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Was ist Salpeter? - Der Begriff verständlich erklärt

Salpeter ist oftmals an alten Mauerwerken zu beobachten, hier bilden sich weißliche Rückstände, die manchmal etwas an Schimmel erinnern, aber eine feste Struktur haben. Was genau passiert, wenn sich Salpeter bildet und woraus besteht dieser?

Salpeter in alten Mauern.
Salpeter in alten Mauern. © Klaus_Steves / Pixelio

An älteren Mauern finden sich manchmal weiße Ablagerungen, die mal an das Aussehen einer Tropfsteinhöhle erinnern und mal wie Schimmel wirken. Das ist Salpeter.

Wie bildet sich Salpeter?

  • Schon die Wortherkunft verrät etwas über den Begriff, denn dieser ist aus „sal“ für Salz und „petrae“ für Felsen zusammengesetzt. Es handelt sich also um einen Mineralstoff, der an festen Materialien in der Natur vorkommt.
  • Salpeter bildet sich, wenn andere Stoffe zersetzt werden, so gibt es etwa Calciumnitrat (der klassische Mauersalpeter) oder auch Natriumnitrat, eine chemische Verbindung mit Natrium. Dabei werden stickstoffhaltige Stoffe zersetzt, etwa Algen, Kotablagerungen von Tieren oder auch bestimmte abgestorbene Bakterien, die sich letztlich überall finden können.
  • Der weiße Belag entsteht dann, wenn hierzu noch Feuchtigkeit kommt, die löst einzelne Bestandteile aus den organischen Ablagerungen heraus, wie etwa das Calcium, um diese dann außen auf der Mauer abzulagern. Denn wenn die Wassertropfen die Mauer verlassen, dann verdunsten sie, zurück bleiben nur die weißen Ablagerungen.
  • Zwischen dem Kalk im Mauerwerk und organischen Substanzen findet dabei eine chemische Umwandlungsreaktion statt, deren Ergebnisse außen zu sehen sind.
  • Kaliumnitrit, eine spezielle Form des Salpeters, ist giftig, da die Ablagerungen jedoch nicht in die Raumluft abgegeben werden, gilt das Phänomen als ungefährlich.

Was gegen Salpeter tun?

  • Wenn Sie an den Wänden Salpeter wahrnehmen, dann kann es sich hierbei auch um andere Salze handeln, die nur ähnlich aussehen. Beispielsweise kann Mörtel im Mauerwerk, der regelmäßig mit Feuchtigkeit in Kontakt kommt, auch zersetzt und ausgespült werden. Dies sieht dem Salpeter sehr ähnlich, ist jedoch gefährlich für die Bausubstanz, da diese porös wird.
  • Ob es sich um Salpeter handelt oder nicht, ist also optisch nicht so leicht zu erkennen. Meist finden sich die Ablagerungen dort, wo auch viel organisches Material vorhanden ist, etwa bei Stallgebäuden, die mit dem Urin von Tieren in Kontakt kommen oder bei ehemals landwirtschaftlich genutzten Grundstücken.
  • Wenn Sie den Salpeter nur abkratzen, dann wird er schnell wiederkommen. Wichtig ist es also, die Ursache zu beseitigen, d.h. das Eindringen von Flüssigkeit in die Mauer. Das kann durch Abdichtungen, spezielle Drainagen oder auch das Aufbringen abdichtender Anstriche erfolgen.
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