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Venom Bites - Infos zum Piercing

Venom Bites wird ein Piercing genannt, bei dem zwei Löcher nebeneinander durch die Zunge gestochen werden. Das ist nicht bei jedem möglich und dazu recht schmerzhaft. Viele finden aber, dass sich die Mühe lohnt.

Beidseitige Zungenpiercings werden Venom Bites genannt.
Beidseitige Zungenpiercings werden Venom Bites genannt.

Venom Bites - Piercing extrem

Jeder weiß, wie ein gewöhnliches Zungenpiercing aussieht: Es verläuft durch die Mitte der Zunge und somit durch eine Stelle, die recht unempfindlich ist. Viele lassen sich gleich zwei oder auch drei Piercings hintereinander stechen - da es sich um eine ungefährliche Stelle handelt, ist das kein Problem. Bei Venom Bites sieht es anders aus. Hier werden gleich zwei Piercings gestochen, und zwar links und rechts durch den Zungenmuskel. Diese Stelle ist nicht nur schmerzhaft, sondern auch riskant, denn neben dem Muskel selbst können auch Blutgefäße verletzt werden. Darum sollten Sie, wenn Sie Venom Bites haben möchten, auf eine genaue Planung und Risikoabklärung setzen.

Der richtige Weg zum Doppelpiercing

  1. Wenn Sie sich Venom Bites stechen lassen möchten, ist der erste Schritt: Suchen Sie sich einen guten und erfahrenen Piercer. Viele Piercer stechen wegen der Risiken generell keine Venom Bites. Versuchen Sie nicht, einen solchen Piercer zu überreden, sondern finden Sie stattdessen jemanden, der sich mit den Bites auskennt. Fragen Sie jemanden, der das Piercing hat, wo er es stechen lassen hat - beispielsweise in einem Piercingforum. Für ein solches Piercing lohnt es sich auch, eine längere Anfahrt auf sich zu nehmen.
  2. Dann lassen Sie Ihre Zunge genau begutachten. Die Venom Bites sind nicht bei jedem möglich - es kommt unter anderem auf die Dicke Ihres Zungenmuskels an. Wenn der Piercer zu dem Schluss kommt, dass sich das Piercing für Sie nicht eignet, lassen Sie es. Sonst müssen Sie mit ernsten medizinischen Konsequenzen rechnen, die sich für keinen Körperschmuck lohnen. Ist der Piercer einverstanden, kann es ans Stechen gehen.
  3. Es kann nicht schaden, wenn Sie fürs Einsetzen der Piercings jemanden zum Händchenhalten dabei haben - die Venom Bites sind, da sie durch den Zungenmuskel verlaufen, sehr schmerzhaft. Zudem sollten Sie sich überlegen, ob Sie sich beide Piercings in einer Sitzung stechen lassen, denn die Zunge schwillt danach an und ist recht empfindlich. Wenn Sie mit einer Seite beginnen, können Sie zumindest an der anderen noch einigermaßen normal essen.
  4. Nach dem Stechen kann es vorkommen, dass die gepiercten Stellen heftig bluten. In diesem Fall wurde ein Blutgefäß verletzt. Behalten Sie die Blutung genau im Auge - nach spätestens 20 Minuten sollte sie stoppen oder deutlich weniger werden! Im Ernstfall scheuen Sie sich nicht vor einem Arztbesuch. Fahren Sie gleich nach dem Stechen auch kein Auto. Wieder ist es jetzt gut, wenn Sie jemanden haben, der Sie nach Hause begleitet.
  5. Nun geht es an die Heilungsphase. Es kann gut sein, dass Ihre Zunge zunächst nicht anschwillt, dann aber abends oder über Nacht dick wird. Das ist zunächst nicht schlimm, solange die Stäbe des Piercings lang genug sind und kein Druck entsteht. Sollte Druck entstehen, muss der Piercer die Stäbe tauschen. Um die Heilung zu unterstützen, sollten Sie in den ersten Tagen nach dem Stechen viel Weiches essen, wenig reden und regelmäßig Eiswürfel lutschen.

Nach ungefähr zehn Tagen sollte sich Ihre Zunge halbwegs an das Piercing gewöhnt haben. Bis die Wundstellen vollständig abgeheilt sind, kann es aber länger dauern.

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