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Was tun bei Hitzewallungen?

In den Wechseljahren sind Hitzewallungen für viele Frauen eine unangenehme Erscheinung. Hitze, Schweißausbrüchen und roter Haut können Sie mit Ernährung, Heilpflanzen und kühlenden Wasseranwendungen entgegenwirken.

Hitzewallungen sind unangenehm und können lästig werden.
Hitzewallungen sind unangenehm und können lästig werden.

Hitzewallungen in den Wechslejahren

Hitzewallungen sind vor allem Frauen in den Wechseljahren (Klimakterium) bekannt. Es gibt daneben andere Ursachen für die aufsteigende Hitze im Körper.

  • In den Wechseljahren leiden viele Frauen unter der typischen Wechseljahrssymptomatik. Hitzewallungen, Schweißausbrüche und gerötete Haut gehören dazu, ebenso Schwindel und Schwächegefühl, Herzklopfen, Reizbarkeit, Schlafstörungen und Depressionen.
  • Unter Hitzewallungen versteht man ein Empfinden von aufsteigender Hitze im Körper, die zum Kopfbereich emporsteigt. Sie sind oft verbunden mit Schweißausbrüchen, fleckig geröteter Haut und eventuell mit Herzklopfen. Sie dauern normalerweise bis zu drei Minuten und können bis zu dreißig Mal und öfter täglich auftreten.
  • Klimakterisch bedingte Hitzewallungen klingen nach den Wechseljahren langsam ab. Nach fünf Jahren sind die meisten Frauen davon befreit.
  • Ein hitziges Gefühl im Kopf kann neben den Wechseljahren andere Ursachen haben, vor allem einen hohen Blutdruck. Dieser hat unterschiedliche Ursachen, von Übergewicht und falscher Ernährung über Arteriosklerose bis zu Nieren- und Herzerkrankungen.

Treten die Beschwerden außerhalb des Klimakteriums mehrfach auf, konsultieren Sie einen Arzt, um eine Erkrankung auszuschließen.

Was bei Hitzewallungen geschieht

Die Wechseljahre bringen hormonelle Veränderungen mit sich, welche die Hitzewallungen auslösen. Die hormonellen Vorgänge, die zu den Beschwerden führen, sind noch nicht eindeutig geklärt.

  • Organisch geschieht bei Hitzewallungen Folgendes: Die peripheren Gefäße der Haut weiten sich und nehmen mehr Blut auf, was zu Wärme führt. Dies erklärt Hitzeempfindungen und Hautrötung. Man spricht von vasomotorischen Symptomen (Vas = Gefäß).
  • Zugrunde liegen hormonelle Umstellungen. Im Klimakterium fällt der Östrogenspiegel. Östrogen ist ein Faktor, der auf das Wärmeregulationszentrum im Gehirn einwirkt. Bei zu wenig Östrogen erweitert der Körper vermutlich die Gefäße, um Wärme abzugeben. Die Hitzewallung ist also ein Vorgang, der den Körper abkühlen soll.
  • Progesteron ist ein weiteres Hormon, dessen Mangel mit Hitzewallungen und Schweißausbrüchen in Verbindung gebracht werden kann. Die verminderte Progesteronproduktion kann zu Schlafstörungen führen.
  • Schließlich kann ein Testosteronmangel Schuld an Hitzewallungen sein. Testosteron wirkt vermutlich auf das Temperaturzentrum wie Östrogen.

Das können Sie gegen die Symptomatik tun

Wenn Sie unter Hitzewallungen im Klimakterium leiden, versuchen Sie verschiedene Mittel zur Linderung der Beschwerden.

  • Vitamin E kann bei Wechseljahrsbeschwerden wie Hitzewallungen helfen. Sie nehmen das Vitamin über kalt gepresste Pflanzenöle wie Weizenkeimöl, über Nüsse und Samen auf. Vitamin E als Präparat erhalten Sie in der Apotheke.
  • Schüssler-Salze können bei den Beschwerden helfen. Bei Hitzewallungen sind die Schüssler-Salze Nr. 3 und Nr. 24 empfehlenswert.
  • Vermeiden Sie Alkohol, Nikotin und Koffein. Auch scharfe Gewürze können Hitzegefühle auslösen.
  • Bewegen Sie sich an der frischen Luft. Moderate Bewegung im Wald oder Park kann gegen die Hitze helfen.
  • Mit kühlem Wasser begegnen Sie der aufsteigenden Hitze ohne Einnahme von Homöopathika oder bestimmten Nahrungsmitteln. Waschen Sie sich mit kühlem Wasser ab oder nehmen Sie ein lauwarmes Halbbad.
  • Zu den hormonell wirksamen Pflanzen gehören die Traubensilberkerze und der Rotklee, die traditionell bei Wechseljahrsbeschwerden angewendet werden. Sie haben eine östrogenartige Wirkung und können die nachlassende Östrogenproduktion des Körpers ausgleichen.
  • Versuchen Sie gegen Schwitzen Salbeitee einzusetzen. Hilfreich sind auch Salbeipräparate aus der Apotheke.

Bei nicht nachlassenden Beschwerden verordnet der Arzt Hormone. Hormone und hormonell wirksame Pflanzen sollten möglichst kurze Zeit gegeben werden, da sie das Thromboserisiko und das Krebsrisiko erhöhen. Konsultieren Sie vor der Einnahme Ihren Frauenarzt.

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