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Was essen Maikäfer?

Wovon leben eigentlich Maikäfer, also was fressen sie? Die Frage liegt auf der Hand, da die kleinen Krabbler inzwischen nur noch selten zu sehen sind.

Maikäfer sind Vegetarier.
Maikäfer sind Vegetarier.

Infos rund um die bekannten Maikäfer

Naturschützer freuen sich über die Tatsache, dass nun wieder mehr Maikäfer und die mit ihnen verwandten, jedoch kleineren Junikäfer zu sehen sind. Im Gegensatz zu früheren Jahren sind diese Krabbler in ihrem Bestand stark zurückgegangen.

Maikäfer (Melolontha) wie auch die ähnlichen Junikäfer (Amphimallon) gehören zur Familie der Blatthornkäfer. Typisch für diese Käferfamilie sind die blattförmig gefächerten Fühlerspitzen. Diese sind neben den braunen, längs gerippten Deckflügeln eines der charakteristischen Zeichen des Maikäfers. Die Larve hat die bekannte Gestalt eines Engerlings, den Sie vielfach im Komposthaufen oder im Boden finden.

In Mitteleuropa finden Sie drei Arten von Maikäfer. Den am häufigsten anzutreffenden Feldmaikäfer, den Waldmaikäfer und eine weitere Art, die dem Feldmaikäfer sehr ähnlich, jedoch nur extrem selten in Süddeutschland zu finden ist, den sogenannten Melolontha pectoralis. Die drei Arten lassen sich am besten anhand der Form und Beharrung der jeweiligen Hinterleibsspitze unterscheiden.

Ausgewachsene Maikäfer erreichen eine Größe von zwei bis drei Zentimetern, die später im Jahr auftretenden Junikäfer sind nur rund 1,5 Zentimeter lang. Kopf, Brust und Unterseite des Leibes sind schwarz, die Flanken zieren markante schwarz-weiße Dreiecke. Sie können Maikäfer am besten in Laubwäldern (Birken) oder an Waldrändern beobachten. Man findet Sie von Mai bis Juli jedoch auch in Feldgehölzen und Obstbäumen.

Es dauert drei bis vier Jahre, bis die Käfer geschlechtsreif sind. Die Männchen sterben nach der Paarung. Die Weibchen legen die Eier im Boden ab. Die typischen weißen Engerlinge  entwickeln sich innerhalb von drei bis vier Jahren über eine Puppe zum fertigen Käfer. 

Durch die periodische Entwicklung gab es früher sogenannte "Maikäferjahre", in denen man die Käfer "von den Bäumen schütteln" und als Hühnerfutter verwenden konnte. Heute ist die Art jedoch recht selten geworden.

Die Sumsemänner "essen" vegetarisch

Von was ernähren sich die Larven und die erwachsenen Tiere, also was "essen" die bekannten Maikäfer eigentlich? Beide können als Vegetarier bezeichnet werden. Die im Erdreich lebenden Engerlinge ernähren sich von Pflanzenteilen und Wurzeln. Treten Sie massenhaft auf, können Sie Bäume und andere Pflanzen extrem schädigen.

Ausgewachsene Tiere fressen tagsüber Blätter und junge Triebe, was bei Massenansammlungen der Käfer zu einem Kahlfraß frühen kann. Ebenso lieben sie die Blätter von Obstbäumen, sehr zum Ärger der Besitzer. Dies ist mit ein Grund, warum die Käfer früher bekämpft wurden.

Sollten keine Blätter mehr vorhanden sein, dann essen die Käfer auch die Nadeln entsprechender Bäume. Es wurde auch schon beobachtet, dass sie sich gegenseitig auffressen.

Maikäfer - kurz und bündig

Maikäfer sind vom Aussehen und von Ihrer Fortpflanzung her bemerkenswert. Doch dabei dürfen Sie nicht vergessen, dass Sie wegen ihres periodischen, massenhaften Auftretens vor allem früher als Schädling betrachtet und bekämpft wurden. Der Ausdruck "Maikäferjahr" zeugt davon.

Der Maikäfer
So heißt er offiziell

Maikäfer: Melolontha; davon drei Unterarten in Europa bekannt

Junikäfer: Amphimallon

So sieht er aus Größe um die vier Zentimeter; markante schwarz-weiße Dreiecke an der Seite; dunkelbraune längs gerippte Deckflügel, gefächerte Fühlerspitzen; die später erscheinenden Junikäfer sind kleiner und dunkler gefärbt.
Hier fühlt er sich wohl Lebensraum der drei Arten ist Mitteleuropa; die Larven (weiße Engerlinge) leben im Boden; der fertige Käfer auf Bäumen, meist an Waldrändern
So pflanzt er sich fort Weibchen legt Eier im Boden ab; Engerlinge benötigen drei bis vier Jahre inklusive Verpuppen; Käfer kommen im Mai aus dem Boden und leben nur etwa vier Wochen
Das frisst er Larven fressen Wurzeln; ausgewachsene Käfer Blätter; daher in großen Mengen gefürchteter Schädling

 

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