• Die Adduktorenschmerzen sind meist gekennzeichnet durch einen sogenannten Hypertonus der Muskulatur an der Innenseite des Beins. Hypertonus bedeutet einen erhöhten Spannungszustand, das heißt die betroffenen Muskeln fühlen sich meist sehr fest an und schmerzen bei Druck von außen.

Bei Adduktorenschmerzen helfen also oft Maßnahmen, die die Spannung im Muskel senken und ihn so zur Entspannung bringen:

Adduktorenschmerzen durch Massage lindern

  1. Sie können die Muskeln im Sitzen mit ausgestreckten Beinen gut selbst massieren.
  2. Packen Sie dazu die Adduktoren großflächig mit der Hand und geben Sie mit Ihren Handballen Druck auf die Muskulatur.
  3. Wenn Sie das Bein dabei auch noch abspreizen, die Adduktoren also etwas gedehnt werden, erhöht sich der Effekt.
  4. Sie können die Muskulatur auch mit den Fingerkuppen massieren. Machen Sie dazu kreisende Bewegungen in Form einer Acht direkt auf den schmerzhaften Bereichen.

Dehnung der Muskulatur bei Adduktorenschmerzen

  1. Auch leichte Dehnungen können bei Adduktorenschmerzen helfen.
  2. Stellen Sie sich dazu aufrecht hin, die Beine in Grätschstellung.
  3. Verlagern Sie nun das Gewicht immer weiter auf das rechte Bein. In der Endposition sollte das linke Bein ganz gestreckt, das rechte Bein im Knie gebeugt sein.
  4. Verlagern Sie Ihr Gewicht soweit, bis Sie die Dehnung innen am linken Oberschenkel spüren. Falls Sie nichts spüren, korrigieren Sie Ihre Position, indem Sie die Beine noch weiter auseinander stellen.
  5. Halten Sie die Dehnung für etwa 3 Atemzüge.
  6. Anschließend wiederholen Sie die Dehnung für die andere Seite, indem Sie Ihr Gewicht nun auf das linke Bein verlagern.

Adduktorenschmerzen mit Wärme lindern

  • Wärmeanwendungen können ebenfalls die Spannung in der Muskulatur senken und so bei Adduktorenschmerzen helfen. Legen Sie sich zum Beispiel eine Wärmflasche auf die betroffenen Bereiche auf.

Ärztliche Kontrolle bei wiederkehrenden Adduktorenschmerzen

  • Wenn Sie das Gefühl haben, die Schmerzen strahlen von einem anderen Körperabschnitt aus oder wenn Sie häufig unter Adduktorenschmerzen leiden und diese Sie im Alltag beeinträchtigen, sollten Sie einen Arzt oder Physiotherapeuten aufsuchen.

Schon vor dem Arztbesuch können Sie sich folgende Fragen stellen:

  1. Wann genau, in welcher Situation, tritt der Schmerz auf? (z.B nach oder während einer sportlichen Aktivität)
  2. Was für eine Qualität hat der Schmerz? (z.B. stechend, ziehend, drückend) Haben Sie das Gefühl, es ist ein reiner Muskelschmerz?
  3. Lässt sich eine ganz bestimmte Bewegung ausmachen, bei der die Adduktorenschmerzen auftreten?
  4. Wie lange dauert es, bis der Schmerz wieder abklingt?
  5. Gibt es Maßnahmen, die Ihnen in der Schmerzsituation helfen?
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