Was Sie benötigen:
  • Kescher
  • Fischfutter
  • Sauerstoff-Pflanzen
  • Eisfreihalter oder Durchlüfterstein
  • evtl. Teichheizung und/oder Sauerstoffpumpe

Wer Fische im Gartenteich hat, sollte sie gut versorgen, damit die Tiere gesund und lange munter bleiben. Daher sollten Sie den Teich auch rechtzeitig auf den Winter vorbereiten. Nur wer hierbei das Nötige beachtet, kann sicher sein, dass seine Fische im Frühjahr noch leben.

Voraussetzungen bevor der Teich gefroren ist

Zunächst sollten Sie den Teich auf den Winter vorbereiten, um die richtigen Voraussetzungen für die Überwinterung schaffen zu können.

  • Wichtig ist, dass Sie den Teich säubern. Entfernen Sie mit einem Kescher alle Blätter, Äste und sonstige Bestandteile, die im Wasser nichts zu suchen haben. Machen Sie Ihren Fischen somit Platz und bieten ihnen sauberes Wasser.
  • Pflanzen oder Pflanzenteile, die abgestorben sind, sollten ebenfalls herausgenommen werden. Denn diese geben an das Teichwasser giftige Gase ab und nehmen den Sauerstoff, den Ihre Fische zum Überleben brauchen!
  • Nehmen Sie auch Wasserpflanzen heraus, die den kalten Winter nicht überstehen würden, und überwintern diese an einem geschützten Ort. Pflanzen, die Sauerstoff an das Wasser abgeben, wie zum Beispiel Unterwasser-Hahnenfuß, Armleuchtergewächse, Wasserpest und Laichkräuter, sollten dagegen unbedingt im Teich bleiben!
  • Entnehmen Sie die Elektronik des Gartenteichs rechtzeitig. Ab einer Temperatur, die unter 12 °C sinkt, sollten Teich- und/oder Bachlaufpumpen abgeschaltet werden, damit das Wasser nicht zu tief zufriert.

So überwintern Sie die Fische

Auch Ihre Fische sollten auf den Winter vorbereitet werden.

  • Sorgen Sie dafür, dass Ihr Teich an einer Stelle mindestens 80 cm, besser noch einen Meter tief ist. Denn die Fische haben nur dann die Chance, zu überleben, wenn der Teich sehr dick zugefroren ist. Zudem ist das Wasser umso wärmer, je tiefer die Fische nach unten schwimmen.
  • Füttern Sie Ihre Fische im Herbst mehr als sonst, damit sie sich Reserven für den Winter (während dem sie nicht gefüttert werden), anlagern können. Diese Reserven werden sie brauchen. Im Frühjahr sollten Sie die Tiere ebenfalls gut füttern, damit sie sich erholen können.
  • Sorgen Sie auf jeden Fall dafür, dass die Wasseroberfläche nicht komplett gefroren ist. Ein Loch muss bleiben, damit die Fische Sauerstoff bekommen können. Zu diesem Zweck gibt es spezielle Eisfreihalter oder Durchlüftersteine, die Sie auf das Wasser setzen, bevor es gefroren ist. Beachten Sie hierbei die Herstellerinformationen.
  • Schlagen Sie auf gar keinen Fall ein Loch in eine bestehende Eisschicht! Ihre Fische können dadurch großen Schaden nehmen. Stellen Sie sicher, dass es erst gar nicht dazu kommt, dass die Teichoberfläche ganz zugefroren ist.
  • Sie können auch Teichheizungen und/oder Sauerstoffpumpen einbauen, wenn Sie sich zu große Sorgen um Ihre Fische machen. Im Fachhandel werden Sie dazu gerne beraten. Unbedingt nötig ist dies jedoch nicht - bei richtiger Handhabung der Überwinterung.
  • Nach dem Winter können Sie testen ob Ihr Gartenteich sowie Ihre Fische die kalte Jahreszeit gesund überstanden haben. Wirbeln Sie etwas Bodenschlamm auf und warten ca. eine Stunde ab. Wenn das Wasser danach wieder klar ist, müssen Sie sich keine Gedanken machen, bleibt es trübe, sollten Sie die Tiere einem Tierarzt vorstellen und sich um Ihren Teich kümmern.

Natürlich können Sie Ihre Fische auch aus dem Gartenteich nehmen und zum Beispiel in der Garage oder im Keller (in zur Hälfte Teich- und Frischwasser) überwintern. Diesen Stress sollten Sie den Tieren aber nur dann zumuten, wenn Ihr Teich nicht tief genug ist, denn wenn Sie alles beachten, sollte es kein Problem sein, die Fische im Winter in ihrer gewohnten Umgebung zu belassen.