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Tatortreiniger - die Ausbildung erfolgreich absolvieren

Tatortreiniger ist ein in Deutschland noch recht junger Beruf, eine einheitliche Ausbildung gibt es bislang nicht. Die Qualifizierung kann auf verschiedene Weise erfolgen. Mit den Überresten krimineller Taten werden Sie dennoch nur selten zu tun bekommen, viel häufiger sind Messie-Wohnungen, Selbstmorde und vergessene Tote, jene Menschen, die allein gestorben sind und oft wochenlang nicht gefunden werden.

Haben Sie keine Scheu vor Blut.
Haben Sie keine Scheu vor Blut. © Oliver Moosdorf / Pixelio

Nicht jeder kann Tatortreiniger werden

Bevor Sie überhaupt an eine Ausbildung zum Tatortreiniger denken, sollten Sie Ihre charakterliche Eignung überprüfen. Nur psychisch stabile und körperlich fitte Menschen sollten diesen Dienstleistungsberuf ausüben.

  • Sie sollten keine Scheu vor unangenehmen Gerüchen und Schädlingen haben. Nicht jedem liegt der Umgang mit Fäkalien, Urin und Blut. Zudem finden sich bald nach dem Tod Speckkäfer und Schmeißfliegen ein.
  • Da Sie ständig mit Atemmaske arbeiten werden, sollten Sie keine Atemerkrankungen wie Asthma aufweisen.
  • Reinlichkeit und Gewissenhaftigkeit sind ebenfalls wichtige Eigenschaften. Übersehen Sie etwas Blut, kann die gesamte Arbeit umsonst gewesen sein, da sich der Geruch schnell wieder ausbreitet. Zudem müssen Sie Sorge tragen, dass Sie selbst mit Ganzkörperschutzanzug und Atemmaske zuverlässig geschützt sind. Nachlässigkeit kann in diesem Beruf aufgrund verschiedener Infektionskrankheiten wie HIV und Tuberkulose sehr gefährlich werden.
  • Ihre psychische Belastbarkeit muss außergewöhnlich hoch sein, der Tod anderer Menschen und deren Schicksale darf Sie nicht übermäßig belasten, schwarzer Humor kann Ihnen bei der Bewältigung helfen.
  • Zudem müssen Sie handwerklich geschickt und körperlich fit sein, da es oft mit dem Reinigen selbst nicht getan ist.
  • Da es sich bei dem Tatortreiniger um einen Dienstleistungsberuf handelt, sollten Sie gute Umgangsformen besitzen, nicht zuletzt sind auch Einfühlungsvermögen und Sensibilität im Umgang mit den Hinterbliebenen sehr wichtig.

Machen Sie eine Ausbildung zum Gebäudereiniger

  • Zunächst müssen Sie eine Ausbildung zum Gebäudereiniger abschließen. Diese dauert drei Jahre und ist dual organisiert, das heißt, Sie lernen in der Berufsschule theoretische Inhalte, im Betrieb selbst bekommen Sie praktische Erfahrungen.
  • Um eine solche Ausbildung beginnen zu können, sollten Sie gute mathematische, physikalische, chemische und technische Grundkenntnisse besitzen. Außerdem sollten Sie in der Lage sein, gut mit anderen zusammenzuarbeiten.
  • Um sich weiter zu qualifizieren, kann sich an die Ausbildung zum Gebäudereiniger eine Weiterbildung zum Schädlingsbekämpfer oder staatlich anerkannten Desinfektor anschließen.
  • Als Tatortreiniger müssen Sie Kenntnisse des Infektionsschutzgesetzes nachweisen, diese erhalten Sie in der Schulung zum Desinfektor.
  • Wenige Unternehmen haben sich bis dato auf die Tatortreinigung spezialisiert. Fragen Sie bei Gebäudereinigungsfirmen nach, ob Sie hier eine spezialisierte Ausbildung machen können.
  • Wollen Sie sich als Tatortreiniger selbstständig machen oder selbst ein Tatortreinigungsunternehmen gründen, müssen Sie eine Meisterprüfung als Gebäudereiniger ablegen.
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