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Schmerzen am Sprunggelenk - was tun?

Schmerzen am Sprunggelenk können viele Ursachen haben. Neben Verletzungen können auch Überlastungen durch übermäßigen Sport eine Rolle spielen. Wie Sie sich bei Schmerzen am Sprunggelenk richtig verhalten, können Sie hier nachlesen.

Lieber schonen statt lange stehen
Lieber schonen statt lange stehen

Weiterer Autor: Jasmin Müller

Wie Schmerzen an den Sprunggelenken entstehen können

Schmerzen am Sprunggelenk können viele Ursachen haben.

  • Zu den häufigsten gehören Verletzungen, sei es beim Sport (vor allem bei Sportarten mit viel Springen, wie Basketball, Volleyball etc.), aber auch einfach durch Umknicken des Fußes auf der Straße an der Bordsteinkante.
  • Aber auch Überlastungen des Fußes und des Sprunggelenkes durch langes Marschieren können zu Schmerzen führen.
  • Ein Gichtanfall kann sich ebenfalls durch Schmerzen am Sprunggelenk manifestieren. Hier liegt die Ursache in einer falschen Ernährung (Alkohol, zu viel Fleisch).

Sich bei Verletzungen am Sprunggelenk richtig verhalten

  • Verzichten Sie auf Sport oder längere Wegstrecken zu Fuß.
  • Legen Sie den Fuß nach oben und kühlen Sie Ihr Sprunggelenk mit Eis. Achten Sie aber darauf, dass das Eis keinen direkten Hautkontakt hat, da es sonst zu Erfrierungen der Haut kommen kann. Wickeln Sie das Eis am besten in einen Waschlappen oder in ein Handtuch.
  • Eine lokale Salbentherapie mittels Diclofenac lindert die Schmerzen und führt zu einer Abschwellung des betroffenen Sprunggelenkes.
  • Geben Sie Ihrem Sprunggelenk eine Stütze. Diese kann aus einem einfachen Verband mittels einer Mullbinde bestehen, aber auch aus einer Knöchelstütze oder einer Knöchelbandage.
  • Vermeiden Sie langes Stehen. Dies führt zu einer vermehrten Schwellneigung des Sprunggelenks und führt zu einer verzögerten Heilung bei gleichzeitig verstärkten Schmerzen.
  • Sollte bei Ihnen eine Neigung zu erhöhten Harnsäurewerten im Blut und damit zur Gicht bestehen, achten Sie auf Ihre Ernährung. Verzichten Sie auf Alkohol und den übermäßigen Genuss von Fleisch und Hülsenfruchten (Linsen, Erbsen, Bohnen).

So kräftigen Sie das Sprunggelenk

Um das Sprunggelenk bei Schmerzen zu entlasten, eignen sich Übungen, die die Muskeln rund um den Knöchel aktivieren. Zusätzlich helfen Dehnübungen, wenn beispielsweise die Achillessehne gereizt ist.

  1. Beginnen Sie mit dieser Übung für die Aktivierung der Muskeln: Stellen Sie sich barfuß auf eine Matte. Beugen Sie die Knie leicht, der Oberkörper ist gerade aufgerichtet. Die Füße stehen etwas mehr als hüftbreit auseinander. Nun beginnen Sie, langsam das Gewicht etwas zu verlagern, sodass Sie fast auf den Zehenspitzen stehen, dann langsam in die Gegenrichtung, sodass das Gewicht auf den Fersen lastet und die Zehen in die Luft gehoben werden. Wiederholen Sie das 10-mal, dann kommen Sie in die Ausgangsposition zurück.
  2. Nun verlagern Sie das Gewicht etwas seitlich, abwechselnd auf die Außenkanten der Füße und die Innenseite der Füße. Auch dies führen Sie zehnmal durch.
  3. Anschließend stabilisieren Sie sich in der Mittelposition und gehen nun langsam in die Kniebeuge. Achten Sie darauf, ob es im Sprunggelenk schmerzt - gehen Sie auf keinen Fall über die Schmerzgrenze. Wenn möglich, können Sie diese Übung auch auf einem Bein durchführen, dann wiederholen Sie dies pro Bein etwa 10-mal.
  4. Stellen Sie sich auf eine Treppenstufe oder auf einen Stepper. Lassen Sie die Ferse des betroffenen Beines überhängen, das andere Bein wird leicht gebeugt. Strecken Sie das Bein im Überhang nach unten aus und verlagern Sie das Gewicht auf dieses Bein, sodass Sie eine deutliche Dehnung in der hinteren Wadenmuskulatur bemerken.
  5. Gegen Schmerzen im Sprunggelenk können Sie zusätzlich mit Bandagen oder Tapes vorgehen. Diese geben dem Gelenk beim Sport mehr Halt und sichern zusätzlich.
  6. Auch eine Behandlung beim Physiotherapeuten sollten Sie in Betracht ziehen, wenn die Schmerzen nicht abklingen. So erhalten Sie gezielt Übungen und können die Ursache für Ihre Beschwerden herausfinden.

Sollten die Schmerzen am Sprunggelenk längere Zeit bestehen, suchen Sie Ihren Hausarzt auf. Dieser kann dann eine weiterführende Diagnostik veranlassen.

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