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Leichenschminker - Ausbildung zum Bestatter

Nicht jeder ist für den Beruf des Bestatters geeignet, denn neben einem hohen Maß an Einfühlungsvermögen müssen Sie auch gut rechnen und sich schriftlich ausdrücken können. Haben Sie ein großes Interesse an Kosmetik und wollen Verstorbene so herrichten, dass Verletzungen oder Krankheitsfolgen unsichtbar werden, könnte das Gebiet der Thanatopraxie für Sie eine Alternative sein - diese Experten werden etwas pietätlos auch als Leichenschminker bezeichnet.

Totenkosmetik ist ein Spezialgebiet.
Totenkosmetik ist ein Spezialgebiet.

Leichenschminker werden - das Gebiet der Thanatopraxie

Wollen Sie Leichenschminker werden, haben Sie verschiedene Möglichkeiten:

  • Auf den Bereich der Totenkosmetik haben sich die Thanatopraktiker spezialisiert. Dabei handelt es sich um eine Ausbildung, die derzeit nur an dem "Deutschen Institut für Thanatopraxie GmbH" möglich ist, die Kosten müssen Sie selbst übernehmen, sie betragen um die 4000 Euro. Sie erwerben den Abschluss als "Geprüfter Thanatopraktiker".
  • Während einer mehrwöchigen theoretischen und praktischen Ausbildung erhalten Sie Kenntnisse, um Verstorbene sowohl hygienisch als auch ästhetisch so herzurichten, dass Sie etwa im offenen Sarg "präsentiert" werden können.
  • Thanatopraktiker, umgangssprachlich auch als Leichenschminker bezeichnet, kommen immer dann zum Einsatz, wenn der Verstorbene Opfer einer Gewalttat, eines schweren Unfalls geworden ist oder das Äußere infolge einer schweren Krankheit in Mitleidenschaft gezogen worden ist.
  • Zudem stellen Sie auch Totenmasken her oder verzögern die Verwesung, in dem Sie die Verstorbenen einbalsamieren.
  • Ein Bestatter nimmt viele unterschiedliche Aufgaben wahr. Ein einheitlich geregelter …

  • Auch als ausgebildete Kosmetikerin oder Maskenbildner/Visagist haben Sie die Möglichkeit, in einem Bestattungshaus zu arbeiten. Jedoch werden diese meist in besonders schwierigen Fällen temporär als freie Mitarbeiter eingestellt.
  • Auch nach einer abgeschlossenen Ausbildung zum Bestatter können Sie sich zum Thanatopraktiker weiterbilden und werden für viele Bestattungsunternehmen so attraktiver.

Ausbildung zur Bestattungsfachkraft

  • Wollen Sie langfristig und erfolgreich in einem Bestattungsunternehmen arbeiten, sollten Sie über breit gefächerte Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen. Diese können Sie entweder in einer kaufmännischen Ausbildung (Bürokaufmann/-frau) mit Spezialisierung auf das Bestattungswesen oder in einer Ausbildung zur Bestattungsfachkraft erwerben.
  • Im Rahmen einer elfmonatigen Fortbildung können Sie den Abschluss des "Geprüften Bestatters" erwerben, jedoch müssen Sie hier einschlägige Berufserfahrung nachweisen oder eine der beiden vorherigen Ausbildungswege erfolgreich beschritten haben.
  • Damit Ihre Bewerbung erfolgreich ist, sollten Sie mindestens 18 Jahre alt sein, einen Pkw-Führerschein besitzen, gute Mathe- und Deutschkenntnisse aufweisen, handwerklich begabt sowie körperlich und psychisch außerordentlich belastbar sein. Zudem sollten Sie ein Gespür für Dekoration und Gestaltung haben. Seien Sie sich darüber im Klaren, dass Sie als Bestatter auch am Wochenende, nachts oder an Feiertagen arbeiten müssen.
  • Bestatter sind Allrounder, die sowohl kaufmännische und organisatorische Aufgaben erledigen, aber auch als Seelsorger tätig werden und die Kunden in ihrem Trauerprozess unterstützen. Daneben erstellen Sie Blumendekorationen, wählen Musik für Bestattungen aus und kennen sich mit Finanzierungsmöglichkeiten für Bestattungsvorsorgemöglichkeiten aus. Außerdem arbeiten Sie auch handwerklich und nutzen technische Geräte und Maschinen.

Machen Sie vor Ausbildungsbeginn unbedingt ein Praktikum in einem Bestattungsunternehmen, denn was sich zunächst vielleicht spannend und aufregend anhört, ist für Sie vielleicht nicht das richtige Tätigkeitsfeld.

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