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Verschiedene Bundeswehr-Abzeichen - Wissenswertes

So viele verschiedene Abzeichen, wie die Bundeswehr verteilt, können einen schon einmal verwirren. Ob nun Dienstgrad- oder Ehrenabzeichen: die Schulterkappen einer Militäruniform sagen mehr über den Soldaten aus, als der Durchschnittsbürger weiß. Welche Abzeichen gibt es also bei der Bundeswehr und was verraten sie über den Träger?

Für überragende Schießleistungen gibt es Sonderabzeichen.
Für überragende Schießleistungen gibt es Sonderabzeichen. © Petra_Bork / Pixelio

Was das Dienstgradabzeichen verrät

  • Dienstgradabzeichen sind die wohl bekanntesten Abzeichen in der Bundeswehr. Ein solcher Hinweis auf den Dienstgrad ist für Sie deshalb schnell zu erkennen, weil der Soldat es auf der Oberbekleidung, genauer auf deren Schulterkappen trägt, zuweilen findet es sich auch auf Unter- oder Oberarm wieder.
  • Das Dienstgradabzeichen eines Soldaten verrät Ihnen dabei nicht nur, welcher Teilstreitkraft er angehört, auch sagt es Ihnen, aus welchem Teil der Dienstgradgruppe er stammt. Das heißt nun beispielsweise, dass die Kombination von Dienstgradabzeichen und bestimmter Uniform erkennen lässt, ob ein Soldat sich bei Heer oder Luftwaffe befindet. So verweist auf dem Feldanzug eine farbige Aufschiebeschlaufe unterhalb der Dienstgradabzeichen darauf, dass man Teil des Heeres ist, während Ihnen abhängig von der Truppengattung eine Doppelschwinge unter Ihrem Dienstgradabzeichen zeigt, dass der Soldat Teil der Luftwaffe ist.
  • Auf dem Dienstanzug weist das Dienstgradabzeichen auf einem grauem Tuch zusammen mit einer farbigen Borte je nach Truppengattung darauf hin, dass ein Soldat beim Heer tätig sind. Hingegen zeigt ein Abzeichen, das auf blauem Tuch getragen und mit gelber Borte kombiniert wird, an, dass er sich bei der Luftwaffe befindet. Um zwischen Heer und Luftwaffe in den genannten Fällen zu unterscheiden, dient zudem das Marinedienstgradabzeichen.
  • Als Beispiel kann Ihnen der Grad des Hauptgefreiten genannt werden. So erkennen Sie den Hauptgefreiten des Feldheers an drei dunkelgrünen Streifen auf dem Feldanzug. Den Hauptgefreiten der Luftwaffe identifizieren Sie durch dieselben 2 Streifen, wobei Sie zusätzlich dazu die Doppelschwinge darunter erkennen werden. Der Marinehauptgefreite hebt sich hier von den beiden zuvor genannten ab: so sind die 3 Streifen auf seinem Dienstabzeichen nicht grün, sondern golden.
  • Nach jenem System ist jedes Dienstgradabzeichen vom anderen zu unterscheiden. Wenn Sie sich einen genaueren Überblick über die Einzeldienstgrade und deren Schulterabzeichen verschaffen wollen, so können Ihnen die Suchmaschinen im Internet dabei weiterhelfen.

Ehrenzeichen und Auszeichnungen bei der Bundeswehr

  • Als Sonderabzeichen der Bundeswehr kann das Fallschirmspringerabzeichen genannt werden. Abhängig von der Anzahl an Sprüngen, die ein Fallschirmjäger bereits hinter sich gebracht hat, erhält er einen bronzenen, silbernen oder goldenen Doppelschwingenanstecker von seiner Einheit. Dabei meint das bronzene Abzeichen, dass der Soldat 5 Sprünge, somit also die Grundausbildung, geleistet hat. Das silberne Abzeichen erhält er erst nach 20 Sprüngen, wobei das goldene nach weiteren 30 Sprüngen vergeben wird. Hat sich ein Soldat das Tragen des Sonderabzeichens verdient, so trägt er den Stecker korrekt über der Brusttasche des Dienstanzugs.
  • Als weiteres Sonderabzeichen können Sie sich nun das Leistungsabzeichen vorstellen. Der Soldat darf dieses Metallabzeichen auf der linken Brusttasche der Dienstjacke tragen, wenn er bestimmte Schießleistungen, dazu bestimmte Sport-, Marsch- und Militärleistungen erbracht hat. Frühestens kann ein Soldat der Teilstreitkraft sich das Abzeichen nach vier Monaten Dienst verdienen, wobei es zumeist auf Grundlage einer Wehrübung verliehen wird und zwischen Gold für wiederholte Hochleistung und Silber, sowie Bronze, unterschieden wird.
  • Vom Leistungsabzeichen zu unterscheiden, ist das Tätigkeitsabzeichen. Jenes unterscheidet sich stark in seinen Ausführungen, jedoch verweist es in allen Truppengattungen auf einen hohen Erfahrungsstand des Soldaten. Meist erhält der Unteroffizier das Abzeichen, wobei er es auf der rechten Brusttasche des Dienstanzugs zu tragen hat.
  • Als begehrtestes, weil am seltensten verliehenes Sonderabzeichen der Bundeswehr, gilt das Ehrenzeichen für Tapferkeit. Erkennen können Sie einen besonders tapferen Soldaten dabei an einer Bandschnalle, auf der eine Kreuzform in bronze, silber oder gold abgebildet ist. Zwar wird das Abzeichen zudem in Urkunden- und Medaillenform verliehen, wirklich getragen wird aber meist nur die Bandschnalle. Voraussetzungen für jenes Sonderabzeichen ist eine wirklich herausragende Einzeltat, wobei seit 1980 nicht mehr als 30 Soldaten zu Besitzern des Ehrenabzeichens für Tapferkeit wurden.

Generell ist die Abzeichenregelung bei der Bundeswehr, wie Sie sehen, zwar systematisch, und dennoch äußerst verwickelt und viel gefächert. Bis Sie wirklich alle Abzeichen, die zugehörigen Dienst- und Erfahrungsgrade kennen, sollte also einige Zeit vergehen.

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