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Tantra-Übungen für zuhause - Tipps für Interessierte

Tantra war in Indien ursprünglich eine einflussreiche religiöse Tradition mit überaus komplexen Ritualen, bei denen oft eine Unterscheidung zwischen dem männlichen und weiblichen Pol des Universums eine wichtige Rolle spielte. Im Westen wird Tantra heute dagegen meist als ein Set von Übungen zur Verbesserung der eigenen Sexualität verstanden, die Sie auch zuhause praktizieren können.

Einfache Tantra-Übungen können auch zuhause praktiziert werden.
Einfache Tantra-Übungen können auch zuhause praktiziert werden.

So gelingen tantrische Übungen zuhause

Grundsätzlich laufen moderne Tantra-Übungen im Wesentlichen darauf hinaus, den Orgasmus durch konkrete Techniken möglichst lang hinauszuzögern oder ganz zu vermeiden, um die sexuelle Erregung zu steigern und die daraus entstehende Energie in den Alltag mitzunehmen.

  • Wenn Sie als Laien tantrische Übungen zuhause praktizieren wollen, sollten Sie den Schwerpunkt jedoch weniger auf bestimmte rituelle Abfolgen oder Techniken, sondern eher auf Bewusstheit, Achtsamkeit und Sinnlichkeit legen.
  • Damit die Übungen gelingen können, ist es zunächst entscheidend dass Sie und Ihre Partnerin bzw. Ihr Partner sich vollkommen vertrauen und einander öffnen können. 
  • Wenn Sie diese Hinweise beachten, können Sie durchaus kreativ vorgehen und die Übungen auf eigenständige und individuelle Weise gestalten. Vordergründig sollte es jedoch darum gehen, den sexuellen Trieb zugunsten des Aufrechterhaltens der sexuellen Energie zurückzuhalten. 

Tipps zur Gestaltung Ihres persönlichen Tantra-Rituals

Sie müssen zum Praktizieren von Tantra keine komplizierten Sexstellungen á la Kamasutra beherrschen. Vielmehr geht es darum, jede Berührung langsam und vollkommen bewusst auszuführen. Der Rest gelingt dann fast von allein.

  • Dies beginnt schon bei der bewussten und gezielten Entscheidung, sich gemeinsam an einer tantrischen Übung zu versuchen: Man beginnt nicht spontan, sondern bereitet der Ort der Zusammenkunft entsprechend vor. 
  • Räumen Sie also das jeweilige Zimmer vollständig auf, sorgen Sie für frische Luft, eine angenehme Raumtemperatur und gedämpftes Licht. Zünden Sie vielleicht auch eine Duftlampe an. 
  • So können Sie einfach damit beginnen, sich abwechselnd langsam und zärtlich mit den Fingerspitzen am ganzen Körper zu streicheln. Anschließend können Sie mit einer sanften Massage fortfahren und schließlich erlauben, dass sich das Ganze quasi von allein zu einem erotischen Liebesspiel entwickelt.
  • Liebkosen Sie sich allerdings nicht gegenseitig zur gleichen Zeit. Um sich voll und ganz auf die Erfahrung der Berührung und das Empfinden der Sinnlichkeit einlassen zu können, sollte immer nur einer aktiv sein, während der andere vollkommen entspannen kann.

Beachten Sie, dass moderne Tantra-Übungen dazu dienen können, die sexuelle Erregung zu steigern, nicht aber zur therapeutischen Behandlung sexueller Probleme oder Störungen gedacht sind. Hier sollten Sie lieber auf professionelle Hilfe zurückgreifen.

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