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Der Oberstleutnant und sein Gehalt - Wissenswertes zu den Verdienstmöglichkeiten als Offizier

Fast alle Akteure bei der Bundeswehr sind zumindest zeitweise größeren Gefahren ausgesetzt, als das bei den meisten anderen Berufstätigen der Fall ist. Welcher Gehalt wird Offizieren mit dem Dienstgrad eines Oberstleutnants im Anbetracht dieser Umstände ausgezahlt?

Das Leben der Soldaten ist nicht immer so idyllisch
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So viel verdient ein Oberstleutnant pro Monat

Gekennzeichnet durch ein silbernes Eichenlaub mit zwei silbernen Sternen als Dienstrangzeichen ist der Oberstleutnant der sechsthöchste Offiziersgrad eines Soldaten bei der Bundeswehr. Unter ihm befindet sich der Major, über ihm in der Hierarchie steht der Oberst. Das Gehalt eines Offiziers hängt maßgeblich von seinem Alter ab.

  • Der Dienstgrad des Oberstleutnants ist frühestens im Alter von 25 zu erreichen.
    Erreicht ein Soldat diesen Grad, so wird ihm monatlich ein Einkommen von 3587,22 Euro zugeschrieben, sofern er unter die standardmäßige Besoldungsklasse A14 fällt.
  • Wird der Oberstleutnant nach der Besoldungsklasse A15 vergütet, so stehen ihm 4384,71 Euro zu. Dazu muss er mindestens 33 Jahre alt sein und einen herausgehobenen Dienstposten innehaben.
  • Das monatliche Gehalt steigert sich bis zum Erreichen eines Alters von 29 Jahren im 2-Jahres-Rhythmus und anschließend im 3-Jahres-Rhythmus, bis es im Alter von 53 Jahren seinen Höchstpunkt erreicht. In Klasse A14 entspricht das 4877,92 Euro, in Klasse A15 5507,95 Euro.

Das bekommen die sechsthöchsten Offiziere zusätzlich zum Gehalt

  • Ein Oberstleutnant erhält einen Familienzuschlag von 116,82 Euro, wenn er mindestens ein Kind hat und verheiratet ist, 216,71 Euro gibt es für alle verwitweten. Falls mehr als ein Kind in der Familie lebt, erhöht sich der Familienzuschlag für das zweite Kind, das zu berücksichtigen ist, um 99,89 Euro und ab dem dritten zu berücksichtigenden Kind um 311,25 Euro.
  • Durch den sogenannten Auslandsverwendungszuschlag (AVZ) erhalten die Soldaten - je nach Einsatzgebiet, das in sechs verschiedene Stufen eingeteilt ist - zusätzliches Geld. Dieser Zuschlag variiert zwischen 30 und 110 Euro pro Tag und ist sowohl von der Belastungsintensität als auch der Gefährdungsstufe abhängig. Afghanistaneinsätze werden daher derzeit mit dem Höchstsatz vergütet. 
  • Das Gehalt eines Oberstleutnants wird außerdem noch durch diverse weitere Zuschläge aufgebessert, wie zum Beispiel durch Tauchgänge oder Umgang mit Explosivstoffen und Munition.

Während der Oberstleutnant für Heer und Luftwaffe verantwortlich ist, erhalten die ranggleichen Verantwortlichen bei der Marine, die Fregattenkapitäne als auch die Oberfeldärzte beim Sanitätsdienst, die gleiche Vergütung. Mit diesem recht komplizierten Besoldungssystem bemüht sich die Bundeswehr, die Gefährdung der Soldaten und ihre Gehälter in Balance zu halten.

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