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Was tun bei Fersenschmerzen? - Tipps von Ihrem Yoga-Experten

Fersenschmerzen können verschiedene Ursachen haben, sind aber meistens auf eine Entzündung eines kräftigens Bandes an der Fußsohle, der Plantaraponeurose, und/oder auf die Ausbildung eines Fersensporns zurückzuführen. Beim Yoga können Sie derartige Probleme mit bestimmten Übungen und der richtigen Haltung direkt angehen.

Das Dehnen der Waden kann bei Fersenschmerzen helfen.
Das Dehnen der Waden kann bei Fersenschmerzen helfen.

Hinweise zum Umgang mit Fersenschmerzen beim Yoga

Zu den Asanas (Yogahaltungen), die Ihnen bei Fersenschmerzen Erleichterung verschaffen können, zählen die sogenannten "Beinstrecker" sowie Übungen und Techniken zum Dehnen der Fußsohle. Dabei gibt es allerdings verschiedene Dinge zu beachten.

  • Alle Yogaübungen, welche die Fersenschmerzen aktivieren oder gar verschlimmern, sollten unbedingt vermieden oder entsprechend modifiziert werden, um eine eventuell bestehende Entzündung in der Fußsohle nicht noch weiter zu reizen.
  • Anfänger sollten allerdings nicht versuchen, Yogahaltungen selbst abzuwandeln, da dies unter Umständen zum Einnehmen einer unguten Schonhaltung führen kann, welche dann andere Probleme nach sich ziehen könnte. 
  • Viele Asanas können mithilfe von verschiedenen Hilfsmitteln an die physischen Bedürfnisse von Schülern angepasst werden. Fragen Sie am besten einen erfahrenen Iyengar-Yoga-Lehrer um Rat, da diese sich in diesem Bereich in der Regel am besten auskennen.

So dehnen Sie Ihre Fußsohle von der Ferse bis zu den Zehen

  1. Stellen Sie sich zum Dehnen der Fußsohle mit hüftbreit aufgestellten Füßen so hin, dass die Außenkanten der Füße parallel zueinander sind.
  2. Heben Sie erst die Zehen und die Fußspitze des rechten Fußes, strecken Sie sie weit nach vorne und legen dann alle Zehen lang wieder ab. Heben Sie anschließend die Ferse, ziehen Sie sie nach hinten und bringen Sie sie wieder zum Boden. Wiederholen Sie das Gleiche mit dem linken Fuß. 
  3. Pressen Sie nun den Großzehballen Ihres rechten Fußes kraftvoll in den Boden und spreizen Sie die übrigen Zehen und Zehenballen möglichst weit nach außen weg. Drücken Sie dann die äußere Ferse nach unten, ohne die seitliche Ausdehnung im Fußballen zu verlieren. Machen Sie auch hier das Gleiche mit dem linken Fuß.

Versuchen Sie diese "Fußarbeit" in allen Yogahaltungen umzusetzen. So können Sie Ihre Fußsohle dehnen, das Fußgewölbe heben und kräftigen und den Fersenschmerzen somit effektiv entgegenwirken. 

So dehnen Sie Ihre Waden mit Yogahaltungen

  • Legen Sie in Ihrem Yogaübungsprogramm einen Schwerpunkt auf Asanas, bei denen die Rückseite der Unterschenkel gedehnt wird. Dazu zählen zum Beispiel die Haltungen Adho Mukha Svanasana, Virabhadrasana I, Parsvottanasana und Utkatasana.
  • Sie können die Dehnwirkung stehender Vorwärtsbeugen wie Uttanasana intensivieren, indem Sie die Fußspitzen erhöhen (z. B. mit einem Yogablock) und die Fersen zum Boden bringen. Achten Sie hier unbedingt darauf, die Innenknöchel nicht sinken zu lassen, sondern die oben beschriebene Fußarbeit auszuführen.
  • Dieses Prinzip zur Beinstreckung lässt sich auch auf Haltungen wie Utthita Trikonasana übertragen, indem Sie die Fußspitze des vorderen Beins entsprechend erhöhen. Achten Sie dabei wie sonst auch darauf, das Bein vollständig auszudrehen.

Wenn Ihnen die genannten Yogahaltungen unbekannt sind oder Sie bezüglich der Ausführung unsicher sind, sollten Sie sie - insbesondere bei Fersenschmerzen oder anderen Problemen - unbedingt unter der Anleitung eines kompetenten Yogalehrer erlernen. 

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