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Strontiumchlorid - Anleitungen für die qualitativen Nachweisreaktionen

Wenn Sie ein Salz gegeben haben und Sie überprüfen sollen, ob es sich dabei um Strontiumchlorid handelt, so benötigen Sie hierfür Nachweisreaktionen. So führen Sie sie gekonnt durch.

Strontiumchlorid wird für rotes Feuerwerkt verwendet.
Strontiumchlorid wird für rotes Feuerwerkt verwendet.

Was Sie benötigen:

  • Strontiumchlorid oder eine Probe
  • Platindraht oder Magnesiastäbchen
  • Bunsenbrenner
  • Zange
  • reine, konzentrierte Salzsäure

Um ein Salz eindeutig zu identifizieren, müssen sowohl die Anionen als auch die Kationen einzeln durch nachgewiesen werden. Bei Strontiumchlorid müssen Sie also zuerst das Kation Strontium und anschließend die Anionen, also die Chloridionen, nachweisen.

Bei Strontiumchlorid die Anwesenheit von Strontium nachweisen

Strontium lässt sich am einfachsten spektroskopisch nachweisen. Hierfür stellen Sie die rauschende oder auch entleuchtete Flamme bei einem Bunsenbrenner ein. Halten Sie den Platindraht oder das Magnesiastäbchen während der spektroskopischen Untersuchung mit einer Zange um Verbrennungen zu vermeiden.

  1. Glühen Sie nun einen Platindraht oder ein Magnesiastäbchen aus, indem Sie es in konzentrierte Salzsäure tauchen und anschließend in die Bunsenbrennerflamme halten, bis keine Flammenfärbung zu erkennen ist.
  2. Wiederholen Sie diesen Vorgang so oft, bis die Bunsenbrennerflamme dauerhaft farblos bleibt. Sollte nach jedem Eintauchen in die Salzsäure eine starke Flammenfärbung zu sehen sein, verwenden Sie andere Salzsäure, da diese vermutlich mit Salzen verunreinigt ist.
  3. Tauchen Sie den heißen Draht oder das heiße Magnesiastäbchen in das Probesalz ein, sodass etwas daran kleben bleibt.
  4. Halten Sie nun den Draht oder das Magnesiastäbchen in die Bunsenbrennerflamme. Bei dem Salz Strontiumchlorid müssen Sie nun die typische Flammenfärbung von Strontium erkennen - ein Kaminrot.
  5. Wenn Sie sich jetzt in einem komplett abgedunkelten Raum befinden, schauen Sie sich die kaminrote Flamme durch ein Spektroskop an. Bei Strontium ist eine rote Spektrallinie bei 600-650 nm sichtbar. Außerdem erscheint bei ca. 460nm eine leichte blaue Linie. Die blaue Linie ist teilweise nur temporär zu erkennen.

Sind Sie sich nicht sicher, ob die Linien Strontium entsprechen? Wiederholen Sie den Versuch so oft, bis Sie sich sicher sind. Notfalls können Sie die Flammenfärbung mit einer Vergleichsprobe kontrollieren. Liegt ein Salzgemisch vor, so verwenden Sie unbedingt einen Platindraht, da bei diesem die Flammenfärbungen der einzelnen Elemente nacheinander sichtbar werden. Sind auch nur kurz die typischen Spektrallinien für Strontium sichtbar, so ist in der Probe Strontium enthalten.

So weisen Sie die Chlorid-Ionen nach

Bei diesem chemischen Versuch sollten Sie eine Schutzbrille und Handschuhe tragen. Außerdem ist ein Laborkittel sehr empfehlenswert.

  1. Der Nachweis von Chloridionen gelingt mit Silbernitrat. Lösen Sie einen Teil Ihrer Probe in destilliertem Wasser.
  2. Geben Sie nun etwas Salpetersäure hinzu um mögliche Karbonate zu entfernen.
  3. Geben Sie nun einige Tropfen einer Silbernitritlösung zu der Salzlösung. Sind Chlorid-, Iodid- oder Bromidionen anwesend, so fällt ein Feststoff aus. Bei Chloriden ist dieser weiß.
  4. Um nun sicherzugehen, dass wirklich Chloride und nicht andere Halogenide vorliegen, machen Sie die Salzlösung mit einer verdünnten Ammoniaklösung schwach alkalisch. Löst sich der Feststoff auf, so enthält die Probe eindeutig Chloridionen.

Haben Sie eine Reinprobe von nur einem Salz und die Nachweise für Strontium und Chlorid waren beide positiv, so können Sie mit Gewissheit sagen, dass Ihre Probe aus Strontiumchlorid besteht.

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