen.
  • Weiterhin werden die Zwergwidder auch gerne frisches Futter fressen. Dazu eignen sich verschiedene Kräuter, Obst und Gemüse. Am besten sorgen Sie auch hier für Abwechslung und bieten den Tieren Löwenzahn, Huflattich und Brennnesseln, aber auch Apfel, Banane und Petersilie an. Auf Kohl sollten Sie aber verzichten.

So alt werden die Tiere

  • Zwergwidder werden bei guter Haltung bis zu zehn Jahre alt. Wobei das durchschnittliche Alter zwischen sechs und acht Jahren liegt. Bekommen Ihre Tiere Nachwuchs, dann braucht das Muttertier zum Austragen der Jungen zwischen 20 und 32 Tagen. Danach werden Sie in der Regel drei bis fünf kleine Babys im Nest vorfinden.
  • Sind die Neugeborenen ungefähr eine Woche alt, dann werden sie die Augen öffnen. Danach dauert es nicht mehr lange und sie beginnen ebenso wie die anderen Zwergwidder mit dem Fressen von Heu und Stroh. Mit zwei Lebenswochen verlassen die Jungtiere zum ersten Mal das Nest und können ab einem Alter von acht Wochen vermittelt werden.

Gesundheit und Vorsorge

  • Natürlich ist neben einer artgerechten Haltung auch die tierärztliche Versorgung wichtig. Damit die Tiere gesund bleiben und richtig alt werden können, sollten Sie wichtige Impfungen auf keinen Fall versäumen. Anzuraten sind Impfungen gegen Chinaseuche, Kaninchenschnupfen und Kaninchenpest.
  • Eine Wurmkur, die in der Regel zweimal im Jahr empfohlen wird, sollten Sie ebenfalls nicht vergessen. Hierzu kann Ihr Tierarzt Sie sicherlich beraten, und eventuell auch eine Kotprobe auf Parasiten untersuchen. Hat das Tier Durchfall, dann sollten Sie es unbedingt so schnell wie möglich zum Tierarzt bringen.