Was Sie benötigen:
  • Bürste
  • Tiefgrund
  • fachmännischen Rat für dauerhafte Entfernung
Weißer Schimmel im Keller ist meist Salpeter
  • Salpeterausblühungen sind nicht besonders gesundheitsgefährlich. Sie entstehen, wenn organische Substanzen mit dem Kalk im Mauerwerk reagieren. Dieser weiße Schimmel tritt vor allem in alten Stallungen auf, wo Urin oder Mist mit dem Mauerwerk in Berührung kamen.
  • Lassen Sie vom Fachmann prüfen, ob es sich bei dem weißen Schimmel im Keller um Salpeter- oder andere Salzausblühungen handelt. Die Behandlung des Mauerwerks ist nämlich im konkreten Fall unterschiedlich. Salzausblühungen sprechen eher für aufsteigende Feuchtigkeit, also eine undichte horizontale Sperre, Salpeter hingegen eher auf eine undichte vertikale Sperre.
  • Wenn die Salpeterschicht zu dick wird, kann sich dahinter Staunässe bilden, die die Schimmelbildung fördert. Deshalb sollten Sie die Ausblühungen vorsichtig mechanisch entfernen, beispielsweise mit einer Bürste. Tragen Sie dazu eine Feinstaubmaske, denn Salpeterstaub reizt die Atemwege.
  • Behandeln Sie die betroffenen Stellen nun mit Tiefgrund (gibt es im Baumarkt), um ein neuerliches Ausblühen einzudämmen. Das wird so jedoch nicht komplett verhindert, ohne eine gründliche Sanierung des Mauerwerks wird es also wieder zu Ausblühungen kommen.  
  • Salpeterausblühungen sind ein Hinweis auf mögliche stärkere Gesundheitsgefahren. Auf dem feuchten Mauerwerk wird sich vermutlich auch Schimmel bilden. Dessen Sporen gelangen leicht in die Atemwege und können Allergien auslösen und Infektionen hervorrufen, auch wenn er im Keller auftritt.
  • Als Geheimtipp gilt die Behandlung des betroffenen Mauerwerks mit Cola, das kann jedoch so nicht empfohlen werden. Auch mit Cola kann man das Keller-Mauerwerk oberflächlich vom Salpeter befreien, sie hat jedoch keine Tiefenwirkung und verändert den Salzhaushalt im Mauerwerk nicht.
  • Die Ausblühungen werden weiter auftreten, solange der Feuchtigkeitstransport im Mauerwerk nicht fachmännisch gestoppt wird.