Alle Kategorien
Suche

Untertanengeist - Wissenswertes

Nach wie vor wird dem Deutschen ein Untertanengeist nachgesagt. Sie haben sicher das Buch „Der Untertan“ von Heinrich Mann gelesen und wissen in etwa, worin es geht. Die Beschreibung und die Geschichte Deutschlands sind wohl zum Teil die Ursachen für dieses Vorurteil.

Ein Untertanengeist ist kein freier Geist!
Ein Untertanengeist ist kein freier Geist!

Definition von „Untertanengeist“

  • Vielleicht haben Sie den Begriff „Untertanengeist“ schon einmal in einem Gespräch gehört oder ihn gelesen. Meistens werden Sie ihn im Zusammenhang mit Deutschland hören oder lesen. Ursachen können das Verhalten der Deutschen im 1. und 2. Weltkrieg, aber auch der Klassiker „Der Untertan“ von Heinrich Mann sein.
  • Um die Zusammenhänge besser verstehen zu können, sollten Sie sich mit dem Begriff befassen. Ein Untertan ist ein Mensch, der sich einem anderen unterwirft, ihm dient und dabei sein eigenes Denken und den eigenen Willen aufgibt. Sein Handeln reicht bis hin zur totalen Selbstaufgabe. Merkmal ist ein kriecherisches und unsympathisches Gehabe nach oben und ein brutales, selbstsüchtiges Verhalten nach unten zu den Schwächeren.

Untertanengeist der Deutschen

  • Heinrich Mann beschrieb in seinem Buch „Der Untertan“ den Untertanengeist mit der Figur Diedrich Heßling. Wie Sie vielleicht noch wissen, war er ein Schwächling, Kriecher, Angsthase und ein kränklicher Mensch. Er bettelte um die Aufmerksamkeit und Liebe seines Vaters – sogar, als er ihn noch schlug. Diese Beschreibung hielt sich hartnäckig.
  • Auch das deutsche Militär stand in dem Ruf, den Untertanengeist zu fördern. Deutsche Soldaten wurden so lange drangsaliert und gedemütigt, bis sie keinen eigenen Willen und Geist mehr hatten und versuchten, ihre Schäfchen mit Kriecherei ins Trockene zu bringen.
  • Auch heute noch ist diese Mentalität weit verbreitet. Das gilt nicht nur für die Deutschen, sondern allgemein für die Menschheit. Immer mehr Menschen kriechen sich nach oben und treten nach unten, um ihre Chancen auf ein Fortkommen zu erhöhen.
Teilen: